(136 Seiten, 25 Abbildungen, 10 Tabellen, Preis: 20,00 Euro, ISBN 978-3-930963-93-5)
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Jede Stadt steht heute vor der Frage, wie sie auf die Herausforderungen des
zunehmenden Standortwettbewerbs sowie des demographischen Wandels reagieren
sollte, um die lokale Wirtschaft nachhaltig weiterzuentwickeln. Für die
Städte im Osten Deutschlands kommen als weitere Herausforderungen noch
die Folgewirkungen der Systemtransformation sowie die bereits längerfristig
festgelegten Kürzungen staatlicher Fördermittel hinzu. Eine von zahlreichen
Städten gewählte Strategie ist der Versuch, ihre Position im Standortwettbewerb
durch eine gezielte Förderung wissensintensiver und kreativer Branchen
zu verbessern. Zu diesen Branchen gehört u. a. die Medienwirtschaft, die
eng mit anderen Bereichen der Kreativ- und Kulturwirtschaft verbunden ist. Der
Medienwirtschaft werden nach wie vor beträchtliche Zukunftspotenziale zugebilligt.
Gegenüber anderen Teilen der Kulturwirtschaft zeichnet sich die Medienwirtschaft
durch einen relativ hohen Anteil des überregionalen Absatzes am Gesamtabsatz
aus. Zudem sind in der Medienwirtschaft Personen tätig, die als Multiplikatoren
das positive Image eines Standorts nach außen kommunizieren können.
Auch für die sachsen-anhaltische Kulturhauptstadt Halle wird von Seiten
der lokalen Politik sowie der Landesregierung seit Mitte der 1990er Jahre das
Ziel verfolgt, die Stadt als einen bedeutsamen Standort der Medienbranche zu
etablieren.
Vor dem skizzierten Hintergrund untersucht die Studie zunächst die Entwicklung
sowie die aktuelle Bedeutung des Mediensektors am Standort Halle und die hier
gegebene sektorale Ausrichtung des Mediensektors. Anschließend erfolgt
eine Untersuchung der Ausstattung der Region Halle mit jenen Standortfaktoren,
die für Unternehmen des Mediensektors von Bedeutung sind, sowie der bisherigen
Politik zur Förderung der Medienwirtschaft am Standort Halle. Die Grundlage
hierfür bilden sekundärstatistische Daten und Expertengespräche
mit Akteuren aus der Medienbranche sowie aus Politik und Verwaltung. Es wird
gezeigt, dass politische Maßnahmen zur Förderung der Medienwirtschaft
in Halle durchaus erfolgreich waren; allerdings konnte das zunächst erreichte
Beschäftigungsniveau in jüngster Zeit nicht noch weiter gesteigert
werden. Abschließend werden mögliche Ansatzpunkte für politische
Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Medienstandorts Halle diskutiert.
Autoren: Martin T. W. Rosenfeld, Peter Franz, Christoph Hornych, Michael Schwartz
Inhaltsübersicht
1. Aufgabenstellung und Anliegen der Untersuchung
2. Erläuterung der Vorgehensweise
3. Allgemeine Entwicklungschancen und Standortanforderungen von Unternehmen
im Bereich der Medienwirtschaft sowie Möglichkeiten zur Verbesserung der
Standortbedingungen
3.1 Konkretisierung und Abgrenzung der Branche „Medienwirtschaft“
3.2 Potenziale und Perspektiven der Medienwirtschaft
3.3 Relevante Standortfaktoren
3.4 Mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der regionalen Standortbedingungen
für die Medienbranche
4. Stärken und Schwächen der Region Halle als Standort der Medienwirtschaft
4.1 Struktur und Entwicklung der Medien-Unternehmenslandschaft in der Region
Halle
4.2 Stärken, besondere Kompetenzen und Schwächen des Medienstandorts
Halle
4.3 Vergleich der Medienbranchen der Städte Halle und Bremen
5. Stärken und Schwächen der bisherigen Politik zur Förderung
der Medienwirtschaft in Sachsen-Anhalt und am Standort Halle
5.1 Allgemeine Unternehmensförderung
5.2 Mitteldeutsche Medienförderung
5.3 Das Mitteldeutsche Multimediazentrum
5.4 Institutionelle und projektgebundene Förderung medienrelevanter Einrichtungen
5.5 Förderung medienrelevanter Events und Vermarktung des Standortpotenzials
5.6 Weitere Fördermaßnahmen zugunsten der Medienwirtschaft
6. Mögliche Ansatzpunkte für eine Optimierung der Politik zur Entwicklung
des Medienstandorts Halle
6.1 Verbesserung der vorhandenen Standortfaktoren
6.2 Standortmarketing
7. Weiterführende Forschungsaufgaben