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Finanzmarktwissen bei Selbstständigen besonders ausgeprägt

Unternehmerische Aktivität ist ein dynamischer Treiber wirtschaftlicher Entwicklung. Finanzmarktwissen befähigt Individuen zu einer besseren Abwägung von Chancen und Risiken. In diesem Beitrag wird geprüft, ob ein höheres Maß an Finanzmarktwissen auch einen Einfluss auf die Entscheidung hat, sich selbstständig zu machen. Dieser Zusammenhang wird auf der Basis von Umfragedaten für Deutschland empirisch bestätigt.

18. July 2016

Authors Aida Ćumurović Walter Hyll

Contents
Page 1
Einleitung
Page 2
Die Bedeutung von Finanzmarktwissen
Page 3
Soziodemographische Merkmale und finanzielle Allgemeinbildung All in one page

Unternehmerische Aktivität generiert Einkommen, Arbeitsplätze, Forschung und Entwicklung sowie Innovationen und gilt daher als wichtiger Treiber wirtschaftlicher Entwicklung. Verschiedene Faktoren beeinflussen den Erfolg von Unternehmen. Als häufige Ursachen für das Scheitern kleiner Unternehmen werden – neben nichtfinanziellen Aspekten wie mangelnden Managementfähigkeiten oder ungünstigen Standortfaktoren – mangelnde Planung, Unterkapitalisierung oder Finanzierungsschwierigkeiten, Fehleinschätzungen von Risiken, finanzielles Missmanagement oder rasches Wachstum und „Über-Expansion“ genannt. Ein besseres Finanzmarktwissen führt zu vorteilhaften Entscheidungen von Haushalten auf dem Finanzmarkt – beispielsweise bei Finanzierungs- oder Anlagefragen. Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass Personen mit höherem Finanzmarktwissen auch eher erfolgreich im Führen von Unternehmen sind. Fundiertes Finanzmarktwissen kann dazu führen, dass potenzielle Unternehmer Risiken besser einschätzen und eher bereit sind, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen als Personen mit ähnlichen Voraussetzungen und niedrigem Finanzmarktwissen. Dieser Beitrag untersucht anhand deutscher Daten zum Spar- und Altersvorsorgeverhalten, ob sich Finanzmarktwissen auf Entscheidungen bezüglich der Beschäftigungsform – in diesem Falle der Selbstständigkeit – auswirkt.

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Die Bedeutung von Finanzmarktwissen

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Kommentar: Großbritanniens Nein zur EU wird für beide Seiten teuer

Reint E. Gropp

in: Wirtschaft im Wandel , No. 3, 2016

Abstract

Die Briten haben sich überraschend klar gegen einen Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union entschieden. Das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU hat nicht nur politisch, sondern auch ökonomisch tiefgreifende Konsequenzen für das Land selbst, aber auch für das übrige Europa. Entscheidend ist jetzt die Reaktion der verbleibenden Länder auf das Votum, insbesondere die Frankreichs und Deutschlands.

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Aktuelle Trends: Turbulenzen an den Finanzmärkten vor und nach dem Brexit-Referendum

Lena Tonzer

in: Wirtschaft im Wandel , No. 3, 2016

Abstract

Das Votum der britischen Bevölkerung, den EU-Verbund verlassen zu wollen, hat zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten geführt. Bereits vor dem Referendum am 23. Juni 2016 war ein starker Rückgang der Kurse britischer Bankaktien zu beobachten, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Brexits in den Umfragen über 50% stieg, verbunden mit einer Abwertung des britischen Pfunds gegenüber den meisten anderen wichtigen Währungen einschließlich des Euro.

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Staatliche Nachfrage als Treiber privater Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Viktor Slavtchev S. Wiederhold

in: Wirtschaft im Wandel , No. 3, 2016

Abstract

Der Staat fragt Produkte und Dienstleistungen mit ganz unterschiedlichem technologischen Niveau nach – von Büroklammern bis zu Forschungssatelliten. Dieser Beitrag zeigt zunächst in einem theoretischen Modell, dass der Staat durch die technologische Intensität seiner Nachfrage den Markt für technologieintensive Produkte und Dienstleistungen erweitern kann. Denn eine stärkere staatliche Nachfrage nach innovativen Produkten und Dienstleistungen erlaubt es privaten Unternehmen, die überwiegend fixen Kosten für Forschung und Entwicklung auf größere Absatzmengen umzulegen, lässt die privaten Erträge aus Forschung und Entwicklung ansteigen und generiert somit zusätzliche Anreize, in die Entwicklung neuer Technologien zu investieren. Anhand von Daten aus den USA wird auch empirisch belegt, dass eine – budgetneutrale – Erhöhung der technologischen Intensität der staatlichen Nachfrage die privaten FuE-Ausgaben erhöht. Damit rückt die staatliche Nachfrage erneut in die Diskussion über mögliche Instrumente einer effektiven Wirtschafts- und Innovationspolitik.

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Im Fokus: Industrielle Kerne in Ostdeutschland und wie es dort heute aussieht – Das Beispiel des Metallurgiestandorts Eisenhüttenstadt

Gerhard Heimpold

in: Wirtschaft im Wandel , No. 3, 2016

Abstract

Der Metallurgiestandort Eisenhüttenstadt gehörte zu den industriellen Kernen, um deren Erhalt nach Herstellung der Einheit Deutschlands gerungen wurde. Der Beitrag untersucht, wie der Kern nach mehr als 25 Jahren Deutscher Einheit dasteht und welche Entwicklung sich vollzogen hat. Das Eisenhüttenstädter Unternehmen bildet weiterhin den prägenden industriellen Kern für die Region, bei starkem Beschäftigungsrückgang. Nach der Übernahme durch den privaten Investor Ende 1994 wurde die bis dahin existierende produktivitätsmindernde Lücke in der Wertschöpfungskette durch Errichtung eines Warmwalzwerks geschlossen. Auch ein neuer Hochofen wurde errichtet. Das Eisenhüttenstädter Werk gehört heute zu ArcelorMittal, dem weltweit größten Stahlkonzern, und ist einer von vier Stahlproduktionsstandorten des Konzerns in Deutschland. Geforscht wird an anderen Standorten außerhalb Deutschlands. Hergestellt werden qualitativ hochwertige Flachstähle für die zentral- und osteuropäischen Märkte. Die Produktion ist hochmodern und wettbewerbsfähig, sieht sich aber insbesondere durch Importwettbewerb und Pläne der EU-Kommission für den Emissionsrechtehandel herausgefordert. Weiterer Strukturwandel und wirtschaftliche Diversifizierung sind in Eisenhüttenstadt vonnöten.

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6th Halle Forum on Urban Economic Growth: "What are the Factors of Success for Cities in the Process of European Integration?"

Martin T. W. Rosenfeld Martin Gerischer

in: Wirtschaft im Wandel , No. 3, 2016

Abstract

Am 7. und 8. April 2016 fand am IWH zum sechsten Mal das „Halle Forum on Urban Economic Growth“ statt, das seit 2006 im Abstand von jeweils zwei Jahren veranstaltet wird. Der Fokus der diesjährigen Tagung lag auf den Herausforderungen, die sich aus der zunehmenden europäischen Integration für die Entwicklung der Städte bzw. bestimmter Kategorien von Städten ableiten lassen.

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