Konjunktur. Relevanz von Unternehmensumfragen für Diagnose und Analyse

„Geh’n Sie mit der Konjunktur!“, so lautete der Refrain eines Gassen­hauers aus den soge­nannten Wirtschafts­wunder-Zeiten der noch jungen Bundes­republik. Doch hat die Konjunk­tur noch Konjunktur? Ist Konjunk­turpolitik (noch) sinnvoll, ist sie überhaupt relevant? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, unter wel­chen Voraus­setzungen? Welche Bedeutung haben Konjunk­turum­fragen für eine zuver­läs­sige und zugleich rasche Beurteilung der aktu­ellen wirtschaftlichen (i. e. „konjunk­turellen“) Lage? Haben solche Umfragen, wie sie beispiels­weise das Münchner ifo Institut, aber auch die Industrie- und Handels­kammern durchführen, Bedeutung für Wissenschaft und Forschung oder auch für die praktische Wirtschafts­politik? Wie steht es um das Verhältnis zwischen Konjunktur und Wachstum? Wie wichtig ist die Saison­bereinigung? Was genau verbirgt sich eigentlich hinter der „Geschäftslage“? Diese und ähnliche Fragen wurden auf einer Fachtagung diskutiert, zu der die Industrie- und Handels­kammer Halle-Dessau im April 2016 renommierte Konjunk­tur­forscher eingeladen hatte. Anlass war die Veröffent­lichung ihres 100. Konjunktur­berichts. Zu den Referenten zählten Klaus Abberger (Konjunk­turforschungs­stelle / KOF der ETH Zürich), Roland Döhrn (RWI – Leibniz-Institut für Wirtschafts­forschung, Essen) und Udo Ludwig (ehem. IWH – Leibniz-Institut für Wirtschafts­forschung Halle). Der vorliegende Sammel­band bringt die Referate und Diskus­sions­beiträge zusammen, ergänzt um Literatur­hinweise und Hinter­grund­informa­tionen. Deutlich wird: Konjunkturumfragen leisten wichtige Beiträge für Politik, Wissenschaft und selbst für Unternehmen: Aus den rasch vorliegenden Ergebnissen solcher Umfragen lassen sich Schlüsse für eine recht zuverlässige Beurteilung der aktuellen wirtschaft­lichen Situation wie auch für eine „bessere“ Wirtschafts­politik ziehen. Aber auch die Grenzen hinsichtlich Methodik und Reichweite von Unter­nehmens­umfragen werden thematisiert. Das Buch liefert eine wertvolle Bestands­auf­nahme – nicht nur für Experten, sondern auch und insbe­sondere für ökonomisch interessierte Laien.

30. November 2017

Authors Thomas Brockmeier Udo Ludwig

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