25 Jahre IWH

Produktivität im Ost-West-Vergleich: Ostdeutschland holt langsam weiter auf

Ostdeutschland holt bei der Produktivität weiter auf, aber eben nur sehr langsam. Dies zeigen Berechnungen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) auf Basis jüngster Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder. Nach zügigen Fortschritten in der ersten Hälfte der 1990er Jahre hat sich der Aufholprozess bei der Produktivität gegenüber Westdeutschland danach deutlich verlangsamt und kommt inzwischen höchstens in Trippelschritten voran. Aber er ist, wie die Veränderung im Jahr 2015 zeigt, nicht zum Stillstand gekommen.

Autoren Gerhard Heimpold

Im Jahr 2015 hat sich die Produktivität, gemessen in jeweiligen Preisen, im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte an das westdeutsche Niveau angenähert und erreicht, je nachdem, ob Ostdeutschland mit oder ohne Berlin betrachtet wird, rund 81% beziehungsweise 77% des westdeutschen Niveaus (linke Graphik). Aber selbst das Flächenland im Osten mit der höchsten Produktivität – Brandenburg – hat bislang nicht das Niveau des produktivitätsschwächsten westdeutschen Flächenlandes – Schleswig-Holstein – erreicht (rechte Graphik). Auffällig ist ferner, dass die Spreizung der ostdeutschen Flächenländer bei der Produktivität auch 25 Jahre nach der deutschen Vereinigung deutlich geringer ausfällt als jene zwischen den westdeutschen Ländern. So liegt die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Produktivitätswert bei den westdeutschen Flächenländern mehr als doppelt so hoch wie bei den ostdeutschen.

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