25 Jahre IWH

Deutsches Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2016: Baukonjunktur noch kräftiger als zu vermuten war

Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Jahr 2016 preisbereinigt um 1,9% gestiegen. Dies entspricht der IWH-Prognose vom Dezember.

Autoren Oliver Holtemöller

„Triebkräfte der guten Konjunktur waren wie erwartet der private und der öffentliche Konsum, während die Exporte nur verhalten expandierten“, erläutert Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik des IWH. Stärker als nach den zuvor veröffentlichten amtlichen Zahlen zu erwarten gewesen wäre, haben die Investitionen zugelegt, vor allem die in Bauten, aber auch die in Ausrüstungen. Hier hat das Bundesamt vermutlich seine Zahlen zu den ersten drei Jahresquartalen nach oben revidiert.

Triebkräfte der guten Konjunktur waren wie erwartet der private und der öffentliche Konsum, während die Exporte nur verhalten expandierten

Die sehr günstigen monetären Rahmenbedingungen und die hohe Beschäftigungsdynamik sind zwei wichtige Gründe dafür, dass die deutsche Konjunktur auch im Jahr 2017 kräftig bleiben dürfte. Zuletzt haben sich auch die Exportaussichten wieder etwas aufgehellt: Auf wichtigen Auslandsmärkten ist die wirtschaftliche Zuversicht zuletzt gestiegen, und entsprechend legen auch die Auftragseingänge aus dem Ausland seit dem Herbst zu. Die vielfachen weltpolitischen Risiken scheinen die internationale Konjunktur gegenwärtig kaum zu belasten (vgl. IWH: Konjunktur aktuell: Deutsche Wirtschaft weiter von Konsum und Bau beflügelt).

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Verknüpfte Publikationen

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Konjunktur aktuell: Deutsche Wirtschaft weiter von Konsum und Bau beflügelt

Arbeitskreis Konjunktur des IWH

in: Konjunktur aktuell , 4, 2016

Abstract

Die deutsche Konjunktur bleibt aufgrund der starken Binnennachfrage recht kräftig. Im Jahr 2017 wird die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts nach der neuen IWH-Prognose 1,3% betragen. Sie fällt damit etwa einen halben Prozentpunkt geringer aus als im Jahr 2016, dies liegt an einer geringeren Anzahl an Arbeitstagen und an einem negativen Wachstumsbeitrag des Außenhandels. Die Verbraucherpreisinflation bleibt mit 1,3% mäßig. Die Arbeitslosigkeit nimmt wohl etwas zu, dazu trägt bei, dass die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt langwierig ist.

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