25 Jahre IWH

Wirtschaft im Wandel 06/2016

Inhalt

Wirtschaft im Wandel 06/2016

Inhalt

Aktuelle Trends: Ungewöhnliche Zeiten in der Geldpolitik: Niedriges Zinsniveau begleitet von hohen Zentralbankreserven
Kirsten Schmidt, Lena Tonzer
Durch die steigende Lebenserwartung und die geringen Geburtenraten wird in Zukunft eine abnehmende Zahl von Erwerbstätigen in Deutschland die Rentenleistungen für eine steigende Zahl von Rentnern finanzieren müssen. Weiterlesen

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Kommentar: Für mehr Ehrlichkeit in der Rentendebatte

Martin Altemeyer-Bartscher, Oliver Holtemöller

Durch die steigende Lebenserwartung und die geringen Geburtenraten wird in Zukunft eine abnehmende Zahl von Erwerbstätigen in Deutschland die Rentenleistungen für eine steigende Zahl von Rentnern finanzieren müssen. Während im Jahr 2016 auf 100 Beschäftigte 53 Rentner kommen, werden es im Jahr 2050 mehr als 80 Rentner sein. Diese Entwicklung führt zu einer zunehmenden Verunsicherung in der Bevölkerung hinsichtlich der zukünftigen Leistungsfähigkeit der umlagefinanzierten Altersversorgung. Auf diese Verunsicherung antwortete die Politik kürzlich wieder mit der Formulierung einer so genannten doppelten Haltelinie. Diese beinhaltet eine untere Grenze für das Sicherungsniveau und eine obere Grenze für den Beitragssatz. Mehr lesen...

Wirtschaft im Wandel 06/2016

Inhalt

Aktuelle Trends: Ungewöhnliche Zeiten in der Geldpolitik: Niedriges Zinsniveau begleitet von hohen Zentralbankreserven

Kirsten Schmidt, Lena Tonzer

Mit dem Ausbruch der Finanzkrise 20072008 und der sich anschließenden Staatsschuldenkrise kam es zu zahlreichen Veränderungen in der Implementierung der Geldpolitik im Euroraum. Oberstes Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist dabei die Wahrung der Preisstabilität und ein funktionierender Geldtransmissionsmechanismus. Mehr lesen...

Dienstleister bestimmen die Dynamik der Beschäftigung

Hans-Ulrich Brautzsch

Der in Ostdeutschland deutlich geringere Beschäftigungsaufbau im Vergleich zu Westdeutschland ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die Impulse der Dienstleistungsbereiche für die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung beträchtlich geringer sind als in Westdeutschland. Allerdings nimmt Berlin unter den ostdeutschen Ländern eine Sonderstellung ein, da der dortige kräftige Beschäftigungsaufbau vollständig von den Dienstleistungsbereichen getragen wird. Auf der Kreisebene zeigt sich eine hohe Korrelation zwischen der Beschäftigungsentwicklung insgesamt und der Höhe der Expansionsbeiträge der Dienstleistungsbereiche. Die regional differierenden Expansionsbeiträge der Dienstleistungsbereiche stehen im Zusammenhang mit Unterschieden bei der Teilzeitbeschäftigung, der demographischen Entwicklung sowie der Siedlungs- und Produktionsstruktur. Mehr lesen...

Einkommensverluste nach Arbeitsplatzverlusten: Kompensation vor allem durch staatliche Umverteilung

Daniel Fackler, Eva Hank

Zahlreiche Studien zeigen, dass unfreiwillige Arbeitsplatzverluste zu hohen und langfristigen Einkommensverlusten bei betroffenen Arbeitnehmern führen. Die vorliegende Studie verwendet Befragungsdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), um erstmals umfassend zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß Verluste im individuellen Arbeitseinkommen durch alternative Einkommensquellen, Reaktionen anderer Haushaltsmitglieder und durch staatliche Umverteilung ausgeglichen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Verdienstverluste vor allem durch staatliche Umverteilung kompensiert werden, wohingegen andere Kanäle nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ein Vergleich internationaler empirischer Evidenz zu den Verdienstausfällen nach Arbeitsplatzverlusten spricht nicht dafür, dass staatliche Umverteilung den Anreiz, Verluste durch eigene Anstrengungen selbst auszugleichen, vermindert. Mehr lesen...

Im Fokus: Industrielle Kerne in Ostdeutschland und wie es dort heute aussieht – Das Beispiel SKET Magdeburg

Gerhard Heimpold

Die erste Privatisierung des Stammbetriebs des ehemaligen VEB Schwermaschinenbau-Kombinats „Ernst Thälmann“ (SKET) scheiterte nach zwei Jahren, und das Unternehmen ging 1996 in die Gesamtvollstreckung. Im Jahr 1998 wurden in einem zweiten Anlauf die fünf geschaffenen Auffanggesellschaften allesamt privatisiert, allerdings mit nur wenigen Beschäftigten. In einem Fall entstand eine völlig neue Produktion: die Herstellung von Komponenten für Windenergieanlagen. Der Aufschwung der erneuerbaren Energien hat den Magdeburger Schwermaschinenbauern in die Hände gespielt. Die Verfügbarkeit großer Industrieflächen war ebenfalls förderlich für diese Branche, ebenso die Kompetenzen in der Bearbeitung großer Maschinenteile. Auch andere Geschäftsfelder des früheren Schwermaschinenbau-Kombinats leben in Form mittelständischer Unternehmen fort: die Entwicklung und Herstellung von Maschinen zur Verarbeitung von Ölsaaten, Maschinen in den Bereichen Kabel- und Stahlseiltechnik, Walzwerksausrüstungen sowie EDV-Dienstleistungen. Mehr lesen...

6th IWH/INFER-Workshop on Applied Economics and Economic Policy: "(Ending) Unconventional Monetary Policy"

Birgit Schultz, Gregor von Schweinitz

Am 29. und 30. September 2016 fand am IWH in Zusammenarbeit mit dem International Network for Economic Research (INFER) der 6. Workshop in der Reihe „Applied Economics and Economic Policy“ statt. Im Rahmen des Workshops stellten Wissenschaftler europäischer Universitäten und internationaler Organisationen ihre neuesten Forschungsergebnisse zu aktuellen ökonomischen Fragen und Problemen vor und diskutierten diese intensiv. Insbesondere gab es einen regen Austausch über das Spezialthema „(Ending) Unconventional Monetary Policy“. Hier ging es vor allem um die geldpolitischen Maßnahmen und Instrumente, die neben dem Zentralbankzins seit der Finanzkrise eingesetzt werden. Mehr lesen...

Nachrichten

Veranstaltungen

Vorankündigungen

Girls'Day

Donnerstag, 27.04.2017, Halle (Saale)

Am IWH forschen wir zu ökonomischen Themen und beraten die Wirtschaftspolitik auf Basis unserer wissenschaftlichen Ergebnisse. Am 27. April laden wir zehn Mädchen ein, unser Institut und dessen wichtige Arbeit näher kennenzulernen. Am Beispiel Geld und Geldpolitik demonstriert Konstantin Kiesel, wie ökonomisches Denken funktioniert, die Wirtschaftsinformatikerin Franziska Exß erzählt etwas von ihrem Berufsalltag − auch als Gleichstellungsbeauftragte − und schließlich können die Mädchen mit Eva Hank und Lisa Rippe ein verhaltensökonomisches Experiment miterleben. Programm...

Durchgeführte Veranstaltungen

Arbeitstreffen des Korean-German Research Network on Unification Studies

Mittwoch, 15. März 2017, Halle (Saale)

Am 15. März 2017 fand am IWH ein Arbeitstreffen des Korean-German Research Network on Unification Studies statt, an dem aus der Republik Korea Vertreter des Korea Institute for International Economic Policy (KIEP) und des Ministry of Strategy and Finance teilnahmen. Das Netzwerk dient der Aufarbeitung der Erfahrungen bei der marktwirtschaftlichen Umstrukturierung nach Herstellung der Einheit Deutschlands. Das IWH bringt hierbei seine Forschungsergebnisse zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Neuen Bundesländern ein. Am Treffen nahmen seitens des IWH Gerhard Heimpold, Walter Hyll  (beide Abteilung Strukturwandel und Produktivität) sowie Matthias Wieschemeyer (Abteilung Makroökonomik) teil.

 

Publikationen

Externe Veröffentlichungen

Decision-Making Power in Foreign Subsidiaries and its Effect on Financial Constraints: An Analysis for Selected European Transition Economies on the Basis of the IWH FDI Micro Database 2013

In: Eastern European Economics,Vol. 54 (6), 2016, 459-472.

Felix Noth, Andrea Gauselmann

>>This article analyzes whether the distribution of decision-making power between the headquarters and foreign subsidiaries of multinational enterprises (MNEs) affects the foreign affiliates’ financial constraints. The findings show that not much decision-making power has as yet been moved from headquarters to foreign subsidiaries in European post-transition economies. ...<<

IWH-Diskussionspapiere

Banking Globalization, Local Lending, and Labor Market Effects: Micro-level Evidence from Brazil

IWH-Diskussionspapiere 7/2017

Felix Noth, Matias Ossandon Busch

>>This paper estimates the effect of a foreign funding shock to banks in Brazil after the collapse of Lehman Brothers in September 2008. Our robust results show that bank-specific shocks to Brazilian parent banks negatively affected lending by their individual branches and trigger real economic consequences in Brazilian municipalities: More affected regions face restrictions in aggregated credit and show weaker labor market performance in the aftermath which documents the transmission mechanism of the global financial crisis to local labor markets in emerging countries. ...<<

IWH-Pressemitteilungen

Kommentar: Einen kühlen Kopf und einen Plan – IWH-Präsident Reint E. Gropp zur EZB-Zinsentscheidung

IWH-Pressemitteilung 12/2017

>>Die Zinsen bleiben vorerst wie sie sind, das hat die Europäische Zentralbank (EZB) heute entschieden. Das ist keine Überraschung. Etwas überraschend ist es aber schon, dass keine eindeutigen Signale zum mittelfristigen Ausstieg gesendet wurden. „Die Zinsen am heutigen Tag konstant zu halten ist gut und richtig“, sagt Reint E. Gropp. „Doch die heutige Pressekonferenz hätte genutzt werden müssen, um eine angepasste mittelfristige Ausstiegsstrategie aus der Niedrigzinspolitik aufzuzeigen. Dass das nicht passiert ist, ist enttäuschend.“ ...<<

Das IWH in den Medien

Reint E. Gropp: Bericht: "Brauchen wir Inflation?"
in: mdr aktuell (Nachrichtenradio), 31. März 2017

Reint E. Gropp: Bericht: "Folgen des Brexit für Sachsen-Anhalt"
in: mdr Sachsen-Anhalt heute, 29. März 2017


Reint E. Gropp
: Bericht: "Freiheit oder Freizeit?"
in: Halle.Spektrum, 23. März 2017


IWH: Bericht
: "IWH: Ostdeutsche Wirtschaft wächst weiter moderat"
in: Focus.de, 21. März 2017

Oliver Holtemöller: Bericht: "Fremdenhass in Tröglitz. Negativ-Image kann Wirtschaft gefährden"
in: Mitteldeutsche Zeitung, 21. März 2017

Reint E. Gropp: Bericht: "Bedingungsloses Grundeinkommen im Steintor-Varietè"
in: Halle.Spektrum, 20. März 2017

Oliver Holtemöller: Bericht: "Fremdenfeindlichkeit macht Ostdeutschland zum Risiko-Standort"
in: Welt.de, 17. März 2017

IWH: Bericht: "Forscher: Reales Lohnplus wird künftig schwächer"
in: Hamburger Abendblatt online, 16. März 2017

Oliver Holtemöller: Bericht: "Germania: Diw stima +1,4% Pil 2017 e e +1,7% nel 2018"
in: Kairos - A Julius Baer Group, 15. März 2017

Oliver Holtemöller: Bericht: "Arbeitslosigkeit bleibt trotz Flüchtlingen niedrig"
in: n-tv.de, 15. März 2017

Oliver Holtemöller: Bericht: "Von der Schmutz- zur AfD-Stadt Warum Bitterfeld-Wolfen weiter mit miesem Image kämpft"
in: Mitteldeutsche Zeitung online, 9. März 2017

Lena Tonzer: Bericht: "Assessing the effects of regulatory bank levies"
in: VoxEU.org, 6. März 2017

Oliver Holtemöller: Interview: "Armut auf neuem Höchststand"
in: mdr aktuell (Nachrichtenradio), 2. März 2017

Oliver Holtemöller: Namensartikel: "Was die deutsche Finanzpolitik gegen die Ausweitung des Leistungsbilanzüberschusses unternehmen kann"
in: Ökonomenstimme.org, 2. März 2017

Gerhard Heimpold: Bericht: "Die drei Geschwindigkeiten"
in: Volksstimme.de, 1. März 2017

Vorträge

Wirtschaftswissenschaftliche Vorträge

Dmitri Bershadskyy: The Endogenous Formation of Institutions in Public Goods Provision. Spring Meeting of Young Economists. 23. bis 25. März 2017, Halle (Saale).

Stefano Colonnello: Empty Creditors and Strong Shareholders: The Real Effects of Credit Risk Trading. Bocconi Event "Securities Markets: Trends, Risks and Policies" at Bocconi University, 24. Februar 2017, Mailand, Italien, und
European Winter Finance Summit, 12. bis 15. März 2017, Zürich, Schweiz.
     
Daniel Fackler: Wage Losses after Job Displacement: Productivity Depreciations or Lost Firm Rents? 7th ifo Dresden Workshop on Labour Economics and Social Policy. 23. und 24. März 2017, Dresden.      

Konstantin Kiesel: On the Effects of Finance on Growth: The Establishments of Cooperative Banks in 19th Century Prussia. Workshop des Central-German Doctoral Program in Economics (CGDE). 23. und 24. März 2017, Jena.      

Michael Koetter: Competition, Lending, and Funding when Monetary Policy is Unconventional und Crises and Rescues: Liquidity Transmission Through International Banks. Chicago Financial Institutions Conference 2017. 30. und 31. März 2017, Chicago, IL, USA.      

Siimon Melch: Inter-municipal Cooperation (IMC) and Local Public Expenditures: Empirical Evidence from Germany. Spring Meeting of Young Economists. 23. bis 25. März 2017, Halle (Saale).      

Felix Noth: Banking Globalization, Local Lending, and Labor Market Effects: Micro-level Evidence from Brazil. 6. Workshop des DFG Schwerpunkt Programmes: Financial Market Imperfections and Macroeconomic Performance. 6. und 7. März 2017, Konstanz.      

Oliver Rehbein: Borrowers under Water! Rare Disasters, Regional Banks, and Recovery Lending. MFA Annual Conference der Midwest Finance Association. 1. bis 4. März 2017, Chicago, IL, USA, und
Spring Meeting of Young Economists. 23. bis 25. März 2017, Halle (Saale).      

Lena Tonzer: Macroprudential Instruments and Intra-Group Dynamics: The Effects of Reserve Requirements in Brazil. Workshop "6th Research Workshop in Financial Economics" an der Universität Bonn. 28. März 2017, Bonn.

Wirtschaftspolitische Vorträge

Gerhard Heimpold: Decision making by the Treuhandanstalt on Privatization, Restructuring, or Liquidation of Former State-owned Firms in East Germany. Arbeitstreffen des Korean-German Research Network on Unification Studies im IWH. 15. März 2017, Halle (Saale).

Oliver Holtemöller: Die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen-Anhalt seit 1990 und die Bedeutung des Mittelstands. Forum „Herzstück der Wirtschaft“ – Die Bedeutung des Mittelstands für die Entwicklung Sachsen-Anhalts, Konrad-Adenauer-Stiftung. 3. März 2017, Magdeburg.

Walter Hyll: Attitudes of East German Citizens – is there an Aftermath of Socialism? Arbeitstreffen des Korean-German Research Network on Unification Studies im IWH. 15. März 2017, Halle (Saale).

Personalien

Hans Degryse ist seit Dezember 2016 Research Fellow am IWH. Seine Forschung konzentriert sich auf Finanzintermediation und umfasst empirische Forschung im Bereich Banking, Bankenrecht und Volkswirtschaftspolitik, sowie die Marktmikrostruktur. Seit 2012 ist Hans Degryse Research Professor an der KU Leuven. Zuvor unterrichtete er am CentER, dem Forschungsinstitut der Tilburg Universität.

Weitere Aktivitäten

Reint E. Gropp nahm am 6. März 2017 am Jahresempfang der Deutschen Bundesbank in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in Hannover teil.


Talina Sondershaus hat am 14. März 2017 am Workshop des Central-German Doctoral Program in Economics (CGDE) in Jena teilgenommen und dort eine Diskussion über das Paper „ National versus Supranational Bank Regulation: Gains and Losses of Joining a Banking Union“ von Maria Näther und Uwe Vollmer geleitet.

 

 

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