25 Jahre IWH

IWH-FuE-Mikrodatenbank

Alle entwickelten Volkswirtschaften setzen heute in mehr oder weniger großem Umfang Instrumente zur Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) ein. Begründet wird die Anwendung von FuE-Förderprogrammen in der Regel damit, dass "Marktversagen" den optimalen Umfang von FuE verhindert. In der Folge entstünden zu wenig Innovationen, die heute die treibende Kraft (regionalen) wirtschaftlichen Wachstums sind.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist ein Marktversagen allerdings nur unter äußerst restriktiven Bedingungen nachweisbar. Eine wissenschaftliche Begleitung von staatlichen Fördermaßnahmen ist deshalb geboten.

IWH-FuE-Mikrodatenbank

Das IWH untersucht die transformationsbedingten ökonomischen Besonderheiten sowie den fortdauernden Prozess der ökonomischen Integration in Europa. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Erforschung des Zusammenhangs zwischen Produktivität auf Unternehmensebene und Innovationen. Dies umfasst die Analyse der eingesetzten FuE-Förderprogramme.

In der Praxis gibt es eine Vielzahl von Programmen zur Förderung von FuE und Innovationen, die zudem einem institutionellen Wandel (Zielgruppen, Förderquoten, Fördergegenstand usw.) unterliegen. Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht dies für (ausgewählte) Förderprogramme des Bundes, die in den Neuen Ländern seit der Deutschen Vereinigung eingesetzt wurden.

 

Die IWH-FuE-Mikrodatenbank umfasst zurzeit sechs Datensätze verschiedener Programme der direkten FuE-Projektförderung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Die Daten stammen von den Projektträgern bzw. den zuständigen Ministerien. Der Zugriff ist bei einigen Datensätzen frei, andere wiederum können nur exklusiv über die Ministerien bezogen werden.

Forschungsfragen

Im Mittelpunkt der Forschung mit FuE-Mikrodaten am IWH stehen derzeit zwei Aspekte:

  1. Analysen zum Ausmaß von innovativen Vorhaben verschiedener Akteure (Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, private Wirtschaft) sowie zur Verflechtung der Akteure untereinander
  2. Analysen zur Wirkung der FuE-Förderung

Die Daten dienen neben der rein wissenschaftlichen Verwertung auch der zielgerichteten wirtschaftspolitischen Beratung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Die IWH-FuE-Mikrodatenbank leistet Beiträge zur räumlichen Verortung von FuE-Aktivitäten und zur Analyse von Wirkungen der FuE-Förderung aus betrieblicher und regionaler Perspektive.

Das Projekt wird inhaltlich in der Abteilung Strukturwandel und Produktivität durch die Forschungsgruppe Die Leistungsfähigkeit von Unternehmen und Regionen: Bestimmungsfaktoren und Evaluation von industriepolitischen Maßnahmen koordiniert sowie durch das Datenzentrum des IWH betreut.

Drittmittelprojekte

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