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A Rear-mirror View to the 11th FIN-FIRE “Challenges to Financial Stability” Workshop

On September 25th, financial economists from all over the world travelled for the 11th time to Halle (Saale) to attend the annual FIN-FIRE Workshop at IWH. During two days, authors of ten papers covered a comprehensive overview of contemporary issues that pose potential challenges to the financial system, including data privacy in mortgage markets, climate risks in bond markets, synthetic risk transfers, the effects of geopolitical risks for lending, as well as granular perspectives on the transmission of monetary policy. An intense exchange of thoughts between authors, discussants, and the audience yielded genuinely new insights into the resilience and fragility of financial systems. 

07. January 2026

Authors Erik Ködel Michael Koetter

Contents
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Keynote by Itay Goldstein
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synthetic risk transfers, racial disparities in the mortgage market All on one page

A particular highlight of the conference included the keynote presentation by Itay Goldstein, professor at the Wharton School of the University of Pennsylvania, director of the American and the Western Finance Association, and a renowned expert on the nature of banking panics. Professor Goldstein presented on how strategic complementarities could potentially undermine the fragility of the financial system, a topic that was recognized by the Nobel Memorial Prize in Economic Sciences of 2022 and which garnered renewed public attention during the United States banking crisis of 2023.

Banks engage in liquidity mismatches, which pose a risk to the financial sector if the banks underperform. This is because it incentivises depositors to withdraw their money, which could cause the banks to collapse. The effect can be amplified through strategic complementarities. For instance, investors' propensity to act, or withdraw funds, increases significantly if they expect other investors to do the same.

Goldstein provided evidence that a higher degree of liquidity transformation makes banks more sensitive to uninsured deposit outflows when they perform poorly. Therefore, deposit outflows do not only depend on fundamental values but also can be amplified through depositors' panic that can be caused by banks' liquidity structures. Strategic complementarities are not only affecting banks, as they also pose a threat to mutual funds. This raises the question of whether current regulatory measures are effective and how they can be improved to reduce strategic complementarities and bank runs.

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synthetic risk transfers, racial disparities in the mortgage market

Also in this issue

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Die Sorge um De-Industrialisierung führt in die Irre

Reint E. Gropp

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2025

Abstract

Eine der größten Sorgen sowohl der aktuellen als auch der vorhergehenden Regierung ist es, in Deutschland wichtige Industrieproduktion zu erhalten beziehungsweise neu anzusiedeln. Dabei geht es um eine breite Palette von Sektoren: Halbleiter, Batterien, Chemie, Stahl, Pharmazeutika oder Elektroautos. Basierend auf diesem Ziel werden signifikante Subventionen gerechtfertigt, etwa Einzelsubventionen in Milliardenhöhe für individuelle Unternehmen (Intel, TSMC) oder generelle Vergünstigungen wie der Industriestrompreis. Deutschland ist mit dieser Sorge nicht allein; auch die USA, die EU, Indien, Indonesien und viele weitere Länder versuchen, Anreize für inländische Produktion zu schaffen.

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Aktuelle Trends: Wofür werden die Kohlemilliarden verwendet?

Oliver Holtemöller Mirko Titze

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2025

Abstract

Mit rund 41 Mrd. Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Die Wirtschaftsforschungsinstitute IWH und RWI haben den Zwischenbericht 2025 im Rahmen der begleitenden Evaluierungsforschung dazu vorgelegt.

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Von Eltern zu Kindern: Wie sich Fähigkeiten in Mathematik und Sprache über Generationen übertragen und Bildungsentscheidungen prägen

Eric A. Hanushek Babs Jacobs Guido Schwerdt Rolf van der Velden Stan Vermeulen Simon Wiederhold

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2025

Abstract

Die Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hängt nicht nur von absoluten Leistungen in Mathematik ab, sondern davon, wie gut Mathematik relativ zu anderen Fächern – etwa Sprache – gelingt. Dieser Beitrag untersucht die intergenerationale Übertragung solcher relativen Stärken in Mathematik und Sprache auf Basis niederländischer Testdaten von Eltern und ihren Kindern. Wir zeigen, dass Eltern, die im Verhältnis zu Sprache besonders gut in Mathematik abschneiden, mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit Kinder haben, die ebenfalls relativ besser in Mathematik sind. Zudem belegen wir, dass diese Übertragung relativer Stärken nicht ausschließlich genetisch oder familiär geprägt ist, sondern durch Schule und Lernumfeld – und damit durch Bildungspolitik – beeinflusst werden kann.

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Wie sich die Klimapolitik auf die Einkommensungleichheit auswirken könnte

Marie Young-Brun

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2025

Abstract

Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf die wirtschaftliche Entwicklung in aller Welt aus. Ärmere Haushalte sind dabei den Auswirkungen des Klimawandels stärker ausgesetzt und verletzlicher, sodass der Klimawandel die Ungleichheit wahrscheinlich noch verstärken wird. Politische Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen können eine Verschärfung des Klimawandels verhindern, schaffen aber auch ökonomische Gewinner und Verlierer. In diesem Beitrag werden die kombinierten Auswirkungen des Klimawandels und ausgewählter politischer Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen auf die wirtschaftliche Ungleichheit untersucht. Die Bewertung erfolgt anhand von acht Modellen für die integrierte Analyse von Klimawandel und wirtschaftlicher Entwicklung, die von verschiedenen Forscherteams unter Verwendung unterschiedlicher Annahmen und Methoden entwickelt wurden. Die Ergebnisse basieren auf historischen Daten und Zukunftsszenarien für zehn Länder in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die Umsetzung einer ehrgeizigen Klimapolitik im Einklang mit dem Pariser Abkommen führt demnach zu einer geringeren Ungleichheit in der Zukunft als der Verzicht auf Maßnahmen zur Milderung des Klimawandels, auch wenn die Ungleichheit aufgrund der Kosten für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen kurzfristig zunimmt. Die Verwendung der Einnahmen aus der Kohlenstoffbepreisung kann dazu beitragen, die Verteilungseffekte der Klimapolitik zu dämpfen und die Ungleichheit kurzfristig sogar zu verringern. Diese Ergebnisse unterstreichen die Rolle von Ausgleichsmechanismen bei der Gestaltung einer fairen und politisch durchsetzbaren Klimapolitik.

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