Contents
Page 1
Keynote by Itay Goldstein
Page 2
synthetic risk transfers, racial disparities in the mortgage market All on one page

As in previous years, the FIN-FIRE workshop presented also a platform especially for junior researchers, for example represented by the contribution of Alex Osberghaus, a job market candidate from the Swiss Finance Institute in the 2025/2026 season. His job market paper sheds light on a possibly important, but overlooked feature of contemporary financial systems. As the Bloomberg Editorial Board pointed out in 2024, "If you're unfamiliar with synthetic risk transfers, there's a chance you'll hear all about them when the next financial crisis hits".

The presentation by Alex Osberghaus was dedicated to this increasingly important topic, focusing on the growing market for synthetic risk transfers (SRT) and the challenges it poses to financial market stability. Although SRT is becoming increasingly important for the financial market, the topic is largely unknown outside the sector. Banks utilise SRT to transfer portions of their corporate loan portfolios to NBFI investors, thereby actively managing risk exposure.

The study provided evidence that banks strategically shift capital-intensive loans and subsequently reduce monitoring, which raises concerns about moral hazard. Osberghaus identifies the close interdependence between issuing banks and non-bank financial intermediaries that invest in these securities. This raises the question of potential round-tripping issues and how authorities should regulate SRT markets to increase transparency and overall maintain financial stability. 

In times of debates whether private data serves as currency on social media platforms, another very timely topic was covered by Sarah Zhang from the University of Manchester. “Data privacy legislation can reduce racial disparities in the mortgage market” was the conclusion of Sarah Zhang's presentation.

Zhang examined how the implementation of the California Consumer Privacy Act (CCPA) affected credit discrimination between minority and non-minority groups in the US mortgage market. She found that following the implementation, interest rate differences between minorities and non-minorities have declined. Additionally, the rejection rate for minority applications has decreased significantly. The reason for the reduction in racial disparities is the shift to a more data-driven lending process, driven by enhanced transparency requirements. Furthermore, FinTech companies are helping to reduce inequality by providing more loans to minorities.

Overall, the conference was both professional and constructive. There was an in-depth exchange of ideas, and all authors received helpful comments and recommendations for their research.

The programme of the conference as well as the presentations can be found on the event page of the FIN-FIRE workshop.

Also in this issue

cover_wiwa_2025-03.jpg

Die Sorge um De-Industrialisierung führt in die Irre

Reint E. Gropp

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2025

Abstract

Eine der größten Sorgen sowohl der aktuellen als auch der vorhergehenden Regierung ist es, in Deutschland wichtige Industrieproduktion zu erhalten beziehungsweise neu anzusiedeln. Dabei geht es um eine breite Palette von Sektoren: Halbleiter, Batterien, Chemie, Stahl, Pharmazeutika oder Elektroautos. Basierend auf diesem Ziel werden signifikante Subventionen gerechtfertigt, etwa Einzelsubventionen in Milliardenhöhe für individuelle Unternehmen (Intel, TSMC) oder generelle Vergünstigungen wie der Industriestrompreis. Deutschland ist mit dieser Sorge nicht allein; auch die USA, die EU, Indien, Indonesien und viele weitere Länder versuchen, Anreize für inländische Produktion zu schaffen.

read publication

cover_wiwa_2025-03.jpg

Aktuelle Trends: Wofür werden die Kohlemilliarden verwendet?

Oliver Holtemöller Mirko Titze

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2025

Abstract

Mit rund 41 Mrd. Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Die Wirtschaftsforschungsinstitute IWH und RWI haben den Zwischenbericht 2025 im Rahmen der begleitenden Evaluierungsforschung dazu vorgelegt.

read publication

cover_wiwa_2025-03.jpg

Von Eltern zu Kindern: Wie sich Fähigkeiten in Mathematik und Sprache über Generationen übertragen und Bildungsentscheidungen prägen

Eric A. Hanushek Babs Jacobs Guido Schwerdt Rolf van der Velden Stan Vermeulen Simon Wiederhold

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2025

Abstract

Die Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hängt nicht nur von absoluten Leistungen in Mathematik ab, sondern davon, wie gut Mathematik relativ zu anderen Fächern – etwa Sprache – gelingt. Dieser Beitrag untersucht die intergenerationale Übertragung solcher relativen Stärken in Mathematik und Sprache auf Basis niederländischer Testdaten von Eltern und ihren Kindern. Wir zeigen, dass Eltern, die im Verhältnis zu Sprache besonders gut in Mathematik abschneiden, mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit Kinder haben, die ebenfalls relativ besser in Mathematik sind. Zudem belegen wir, dass diese Übertragung relativer Stärken nicht ausschließlich genetisch oder familiär geprägt ist, sondern durch Schule und Lernumfeld – und damit durch Bildungspolitik – beeinflusst werden kann.

read publication

cover_wiwa_2025-03.jpg

Wie sich die Klimapolitik auf die Einkommensungleichheit auswirken könnte

Marie Young-Brun

in: Wirtschaft im Wandel, No. 3, 2025

Abstract

Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf die wirtschaftliche Entwicklung in aller Welt aus. Ärmere Haushalte sind dabei den Auswirkungen des Klimawandels stärker ausgesetzt und verletzlicher, sodass der Klimawandel die Ungleichheit wahrscheinlich noch verstärken wird. Politische Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen können eine Verschärfung des Klimawandels verhindern, schaffen aber auch ökonomische Gewinner und Verlierer. In diesem Beitrag werden die kombinierten Auswirkungen des Klimawandels und ausgewählter politischer Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen auf die wirtschaftliche Ungleichheit untersucht. Die Bewertung erfolgt anhand von acht Modellen für die integrierte Analyse von Klimawandel und wirtschaftlicher Entwicklung, die von verschiedenen Forscherteams unter Verwendung unterschiedlicher Annahmen und Methoden entwickelt wurden. Die Ergebnisse basieren auf historischen Daten und Zukunftsszenarien für zehn Länder in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die Umsetzung einer ehrgeizigen Klimapolitik im Einklang mit dem Pariser Abkommen führt demnach zu einer geringeren Ungleichheit in der Zukunft als der Verzicht auf Maßnahmen zur Milderung des Klimawandels, auch wenn die Ungleichheit aufgrund der Kosten für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen kurzfristig zunimmt. Die Verwendung der Einnahmen aus der Kohlenstoffbepreisung kann dazu beitragen, die Verteilungseffekte der Klimapolitik zu dämpfen und die Ungleichheit kurzfristig sogar zu verringern. Diese Ergebnisse unterstreichen die Rolle von Ausgleichsmechanismen bei der Gestaltung einer fairen und politisch durchsetzbaren Klimapolitik.

read publication

Whom to contact

For Journalists

Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft LogoTotal-Equality-LogoSupported by the BMWK