Trumps „Fortress Economics“ und die Auswirkungen auf Deutschland
Das britische Wirtschaftsmagazin The Economist hat die Wirtschaftspolitik der Regierung Trump als „Fortress Economics“ bezeichnet. Bei der Festung USA werden alle Zugbrücken hochgezogen. Importe werden mit dem expliziten Ziel durch Zölle verteuert, um (fast) alle Produkte wieder in den USA zu produzieren. Und die Grenzen der USA, nicht nur nach Mexiko, sind fast vollständig geschlossen.
07. September 2026
https://doi.org/10.18717/wwvmyw-jv25
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All on one pageEs ist zu erwarten, dass im Jahr 2025 die Netto-Einwanderung in die USA null war oder sogar negativ durch die Deportationen. Das ist eine dramatische Entwicklung: Historisch gesehen gab es so eine Zahl das letzte Mal in den 1930er-Jahren und noch 2024, im letzten Jahr unter Präsident Biden, lag die Netto-Einwanderung bei 2,5 Millionen.
Was sind die Auswirkungen dieser Politik auf Deutschland? Fangen wir mit der Zollpolitik an. Es wird geschätzt, dass die durchschnittlichen Zölle der USA auf Importe von 5% 2024 auf jetzt rund 18% gestiegen sind. Das ist deutlich niedriger als man denken würde, wenn man sich die dramatischen Ankündigungen in Erinnerung ruft.
Der Grund dafür sind viele Ausnahmen und Schlupflöcher. So sind beispielsweise viele spezifische Produkte ausgenommen, wie Computer und Smartphones. Zudem sind Güter, die unter das Handelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) fallen, ausgenommen. Das reduziert den durchschnittlichen Zoll auf kanadische Güter von 35 auf 6%. Zudem fallen Zölle auf Medikamente nur auf Nicht-Generika an, aber 90% aller Medikamenten- Importe der USA sind Generika. Und schließlich haben es eine ganze Reihe von Unternehmen geschafft, aufgrund (vager) Investitionsversprechen von Zöllen ausgenommen zu werden.