Climate Policy and International Capital Reallocation
Marius Fourné, Xiang Li
Journal of Financial Stability,
Vol. 82 (February),
2026
Abstract
This study employs bilateral data on external assets to examine the impact of climate policies on the reallocation of international capital. We find that the stringency of climate policy in the destination country is significantly and positively associated with an increase in the allocation of portfolio equity and banking investment to that country. However, it does not show significant effects on the allocation of foreign direct investment and portfolio debt. Our findings are not driven by valuation effects, and we present evidence that suggests diversification, suasion, and uncertainty mitigation as possible underlying mechanisms.
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Wie sich die Klimapolitik auf die Einkommensungleichheit auswirken könnte
Marie Young-Brun
Wirtschaft im Wandel,
No. 3,
2025
Abstract
Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf die wirtschaftliche Entwicklung in aller Welt aus. Ärmere Haushalte sind dabei den Auswirkungen des Klimawandels stärker ausgesetzt und verletzlicher, sodass der Klimawandel die Ungleichheit wahrscheinlich noch verstärken wird. Politische Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen können eine Verschärfung des Klimawandels verhindern, schaffen aber auch ökonomische Gewinner und Verlierer. In diesem Beitrag werden die kombinierten Auswirkungen des Klimawandels und ausgewählter politischer Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen auf die wirtschaftliche Ungleichheit untersucht. Die Bewertung erfolgt anhand von acht Modellen für die integrierte Analyse von Klimawandel und wirtschaftlicher Entwicklung, die von verschiedenen Forscherteams unter Verwendung unterschiedlicher Annahmen und Methoden entwickelt wurden. Die Ergebnisse basieren auf historischen Daten und Zukunftsszenarien für zehn Länder in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die Umsetzung einer ehrgeizigen Klimapolitik im Einklang mit dem Pariser Abkommen führt demnach zu einer geringeren Ungleichheit in der Zukunft als der Verzicht auf Maßnahmen zur Milderung des Klimawandels, auch wenn die Ungleichheit aufgrund der Kosten für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen kurzfristig zunimmt. Die Verwendung der Einnahmen aus der Kohlenstoffbepreisung kann dazu beitragen, die Verteilungseffekte der Klimapolitik zu dämpfen und die Ungleichheit kurzfristig sogar zu verringern. Diese Ergebnisse unterstreichen die Rolle von Ausgleichsmechanismen bei der Gestaltung einer fairen und politisch durchsetzbaren Klimapolitik.
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A Rear-mirror View to the 11th FIN-FIRE “Challenges to Financial Stability” Workshop
Erik Ködel, Michael Koetter
Wirtschaft im Wandel,
No. 3,
2025
Abstract
On September 25th, financial economists from all over the world travelled for the 11th time to Halle (Saale) to attend the annual FIN-FIRE Workshop at IWH. During two days, authors of ten papers covered a comprehensive overview of contemporary issues that pose potential challenges to the financial system, including data privacy in mortgage markets, climate risks in bond markets, synthetic risk transfers, the effects of geopolitical risks for lending, as well as granular perspectives on the transmission of monetary policy. An intense exchange of thoughts between authors, discussants, and the audience yielded genuinely new insights into the resilience and fragility of financial systems.
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Der wirtschaftliche Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz im Spiegel der Zahlen
Gunther Markwardt, Marius Nagel, Mirko Titze, Stefan Zundel
Begleitforschung Strukturwandel (BeForSt), Policy Brief V. BTU Cottbus/IWH,
2025
Abstract
Die aktualisierte Bilanz der geschaffenen Arbeitsplätze zeigt, dass bislang – flankiert durch Strukturwandelmaßnahmen – mehr Arbeitsplätze neu geschaffen als abgebaut wurden. Sofern keine äußeren Einflüsse wie weltweite Wirtschaftskrisen oder Kriege alle Prognosen durchkreuzen, hat die brandenburgische Lausitz eine gute wirtschaftliche Perspektive. Teile der brandenburgischen Lausitz haben darüber hinaus die Chance auf eine aufholende wirtschaftliche Entwicklung, die den gesamtdeutschen Durchschnitt übersteigt.
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Cross-border Transmission of Climate Policies Through Global Production Networks
Marius Fourné
IWH Discussion Papers,
No. 19,
2025
Abstract
Climate policies do not operate in isolation but propagate through global production networks, affecting industries beyond national borders. This paper combines international input-output data with a granular instrumental variable approach to capture how foreign regulations transmit through upstream and downstream linkages. Distinguishing between market-based policies, non-market regulations, and technology support, the analysis shows that foreign climate policies can enhance domestic productivity, with effects shaped by industry characteristics and operating through technological adjustment along supply chains. The results underscore the importance of accounting for international spillovers when evaluating the economic impact of environmental regulation.
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Begleitende Evaluierung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und des STARK-Bundesprogramms ‒ Zwischenbericht 2025
Matthias Brachert, Jochen Dehio, Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Florian Kirsch, Clara Krause, Silvia Mühlbauer, Uwe Neumann, Michael Rothgang, Torsten Schmidt, Christoph Schult, Anna Solms, Mirko Titze
IWH Studies,
No. 3,
2025
Abstract
Das Klimaschutzgesetz (KSG) sieht eine Reduktion der deutschen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 65% gegenüber den Emissionen im Jahr 1990 vor. Der Ausstieg aus der thermischen Verwertung der Kohle (vor allem der Braunkohle) leistet einen substanziellen Beitrag zum Erreichen dieser Ziele. Der Kohleausstieg stellt die Braunkohlereviere (und die Standorte der Steinkohlekraftwerke) jedoch vor strukturpolitische Herausforderungen. Um den Strukturwandel in diesen Regionen aktiv zu gestalten, hat der Bundestag im August 2020 mit Zustimmung des Bundesrats das Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (StStG) beschlossen. Über dieses Gesetz stellt der Bund bis zum Jahr 2038 Finanzhilfen in Höhe von 41,09 Mrd. Euro zur Verfügung. Im Fokus der Politikmaßnahmen stehen verschiedene Ziele, vor allem gesamtwirtschaftliche (Wertschöpfung, Wachstum, Steueraufkommen), wettbewerbliche (Produktivität), arbeitsmarktpolitische (Beschäftigung, Beschäftigungsstrukturen), verteilungspolitische (regionale Disparitäten) sowie klimapolitische (Treibhausgasreduzierung, Nachhaltigkeit).
Die im StStG vorgesehenen strukturpolitischen Interventionen umfassen ein breites Maßnahmenbündel. Das Gesetz fordert eine begleitende wissenschaftliche Evaluierung des Gesetzes. Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich um das dritte Dokument in diesem Evaluierungszyklus. Der erste Bericht (Brachert u.a., 2023) präsentierte ein erstes Lagebild nach dem Start der im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und des STARK-Bundesprogramms geplanten Maßnahmen. Der zweite Bericht (Brachert u.a., 2025) enthielt eine Aktualisierung und erweiterte Aussagen zu den möglichen Effekten der Maßnahmen aus dem InvKG. An diesem Punkt setzt der vorliegende Zwischenbericht 2025 an. Es gehen immer mehr Maßnahmen in die Umsetzung, wodurch der Strukturwandel an Fahrt aufnimmt. Jedoch bleibt auch für diesen Bericht zu berücksichtigen, dass viele der geplanten Maßnahmen noch nicht oder gerade erst begonnen haben, was bei einer fast zwanzigjährigen Laufzeit des Programms naheliegend ist. Die in diesem Bericht vorgelegten empirischen Analysen basieren auf dem Datenstand vom 31.12.2024, also rund viereinhalb Jahre nachdem das InvKG in Kraft getreten ist.
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Kohleausstiegsförderung: Zuwächse beim Mittelabfluss, aber Wirkungen erst langfristig zu erwarten
Oliver Holtemöller, Torsten Schmidt, Mirko Titze
IWH Policy Notes,
No. 4,
2025
Abstract
Zwischenbericht 2025 zur begleitenden Evaluierung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und des STARK-Bundesprogramms
Am 5. November 2025 wurde der Zwischenbericht 2025 zur begleitenden Evaluierung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und des STARK‑Bundesprogramms von den Wirtschaftsforschungsinstituten IWH und RWI veröffentlicht. Die Evaluierung, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführt wird, analysiert die Fortschritte der Programme, identifiziert die Wirkungen der Förderung und gibt konkrete Handlungsempfehlungen, wie die Maßnahmen optimiert werden können, um die Transformation der vom Kohleausstieg betroffenen Regionen in Deutschland erfolgreich zu gestalten.
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Climate (In)action? The Relationship between CEO Early-Life Experiences and Corporate Climate Policies
Timo Busch, Wiebke Szymczak, Simone A. Wagner
Ecological Economics,
Vol. 237 (November),
2025
Abstract
While the drastic physical impacts of climate change and related natural hazards are increasingly apparent, little is known about the long-term behavioral consequences of climate change-related experiences. Psychological evidence suggests that climate change (CC)-related experiences induce people to make more climate-friendly choices. Building on Upper Echelons Theory and relevant psychological literature, we investigate whether early-life natural hazard experiences of Chief Executive Officers (CEOs) are associated with more climate-friendly policies during their tenure. Our sample covers decisions taken between 1991 and 2018 by 447 US-born CEOs. While we observe an effect of hazard experiences on climate policies, we do not observe the same effect when focusing only on CC-related experiences. This result is robust across different measures of corporate climate performance.
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Within-Country Inequality and the Shaping of a Just Global Climate Policy
Marie Young-Brun, Francis Dennig, Frank Errickson, Simon Feindt, Aurélie Méjean, Stéphane Zuber
Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS),
Vol. 122 (39),
2025
Abstract
Climate policy design must balance emissions mitigation with concerns for fairness, particularly as climate change disproportionately affects the poorest households within and across countries. Integrated Assessment Models used for global climate policy evaluation have so far typically not considered inequality effects within countries. To fill this gap, we develop a global Integrated Assessment Model representing national economies and subnational income, mitigation cost, and climate damage distribution and assess a range of climate policy schemes with varying levels of effort sharing across countries and households. The schemes are consistent with limiting temperature increases to 2 °C and account for the possibility to use carbon tax revenues to address distributional effects within and between countries. We find that carbon taxation with redistribution improves global welfare and reduces inequality, with the most substantial gains achieved under uniform taxation paired with global per capita transfers. A Loss and Damage mechanism offers significant welfare improvements in vulnerable countries while requiring only a modest share of global carbon revenues in the medium term. The poorest households within all countries may benefit from the transfer scheme, in particular when some redistribution is made at the country level. Our findings underscore the potential for climate policy to advance both environmental and social goals, provided revenue recycling mechanisms are effectively implemented. In particular, they demonstrate the feasibility of a welfare improving global climate policy involving limited international redistribution.
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Carbon Transition Risk and Corporate Loan Securitization
Isabella Müller, Huyen Nguyen, Trang Nguyen
Journal of Financial Intermediation,
Vol. 63 (July),
2025
Abstract
We examine how banks manage carbon transition risk by selling loans given to polluting borrowers to less regulated shadow banks in securitization markets. Exploiting the election of Donald Trump as an exogenous shock that reduces carbon transition risk, we find that banks engage in regulatory arbitrage and use brown loan securitization to manage their exposure to carbon transition risk. Banks are more likely to securitize brown loans when carbon transition risk is high but keep these loans on their balance sheets when the risk is reduced. In addition, securitization enables banks to offer lower interest rates to polluting borrowers but does not affect the supply of green loans. Our findings are more pronounced among banks with low levels of capitalization, domestic banks, and banks that do not display green lending preferences. We discuss how securitization can weaken the effectiveness of bank climate policies.
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