01.02.2021 • 4/2021
During Corona, households are saving more – not for fear of unemployment but for lack of spending opportunities
During the Corona crisis, European households increased their savings dramatically. According to an analysis carried out by the Halle Institute for Economic Research (IWH), the increase in savings is largely due to the inability of households to consume in the face of government lockdown measures, rather than other factors such as economic uncertainty. IWH President Reint Gropp therefore sees potential for a significant catch-up effect in consumption as soon as the lockdown is lifted.
Reint E. Gropp
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17.12.2020 • 27/2020
Much more bankruptcies expected than currently observed in Germany
In a recession, the number of bankruptcies usually increases with some delay. However, despite the corona crisis, the number of bankruptcies in Germany is lower than predicted based on the long-term trend. The state aid packages and the suspension of the insolvency rules have led to fewer bankruptcies than expected. The Halle Institute for Economic Research (IWH) has estimated how many bankruptcies would actually have been likely to occur by industry because of the corona recession if the typical economic pattern had been in place. The results indicate that after the end of the state aid and exception rules bankruptcies are likely to pick up.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Neue Pandemiewelle verzögert konjunkturelle Erholung in Deutschland
Konjunktur aktuell,
No. 4,
2020
Abstract
Während die Weltwirtschaft zweigeteilt ist – die Wirtschaft in Ostasien und in den großen Schwellenländern hat sich zügig erholt, für Nordamerika und Europa ist mit einem schwachen Winterhalbjahr zu rechnen –, lässt der Shutdown die Produktion in Deutschland zum Jahresende zurückgehen. Nach Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen, dank Impfkampagnen und milder Witterung dürfte die Erholung ab dem Frühjahr langsam wieder in Gang kommen. Im Jahr 2021 wird das BIP um 4,4% zunehmen, nach einem Rückgang um 5% im Jahr 2020. In Ostdeutschland fällt sowohl der Rückgang als auch der Wiederanstieg deutlich geringer aus.
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Protest! Die Rolle kultureller Prägung im Volkswagenskandal
Felix Noth, Lena Tonzer
Wirtschaft im Wandel,
No. 3,
2020
Abstract
Die Aufdeckung manipulierter Abgaswerte bei Dieselautos des Herstellers Volkswagen (VW) durch die amerikanischen Behörden im Jahr 2015 brachte einen der größten Unternehmensskandale Deutschlands zutage. Dieser Skandal blieb nicht ohne Konsequenzen. Martin Winterkorn trat von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender und Michael Horn als Chef von Volkswagen in den USA zurück. Viele VW-Kunden klagten gegen den Konzern, und in deutschen Großstädten wurde über Dieselfahrverbote diskutiert. Doch gab es auch eine Reaktion auf Konsumentenseite, also seitens der Autokäufer? Und wenn ja, spielen hier gesellschaftskulturelle Unterschiede wie zum Beispiel religiöse Prägung eine Rolle? Diesen Fragen geht ein im letzten Jahr erschienenes Arbeitspapier des IWH nach. Die empirische Analyse beschäftigt sich mit der Frage, ob Konsumenten nach dem VW-Skandal ihr Kaufverhalten stärker anpassen, wenn das gesellschaftliche Umfeld protestantisch geprägt ist. In der wissenschaftlichen Literatur zeigt sich, dass Protestanten mehr Wert auf eine Überwachung und Durchsetzung von Regeln legen, weshalb die Autoren von dieser Religionsgruppe eine ausgeprägtere Reaktion auf den VW-Skandal erwarten. Das Hauptergebnis der Studie legt dann genau diesen Schluss nahe: In den deutschen Regionen, in denen die Mehrheit der Bevölkerung dem protestantischen Glauben angehört, kam es zu signifikant höheren Rückgängen bei VW-Neuzulassungen infolge des VW-Skandals. Der Effekt ist umso stärker, je länger die Region durch protestantische Werte geprägt ist. Offenbar können bestimmte gesellschaftskulturelle Ausprägungen wie Religion und deren Normen ein Korrektiv für Verfehlungen von Unternehmen darstellen und somit verzögerte oder ausbleibende Maßnahmen von Politikern und Regulierern zum Teil ersetzen.
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The Impact of Social Capital on Economic Attitudes and Outcomes
Iftekhar Hasan, Qing He, Haitian Lu
Journal of International Money and Finance,
Vol. 108 (November),
2020
Abstract
This article traces the extant literature on the impact of social capital on economic attitudes and outcomes. Special attention is paid to clarify conceptual ambiguities, measurement techniques, channels of influence, and identification strategies. Insights derived from the literature are then used to analyze the marketplace lending industry in China, where the size of the peer-to-peer (P2P) lending market is larger than that of the rest of the world combined. Ironically, approximately two-thirds of these online P2P lending platforms have failed. Empirical evidence from the monthly operating data of 735 lending platforms and transaction level data from one prominent platform (Renrendai) shows that platforms in provinces with high social capital have low risk of failure, and borrowers in provinces with high social capital can borrow at low interest rate and are less likely to default. We also provide observations to guide future economic research on social capital.
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14.10.2020 • 22/2020
Economic slump in East Germany not as severe as in Germany as a whole ‒ Implications of the Joint Economic Forecast and new data for East Germany
The German economy started recovering quickly after the drastic pandemic-related slump in spring 2020. The recovery, however, loses much of its momentum in the second half of the year. The Joint Economic Forecast predicts that production levels seen before the crisis will not be reached again until the second half of 2021. In principle, the East German economy is following this pattern, although the economic slump is likely to be somewhat milder.
Oliver Holtemöller
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Energy Markets and Global Economic Conditions
Christiane Baumeister, Dimitris Korobilis, Thomas K. Lee
Abstract
This paper evaluates alternative indicators of global economic activity and other market fundamentals in terms of their usefulness for forecasting real oil prices and global petroleum consumption. We find that world industrial production is one of the most useful indicators that has been proposed in the literature. However, by combining measures from a number of different sources we can do even better. Our analysis results in a new index of global economic conditions and new measures for assessing future tightness of energy demand and expected oil price pressures.
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Zwischenbetriebliche Lohnunterschiede, Mitbestimmung und Tarifverträge
Steffen Müller
Wirtschaft im Wandel,
No. 2,
2020
Abstract
Niedriglohnsektor und steigende Lohnungleichheit sind seit langem dominierende Themen am Arbeitsmarkt. Dieser Artikel legt nahe, dass die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer von der Existenz von Betriebsräten und Tarifverträgen abhängt und dass sich vor allem betriebliche Mitbestimmung positiv auf Löhne auswirkt. Während Mitbestimmung die zwischenbetriebliche Lohnungleichheit erhöht, wird sie durch Tarifverträge reduziert.
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Die funktionale Spezialisierung Deutschlands — Eine Ost-West-Perspektive auf das Verarbeitende Gewerbe
Matthias Brachert, Eva Dettmann, Alexander Kubis, Mirko Titze
Contribution to IWH Volume,
Festschrift für Gerhard Heimpold, IWH
2020
Abstract
Was treibt regionale Entwicklung? Warum wachsen einige Regionen schneller als andere? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt regionalökonomischer Forschung. Einen besonderen Anwendungsfall stellen die ökonomischen Anpassungsprozesse im Gefolge der Wiederherstellung der Deutschen Einheit dar. Nach einem fulminanten Start in der ersten Hälfte der 1990er Jahre hat sich der Aufholprozess seit Mitte der 1990er Jahre verlangsamt und kommt seitdem nur noch in sehr kleinen Schritten voran. Im Jahr 2017 betrug die Produktivität Ostdeutschlands (mit Berlin) 82% des westdeutschen Niveaus. Über die Ursachen dieses Rückstands gibt es intensive Diskussionen.
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Wissens- und Technologietransfer und wissensbasierte Wirtschaftsentwicklung — ein Weg zur Förderung des wirtschaftlichen Aufholprozesses in Ostdeutschland?
Franz Barjak
Contribution to IWH Volume,
Festschrift für Gerhard Heimpold, IWH
2020
Abstract
Der wirtschaftliche Transformations- und Aufholprozess in Ostdeutschland seit 1990 hat sich gemäß verschiedenen Analysen und Publikationen nicht zuletzt des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle in einer deutlichen Steigerung der Arbeitsproduktivität niedergeschlagen: Während in Ostdeutschland 1991 nur rund 45% des Bruttoinlandsprodukts Westdeutschlands pro Erwerbstätigen erwirtschaftet wurden, so stieg dieser Wert bis 2018 auf 83%. Die Erklärungen für diese noch immer bestehende ostdeutsche „Produktivitätslücke“ sind multifaktoriell und werden etwa in fehlenden Headquarterfunktionen, der Betriebsstruktur mit wenigen Großbetrieben, der auf Arbeitsplätze fokussierten Investitionsförderung, siedlungsstrukturellen Unterschieden, einem zunehmenden Fachkräftemangel und nicht zuletzt niedrigeren Preisen für in Ostdeutschland produzierte Güter und Dienstleistungen gesucht. Folglich braucht es auch in vielen Wirtschafts- und Lebensbereichen und auf allen Ebenen Strategien und Maßnahmen. Während eine Angleichung der Unternehmensstrukturen hinsichtlich Branchen, Größenstrukturen oder Funktionen, wie etwa der Durchführung von Forschung und Entwicklung (FuE) in Ostdeutschland, sowohl mittels Unternehmensverlagerungen als auch Neugründungen von Unternehmen als Maßnahmen mit langfristiger Wirkung betrachtet werden, wurde und wird große Hoffnung in den öffentlichen Bildungs- und Forschungssektor und seinen Beitrag zu einer wissens- und technologiegestützten Entwicklung gesetzt.
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