8th CompNet Annual Conference
From Micro to Macro: Market Power, Firms’ Heterogeneity and Investment 8th Annual Conference of CompNet, jointly organized with IMF, EIB, ENRI and IWH, March 18-19 2019, European…
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Rent-Sharing und Energiekosten: In welchem Umfang geben Industrieunternehmen Gewinne und Verluste an ihre Beschäftigten weiter?
Matthias Mertens, Steffen Müller, Georg Neuschäffer
Wirtschaft im Wandel,
No. 2,
2024
Abstract
Diese Studie untersucht, wie die betrieblichen Erträge zwischen deutschen Industrieunternehmen und ihren Beschäftigten aufgeteilt werden. Dafür werden Energiepreisänderungen auf Unternehmensebene und die daraus resultierenden Veränderungen im Unternehmensertrag betrachtet. Wir finden heraus, dass höhere Energiepreise die Löhne drücken und dass ein Rückgang bei den Erträgen um 10% zu einem Rückgang der Löhne um 2% führt. Dieser Zusammenhang ist asymmetrisch, was bedeutet, dass die Löhne nicht von Senkungen der Energiepreise profitieren, aber durch Energiepreiserhöhungen sinken. Kleine Unternehmen geben Schwankungen im Ertrag stärker an die Beschäftigten weiter als Großunternehmen.
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Fallende Lohnquoten: Die Rolle von Technologie und Marktmacht
Matthias Mertens
Wirtschaft im Wandel,
No. 2,
2022
Abstract
Die Lohnquote, definiert als die Summe der Arbeitnehmerentgelte geteilt durch die Gesamtproduktion einer Volkswirtschaft, ist in den letzten 40 Jahren in vielen Ländern gefallen. Das Fallen der Lohnquote besitzt potenziell weitreichende Implikationen für das Ausmaß an Ungleichheit und für den Wohlstand von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Daneben kann eine fallende Lohnquote auch ein Anzeichen für einen Anstieg der Firmenmarktmacht sein. Anhand von Mikrodaten zum deutschen Verarbeitenden Gewerbe untersucht dieser Artikel, welche Rolle technologischer Wandel und steigende Firmenmarktmacht als Ursachen für das Fallen der Lohnquote spielen. Es zeigt sich, dass technologischer Wandel und ein Anstieg der Firmenmarktmacht, insbesondere auf Arbeitsmärkten, jeweils die Hälfte der fallenden Lohnquote im deutschen Verarbeitenden Gewerbe erklären. Daher können politische Maßnahmen, die Firmenmarktmacht reduzieren, nicht nur eine effizienzsteigernde Wirkung entfalten, sondern, als ein Nebeneffekt, auch den Anteil der Löhne an der Gesamtproduktion erhöhen.
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Cryptocurrency Volatility Markets
Fabian Woebbeking
Digital Finance,
Vol. 3 (3),
2021
Abstract
By computing a volatility index (CVX) from cryptocurrency option prices, we analyze this market’s expectation of future volatility. Our method addresses the challenging liquidity environment of this young asset class and allows us to extract stable market implied volatilities. Two alternative methods are considered to compute volatilities from granular intra-day cryptocurrency options data, which spans over the COVID-19 pandemic period. CVX data therefore capture ‘normal’ market dynamics as well as distress and recovery periods. The methods yield two cointegrated index series, where the corresponding error correction model can be used as an indicator for market implied tail-risk. Comparing our CVX to existing volatility benchmarks for traditional asset classes, such as VIX (equity) or GVX (gold), confirms that cryptocurrency volatility dynamics are often disconnected from traditional markets, yet, share common shocks.
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Firm Level Drivers of Productivity Growth
Richard Bräuer
PhD Thesis, Vrije Universiteit Amsterdam,
2021
Abstract
My dissertation consists of three studies, all viewing aggregate productivity as driven by the individual decisions of firms and the inventors that work for them. I use microeconometric analysis to study why firms innovate and economic theory to link these decisions to macroeconomic outcomes. The first paper in this dissertation studies how German manufacturing firms adjust their productivity in response to an increase in competition from foreign markets. German firms only increase their productivity if their new competitors come from other industrialized economies. This productivity increase is not driven by innovation. Instead, firms cut input expenses and prices while maintaining their output. The second paper traces the matching decisions of firms and inventors on the labor markets of developed economies. It adapts empirical techniques used in labor economics to this special segment of the labor market and shows that assortative matching has been increasing from 1974 to 2012: High quality inventors go to high quality firms more often than was the case in previous decades. This cannot be explained by changes in the patent invention function: The productivity of a match between a firm and an inventor of constant quality remains roughly unchanged. The third paper develops an endogenous growth model with inventor labor markets and two types of innovation: disruptive inventions that change the underlying technology of firms’ products and incremental improvements over existing products. Firms acquire expertise in certain technologies by hiring the inventors who are experts in these fields. This gives them a strong incentive to prevent disruptive inventions: If the underlying technology changes, their investment in these inventors becomes worthless. Large firms inhibit aggregate growth by poaching inventors from firms engaged in disruptive innovation.
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Economic Mobility Likely to Increase Significantly after Relaxation – but also Number of COVID-19 Cases
Oliver Holtemöller, Malte Rieth
IWH Policy Notes,
No. 3,
2021
Abstract
In Deutschland wurden Anfang März in einigen Bereichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert; so wurde die Anzahl der Personen aus verschiedenen Haushalten, die sich treffen dürfen, vielerorts erhöht und Einzelhandelsgeschäfte können vermehrt wieder Kunden empfangen. Auf diese Weise kommt es zu einem gewollten Wiederanstieg der wirtschaftlichen Mobilität und der persönlichen Kontakte zwischen Menschen. Die Kontakthäufigkeit ist allerdings auch ein wesentlicher Einflussfaktor für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus, zumal die Lockerungen bislang nicht mit einer systematischen Teststrategie einhergehen; und auch der Impffortschritt bleibt hinter den Erwartungen zurück. Schätzungen auf Basis eines Modells für den Zusammenhang zwischen Eindämmungsmaßnahmen (Oxford COVID-19 Government Response Tracker, Stringency Index), wirtschaftlicher Mobilität (Google Mobility Data), Corona-Neuinfektionen und Todesfällen mit Daten aus 44 Ländern deuten darauf hin, dass die jüngsten Lockerungen die wirtschaftliche Mobilität um mehr als zehn Prozentpunkte ansteigen lassen und die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle in Deutschland um 25% erhöhen. Da sowohl ein fortgesetzter Lockdown als auch Lockerungen erhebliche negative Konsequenzen mit sich bringen, ist es umso wichtiger, durch eine bessere Test- und Quarantänestrategie und durch eine höhere Geschwindigkeit beim Impfen weitere Lockerungen zu ermöglichen, ohne damit die Gesundheit der Menschen zu gefährden.
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25.01.2021 • 2/2021
High public deficits not only due to the pandemic – Medium-term options for fiscal policy
According to the IWH’s medium-term projection, Germany's gross domestic product will grow more slowly between 2020 and 2025 than before, not only because of the pandemic crisis, but also because the work force will decline. The resulting structural public deficits are, if the legal framework remains unchanged, likely to be higher than the debt brake allows. Consolidation measures, especially if they relate to government revenues, entail economic losses in the short term. “There is much to be said, also from a theoretical point of view, for not abolishing the debt brake, but for relaxing it to some extent,” says Oliver Holtemöller, head of the Department of Macroeconomics and vice president at Halle Institute for Economic Research (IWH).
Oliver Holtemöller
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Protest! Die Rolle kultureller Prägung im Volkswagenskandal
Felix Noth, Lena Tonzer
Wirtschaft im Wandel,
No. 3,
2020
Abstract
Die Aufdeckung manipulierter Abgaswerte bei Dieselautos des Herstellers Volkswagen (VW) durch die amerikanischen Behörden im Jahr 2015 brachte einen der größten Unternehmensskandale Deutschlands zutage. Dieser Skandal blieb nicht ohne Konsequenzen. Martin Winterkorn trat von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender und Michael Horn als Chef von Volkswagen in den USA zurück. Viele VW-Kunden klagten gegen den Konzern, und in deutschen Großstädten wurde über Dieselfahrverbote diskutiert. Doch gab es auch eine Reaktion auf Konsumentenseite, also seitens der Autokäufer? Und wenn ja, spielen hier gesellschaftskulturelle Unterschiede wie zum Beispiel religiöse Prägung eine Rolle? Diesen Fragen geht ein im letzten Jahr erschienenes Arbeitspapier des IWH nach. Die empirische Analyse beschäftigt sich mit der Frage, ob Konsumenten nach dem VW-Skandal ihr Kaufverhalten stärker anpassen, wenn das gesellschaftliche Umfeld protestantisch geprägt ist. In der wissenschaftlichen Literatur zeigt sich, dass Protestanten mehr Wert auf eine Überwachung und Durchsetzung von Regeln legen, weshalb die Autoren von dieser Religionsgruppe eine ausgeprägtere Reaktion auf den VW-Skandal erwarten. Das Hauptergebnis der Studie legt dann genau diesen Schluss nahe: In den deutschen Regionen, in denen die Mehrheit der Bevölkerung dem protestantischen Glauben angehört, kam es zu signifikant höheren Rückgängen bei VW-Neuzulassungen infolge des VW-Skandals. Der Effekt ist umso stärker, je länger die Region durch protestantische Werte geprägt ist. Offenbar können bestimmte gesellschaftskulturelle Ausprägungen wie Religion und deren Normen ein Korrektiv für Verfehlungen von Unternehmen darstellen und somit verzögerte oder ausbleibende Maßnahmen von Politikern und Regulierern zum Teil ersetzen.
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Foreign Ownership, Bank Information Environments, and the International Mobility of Corporate Governance
Yiwei Fang, Iftekhar Hasan, Woon Sau Leung, Qingwei Wang
Journal of International Business Studies,
Vol. 50 (9),
2019
Abstract
This paper investigates how foreign ownership shapes bank information environments. Using a sample of listed banks from 60 countries over 1997–2012, we show that foreign ownership is significantly associated with greater (lower) informativeness (synchronicity) in bank stock prices. We also find that stock returns of foreign-owned banks reflect more information about future earnings. In addition, the positive association between price informativeness and foreign ownership is stronger for foreign-owned banks in countries with stronger governance, stronger banking supervision, and lower monitoring costs. Overall, our evidence suggests that foreign ownership reduces bank opacity by exporting governance, yielding important implications for regulators and governments.
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Total Factor Productivity and the Terms of Trade
Jan Teresinski
IWH-CompNet Discussion Papers,
No. 6,
2019
Abstract
In this paper we analyse how the terms of trade (TOT) – the ratio of export prices to import prices – affect total factor productivity (TFP). We provide empirical macroeconomic evidence for the European Union countries based on the times series SVAR analysis and microeconomic evidence based on industry level data from the Competitiveness Research Network (CompNet) database which shows that the terms of trade improvements are associated with a slowdown in the total factor productivity growth. Next, we build a theoretical model which combines open economy framework with the endogenous growth theory. In the model the terms of trade improvements increase demand for labour employed in exportable goods production at the expense of technology production (research and development – R&D) which leads to a shift of resources from knowledge development towards physical exportable goods. This reallocation has a negative impact on the TFP growth. Under a plausible calibration the model is able to replicate the observed empirical pattern.
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