25.01.2021 • 2/2021
High public deficits not only due to the pandemic – Medium-term options for fiscal policy
According to the IWH’s medium-term projection, Germany's gross domestic product will grow more slowly between 2020 and 2025 than before, not only because of the pandemic crisis, but also because the work force will decline. The resulting structural public deficits are, if the legal framework remains unchanged, likely to be higher than the debt brake allows. Consolidation measures, especially if they relate to government revenues, entail economic losses in the short term. “There is much to be said, also from a theoretical point of view, for not abolishing the debt brake, but for relaxing it to some extent,” says Oliver Holtemöller, head of the Department of Macroeconomics and vice president at Halle Institute for Economic Research (IWH).
Oliver Holtemöller
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16.12.2020 • 26/2020
New wave of infections delays economic recovery in Germany
The lockdown is causing production in Germany to decline at the end of the year. When restrictions will be relaxed again, the recovery is likely to pick up pace only slowly, partly because the temporary reduction in value-added taxes is expiring. In spring, milder temperatures and an increasing portion of the population being vaccinated are likely to support the German economy to expand more strongly. The Halle Institute for Economic Research (IWH) forecasts that gross domestic product will increase by 4.4% in 2021, following a 5% decline in 2020. In East Germany, both the decline and the recovery will be significantly less pronounced.
Oliver Holtemöller
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High public deficit not only because of Corona - Medium-term options for action for the state
Andrej Drygalla, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Matthias Wieschemeyer, Götz Zeddies, Katja Heinisch
Konjunktur aktuell,
No. 4,
2020
Abstract
Nach der Mittelfristprojektion des IWH wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den Jahren bis 2025 preisbereinigt um durchschnittlich ½% wachsen, und damit einen Prozentpunkt langsamer als im Zeitraum von 2013 bis 2019. Dies ist nicht nur auf den starken Einbruch im Jahr 2020 zurückzuführen, sondern auch darauf, dass die Erwerbsbevölkerung spürbar zurückgehen wird. Die Staatseinnahmen expandieren deutlich langsamer als in den vergangenen Jahren. Auch nach Überwindung der Pandemiekrise dürfte der Staatshaushalt im Fall unveränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen ein strukturelles Defizit von etwa 2% relativ zum Bruttoinlandsprodukt aufweisen, und die Schuldenbremse würde weiter verletzt. Konsolidierungsmaßnahmen zur Rückführung dieser Defizitquote auf ½% würden die Produktion in Deutschland unter die Normalauslastung drücken. Mit Hilfe des finanzpolitischen Simulationsmodells des IWH kann gezeigt werden, dass dabei eine ausgabenseitige Konsolidierung die Produktion weniger belastet als eine einnahmenseitige. Es spricht, auch aus theoretischer Sicht, viel dafür, die Schuldenbremse zwar nicht abzuschaffen, aber ein Stück weit zu lockern.
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Konjunktur aktuell: Neue Pandemiewelle verzögert konjunkturelle Erholung in Deutschland
Konjunktur aktuell,
No. 4,
2020
Abstract
Während die Weltwirtschaft zweigeteilt ist – die Wirtschaft in Ostasien und in den großen Schwellenländern hat sich zügig erholt, für Nordamerika und Europa ist mit einem schwachen Winterhalbjahr zu rechnen –, lässt der Shutdown die Produktion in Deutschland zum Jahresende zurückgehen. Nach Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen, dank Impfkampagnen und milder Witterung dürfte die Erholung ab dem Frühjahr langsam wieder in Gang kommen. Im Jahr 2021 wird das BIP um 4,4% zunehmen, nach einem Rückgang um 5% im Jahr 2020. In Ostdeutschland fällt sowohl der Rückgang als auch der Wiederanstieg deutlich geringer aus.
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Why Life Insurers are Key to Economic Dynamism in Germany
Reint E. Gropp, William McShane
IWH Online,
No. 6,
2020
Abstract
Young entrepreneurial firms are of critical importance for innovation. But to bring their new ideas to the market, these startups depend on investors who understand and are willing to accept the risk associated with a new firm. Perhaps the key reason as to why the US has succeeded in producing nearly all the most successful new firms of the 21st century is the economy’s ability to supply vast sums of capital to promising startups. The volume of venture capital (VC) invested in the US is more than 60 times that of Germany. In this policy note, we argue that differences in the regulatory and structural context of institutional investors, in particular life insurance companies, is a central driver of the relative lack of VC - and thereby successful startups - in Germany.
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Protest! Die Rolle kultureller Prägung im Volkswagenskandal
Felix Noth, Lena Tonzer
Wirtschaft im Wandel,
No. 3,
2020
Abstract
Die Aufdeckung manipulierter Abgaswerte bei Dieselautos des Herstellers Volkswagen (VW) durch die amerikanischen Behörden im Jahr 2015 brachte einen der größten Unternehmensskandale Deutschlands zutage. Dieser Skandal blieb nicht ohne Konsequenzen. Martin Winterkorn trat von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender und Michael Horn als Chef von Volkswagen in den USA zurück. Viele VW-Kunden klagten gegen den Konzern, und in deutschen Großstädten wurde über Dieselfahrverbote diskutiert. Doch gab es auch eine Reaktion auf Konsumentenseite, also seitens der Autokäufer? Und wenn ja, spielen hier gesellschaftskulturelle Unterschiede wie zum Beispiel religiöse Prägung eine Rolle? Diesen Fragen geht ein im letzten Jahr erschienenes Arbeitspapier des IWH nach. Die empirische Analyse beschäftigt sich mit der Frage, ob Konsumenten nach dem VW-Skandal ihr Kaufverhalten stärker anpassen, wenn das gesellschaftliche Umfeld protestantisch geprägt ist. In der wissenschaftlichen Literatur zeigt sich, dass Protestanten mehr Wert auf eine Überwachung und Durchsetzung von Regeln legen, weshalb die Autoren von dieser Religionsgruppe eine ausgeprägtere Reaktion auf den VW-Skandal erwarten. Das Hauptergebnis der Studie legt dann genau diesen Schluss nahe: In den deutschen Regionen, in denen die Mehrheit der Bevölkerung dem protestantischen Glauben angehört, kam es zu signifikant höheren Rückgängen bei VW-Neuzulassungen infolge des VW-Skandals. Der Effekt ist umso stärker, je länger die Region durch protestantische Werte geprägt ist. Offenbar können bestimmte gesellschaftskulturelle Ausprägungen wie Religion und deren Normen ein Korrektiv für Verfehlungen von Unternehmen darstellen und somit verzögerte oder ausbleibende Maßnahmen von Politikern und Regulierern zum Teil ersetzen.
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14.10.2020 • 21/2020
Recovery Loses Momentum ‒ Economy and Politics Still Shaped by the Pandemic
The corona pandemic leaves substantial marks in the German economy and its impact is more persistent than assumed in spring. In their autumn report, the leading German economic research institutes have revised their economic outlook downwards by roughly one percentage point for both this and next year. They now expect gross domestic product to fall by 5.4% in 2020 (previously -4.2%) and to grow by 4.7% (5.8%) in 2021 and 2.7% in 2022.
Oliver Holtemöller
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Energy Markets and Global Economic Conditions
Christiane Baumeister, Dimitris Korobilis, Thomas K. Lee
Abstract
This paper evaluates alternative indicators of global economic activity and other market fundamentals in terms of their usefulness for forecasting real oil prices and global petroleum consumption. We find that world industrial production is one of the most useful indicators that has been proposed in the literature. However, by combining measures from a number of different sources we can do even better. Our analysis results in a new index of global economic conditions and new measures for assessing future tightness of energy demand and expected oil price pressures.
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ekordschulden gegen Corona-Folgen sind finanzierbar – schuldenfinanzierte Konsumstimulierung aber nicht zielführend
Oliver Holtemöller
ifo Schnelldienst,
Vol. 73 (8),
2020
Abstract
Auf große Wirtschaftskrisen reagiert die Finanzpolitik häufig mit einer massiven Ausweitung der öffentlichen Verschuldung, so auch in der gegenwärtigen Coronakrise. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass die deutsche Schuldenbremse die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen auch dann gewährleistet, wenn im Abstand von zehn Jahren Krisen auftreten, in denen die Neuverschuldungsgrenze außer Kraft gesetzt wird. Die Tragfähigkeit zusätzlicher Staatsschulden begründet jedoch nicht deren Sinnhaftigkeit. Diskretionäre Finanzpolitik zur Stimulierung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage leistet insgesamt einen eher kleinen Anteil zur Stabilisierung der realwirtschaftlichen Entwicklung. Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie, für den Ausgleich tatsächlicher sozialer und wirtschaftlicher Schäden und für die Aufrechterhaltung des Bildungsbetriebs unter den Bedingungen einer Epidemie könnten einen wichtigeren Beitrag zur Krisenbekämpfung leisten als kurzfristige Nachfragestimulierung.
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Cultural Resilience and Economic Recovery: Evidence from Hurricane Katrina
Iftekhar Hasan, Stefano Manfredonia, Felix Noth
Abstract
This paper investigates the critical role of culture for economic recovery after natural disasters. Using Hurricane Katrina as our laboratory, we find a significant adverse treatment effect for plant-level productivity. However, local religious adherence and larger shares of ancestors with disaster experiences mutually mitigate this detrimental effect from the disaster. Religious adherence further dampens anxiety after Hurricane Katrina, which potentially spur economic recovery. We also detect this effect on the aggregate county level. More religious counties recover faster in terms of population, new establishments, and GDP.
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