6th IWH/INFER-Workshop on Applied Economics and Economic Policy: “(Ending) Unconventional Monetary Policy
Birgit Schultz, Gregor von Schweinitz
Wirtschaft im Wandel,
No. 6,
2016
Abstract
Am 29. und 30. September 2016 fand am IWH in Zusammenarbeit mit dem International Network for Economic Research (INFER) der 6. Workshop in der Reihe „Applied Economics and Economic Policy“ statt. Im Rahmen des Workshops stellten Wissenschaftler europäischer Universitäten und internationaler Organisationen ihre neuesten Forschungsergebnisse zu aktuellen ökonomischen Fragen und Problemen vor und diskutierten diese intensiv. Insbesondere gab es einen regen Austausch über das Spezialthema „(Ending) Unconventional Monetary Policy“. Hier ging es vor allem um die geldpolitischen Maßnahmen und Instrumente, die neben dem Zentralbankzins seit der Finanzkrise eingesetzt werden.
Read article
Im Fokus: Industrielle Kerne in Ostdeutschland und wie es dort heute aussieht – Das Beispiel SKET Magdeburg
Gerhard Heimpold
Wirtschaft im Wandel,
No. 6,
2016
Abstract
Die erste Privatisierung des Stammbetriebs des ehemaligen VEB Schwermaschinenbau-Kombinats „Ernst Thälmann“ (SKET) scheiterte nach zwei Jahren, und das Unternehmen ging 1996 in die Gesamtvollstreckung. Im Jahr 1998 wurden in einem zweiten Anlauf die fünf geschaffenen Auffanggesellschaften allesamt privatisiert, allerdings mit nur wenigen Beschäftigten. In einem Fall entstand eine völlig neue Produktion: die Herstellung von Komponenten für Windenergieanlagen. Der Aufschwung der erneuerbaren Energien hat den Magdeburger Schwermaschinenbauern in die Hände gespielt. Die Verfügbarkeit großer Industrieflächen war ebenfalls förderlich für diese Branche, ebenso die Kompetenzen in der Bearbeitung großer Maschinenteile. Auch andere Geschäftsfelder des früheren Schwermaschinenbau-Kombinats leben in Form mittelständischer Unternehmen fort: die Entwicklung und Herstellung von Maschinen zur Verarbeitung von Ölsaaten, Maschinen in den Bereichen Kabel- und Stahlseiltechnik, Walzwerksausrüstungen sowie EDV-Dienstleistungen.
Read article
14.12.2016 • 50/2016
The German Economy: Economic Activity Spurred by Private Consumption and Construction
German economic activity remains robust due to strong domestic demand. IWH forecasts gross domestic product (GDP) to increase by 1.3% in 2017. The growth rate is half a percentage point lower than in 2016 due to calendar effects and a negative contribution of external trade. Consumer price inflation also remains modest (1.3%). “Unemployment is expected to increase slightly due to a protracted integration of refugees into the labor market”, says Oliver Holtemöller, Head of the Department Macroeconomics and IWH vice president
Oliver Holtemöller
Read
German Economy on Track — Economic Policy Needs to Be Realigned
Roland Döhrn, Ferdinand Fichtner, Oliver Holtemöller, Stefan Kooths, Timo Wollmershäuser
Wirtschaftsdienst,
Vol. 96 (10),
2016
Abstract
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem moderaten Aufschwung. Die Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2016 prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt 2016 um 1,9%, 2017 um 1,4% und 2018 um 1,6% zulegen dürfte. Dabei gehen von der Weltkonjunktur nur geringe stimulierende Effekte aus, zudem dürften sich in den außerordentlich niedrigen Kapitalmarktzinsen nicht nur die derzeitige Geldpolitik, sondern auch niedrige Wachstumserwartungen widerspiegeln. All dies hemmt die Ausrüstungsinvestitionen. So ist es weiterhin in erster Linie der Konsum, der den Aufschwung trägt.
Read article
Essays on the Stability and Regulation of International Financial Markets
Manuel Buchholz
PhD Thesis, Universität Tübingen,
2016
Abstract
The global financial crisis of 2007-08 and its adverse effects on economic activity have put financial stability back on the agenda of both researchers and policymakers. The regulatory debate has since then revolved around the question which reforms are needed to effectively reduce the likelihood and costs of future systemic financial crises. By now, the debate has led to an update of regulatory frameworks on the national, European, and global level. This thesis contributes to the empirical research on the risks to financial stability and to the debate on the regulation of international financial markets. It builds on some of the key insights from the recent global financial crisis and the respective policy responses. Chapter 1 of the thesis analyzes the reasons behind the strong co-movements of credit risk in sovereign bond markets during the financial crisis and the subsequent euro area debt crisis. In addition, it investigates to what extent high co-movements might be the outcome of contagion and through which channels contagion occurs. Chapter 2 investigates how uncertainty in banking affects banks’ loan supply, and it analyzes if the lending behavior is heterogeneous across different types of banks. Turning to the analysis of actual policies, Chapter 3 studies the effect of liquidity provided by the Eurosystem on macroeconomic adjustment in European crisis countries. Finally, Chapter 4 of the thesis assesses the effectiveness of a macroprudential policy instrument, caps on banks’ leverage, in stabilizing credit growth during financial downturns.
Read article
Im Fokus: Industrielle Kerne in Ostdeutschland und wie es dort heute aussieht – Das Beispiel der JENOPTIK AG
Gerhard Heimpold
Wirtschaft im Wandel,
No. 5,
2016
Abstract
Der Wirtschaftsstandort Jena in Thüringen wurde in der DDR durch den Stammbetrieb des Kombinats VEB Carl Zeiss Jena dominiert, der optische Erzeugnisse und Präzisionsgeräte herstellte. In den letzten Jahren der DDR beauflagten die zentralen Planungsinstanzen der DDR das Kombinat auch mit der Herstellung von Ausrüstungen für die Herstellung mikroelektronischer Erzeugnisse. Nach dem Übergang zu marktwirtschaftlichen Verhältnissen wurde die klassische optische Produktion im Zuge der Privatisierung an die westdeutsche Schwester des Jenaer Kombinats, die Firma Carl Zeiss in Oberkochen veräußert. Der andere Teil des Carl-Zeiss-Stammbetriebs firmierte als Jenoptik GmbH, ging in das Eigentum des Freistaats Thüringen über, wurde erfolgreich umstrukturiert und ist als JENOPTIK AG seit 1998 börsennotiert. Wichtig erscheint in der Retrospektive der Ansatz der Jenoptik GmbH und ihrer Führung, durch Ausgründungen und Attrahierung neuer Investoren eine vorteilhafte Ballung technologieintensiver Unternehmen am Standort Jena zu erreichen. Umgekehrt haben die Standortvorteile Jenas mit seinen leistungsfähigen Wissenschaftseinrichtungen die erfolgreiche JENOPTIK-Entwicklung begünstigt.
Read article
Foreign Funding Shocks and the Lending Channel: Do Foreign Banks Adjust Differently?
Felix Noth, Matias Ossandon Busch
Finance Research Letters,
Vol. 19 (November),
2016
Abstract
We document for a set of Latin American emerging countries that the different nature of foreign funding accessed by foreign and local banks affected their lending performance after September 2008. We show that lending growth was weaker for shock-affected foreign banks compared to shock-affected local banks. This evidence represents valuable policy information for regulators concerned with the stability and well-functioning of banking sectors.
Read article
05.10.2016 • 42/2016
International young researchers at IWH
Scientific insights do not stop at national borders and have to be equally accessible for women and men. “Whoever wants to do world-class research has to look beyond his own nose”, says Reint E. Gropp, president of the Halle Institute for Economic Research (IWH) – Member of the Leibniz Association. He himself received his PhD and did research in the US for several years.
Reint E. Gropp
Read
Preisverzerrungen Fehlanzeige – Keine Hinweise für Effekte der Bankenrettung in den USA
Felix Noth, Karolin Vogt
Wirtschaft im Wandel,
No. 4,
2016
Abstract
Im Zuge der Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009 rückte die Kontroverse um staatliche Notrettungsprogramme für den Bankensektor verstärkt ins Blickfeld. Diese Programme haben das Ziel, den Finanzsektor und somit auch realwirtschaftliche Entwicklungen zu stabilisieren. Dem stehen die finanziellen Kosten zu Lasten des Steuerzahlers, erhöhte Risikoübernahmen durch den Staat sowie mögliche verzerrende Wirkungen auf die Marktstruktur gegenüber. Dieser Artikel diskutiert mögliche Preisverzerrungen durch das Troubled Asset Relief Program (TARP) in den USA aus dem Jahr 2008 vor dem Hintergrund eines aktuellen Forschungsbeitrags, der die langfristigen indirekten Effekte des Programms innerhalb der Gruppe der nicht unterstützten Banken untersucht. Hierbei zeigen sich keine Hinweise dafür, dass das Programm zur Bankenrettung zu nachhaltigen Unterschieden im Bankenwettbewerb nach 2010 geführt hat. Die Zinsmargen von Banken mit einer höheren Rettungswahrscheinlichkeit stiegen nur in der direkten Folgezeit von TARP, d. h. im Jahr 2010 an. Ein signifikanter Anstieg des Kredit- und Depotwachstum der Banken für den Zeitraum von 2010 bis 2013 kann nicht verzeichnet werden.
Read article
29.09.2016 • 40/2016
Joint Economic Forecast: German Economy on Track – Economic Policy needs to be Realigned
Thanks to a stable job market and solid consumption, the German economy is experiencing a moderate upswing. The GDP is expected to increase by 1.9 percent this year, 1.4 percent in 2017, and 1.6 percent in 2018, according to the Gemeinschaftsdiagnose (GD, joint economic forecast) that was prepared by five of Europe’s leading economic research institutes on behalf of the Federal Government. The most recent GD, which was released in April, predicted a GDP growth rate of 1.6 percent for 2016 and 1.5 percent for 2017.
Read