Die Ost-West-Produktivitätslücke: Die Rolle von Produktspezialisierung, Produktpreisunterschieden und physischer Produktivität
Matthias Mertens, Steffen Müller
Wirtschaft im Wandel,
No. 1,
2022
Abstract
Auch 30 Jahre nach der Deutschen Vereinigung erreicht die ostdeutsche Wirtschaft nur 82% der westdeutschen Arbeitsproduktivität. Dieser Unterschied in der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität steht in engem Zusammenhang mit vielen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen, denen Ostdeutschland heute gegenübersteht. Auf Basis differenzierter Daten zu den einzelnen Produkten, die Firmen im deutschen Verarbeitenden Gewerbe herstellen, untersuchen wir in diesem Beitrag, wie sich ost- und westdeutsche Firmen bezüglich Produktspezialisierung, Produktpreisen und technischer Effizienz unterscheiden. Wir zeigen auf, dass der Osten – entgegen der Hypothese der „verlängerten Werkbank“ – nicht aufgrund einer Spezialisierung auf Vorprodukte weniger produktiv als der Westen ist. Obwohl Ostprodukte zu deutlich geringeren Preisen verkauft werden, können auch Preisunterschiede zwischen Ost- und Westfirmen den Produktivitätsrückstand nicht erklären. Stattdessen sind Faktoren, welche die physische Produktivität (technische Effizienz) von Unternehmen beeinflussen, entscheidend, um den Produktivitätsrückstand auf Unternehmensebene zu erklären.
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The Urban Wage Premium in Imperfect Labour Markets
Boris Hirsch, Elke J. Jahn, Alan Manning, Michael Oberfichtner
Journal of Human Resources,
Vol. 57 (April),
2022
Abstract
Using administrative data for West Germany, this paper investigates whether part of the urban wage premium stems from greater competition in denser labor markets. We show that employers possess less wage-setting power in denser markets. We further document that an important part of the observed urban wage premia can be explained by greater competition in denser labor markets.
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14.10.2021 • 26/2021
East German economy less affected by supply bottlenecks than German economy as a whole, but lower vaccination rates pose risks – Implications of the Joint Economic Forecast Autumn 2021 and of Länder data from recent publications of the Federal Statisti
Supply bottlenecks affect production in the manufacturing sector in East Germany somewhat less than in Germany as a whole. With 1.8%, the increase in Gross Domestic Product in eastern Germany in 2021 therefore is likely to be lower than in Germany as a whole (2.4%); this gap is likely to enlarge in 2022, when supply bottlenecks hamper less (East Germany: 3.6%, Germany 4.8%).
Oliver Holtemöller
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14.09.2021 • 23/2021
Production bottlenecks delay recovery
The German recovery made good progress over the summer 2021. However, bottlenecks in sea transport and the production of intermediate goods are weighing on world trade. The rise in raw material prices has prompted inflation rates to spike, and an increase in new infections is clouding the outlook again. A weak final quarter is therefore to be expected. The Halle Institute for Economic Research (IWH) forecasts that German gross domestic product (GDP) will increase by 2.2% in 2021 and 3.6% in 2022 (East Germany: 1.8% and 2.8%).
Oliver Holtemöller
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15.06.2021 • 16/2021
Increase in personal contacts spurs economic activity
This summer the economic outlook in Germany is bright. As the pandemic is in retreat, the restrictions that have hampered many service activities are likely to be gradually lifted, and a strong boost in private purchases can be expected. The Halle Institute for Economic Research (IWH) forecasts that gross domestic product will increase by 3.9% in 2021 and by 4.0% in 2022. Production in East Germany is expected to increase by 3% in both years, respectively.
Oliver Holtemöller
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15.04.2021 • 12/2021
Economy in East Germany shrank less than in the West, but will have weaker momentum when pandemic disappears – Implications of the Joint Economic Forecast Spring 2021 and new data for East Germany
At 3%, the increase in gross domestic product in eastern Germany in 2021 is likely to be lower than in Germany as a whole (3.7%), as the slump due to the pandemic was smaller in 2020. In the course of the economic recovery in the second half of the year, the unemployment rate is expected to fall slightly.
Oliver Holtemöller
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The East-West-German Productivity Gap: Lessons from Firm-level Data?
Steffen Müller
Wirtschaftsdienst,
Vol. 101 (13),
2021
Abstract
Laut Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung erreicht die ostdeutsche Wirtschaft auch 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nur 80 % der westdeutschen Arbeitsproduktivität. Dieser Unterschied in der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität geht Hand in Hand mit vielen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme, denen Ostdeutschland heute gegenübersteht. Um die Ursachen des aggregierten Produktivitätsgefälles zu verstehen, wird die neuere Literatur zum Ost-West-Gefälle diskutiert, die granulare Daten auf Firmen- und Produktebene verwendet. Die Evidenz zeigt die Relevanz von Produktivitätsunterschieden auf Firmenebene für die aggregierte Lücke deutlich und stellt gängige Hypothesen infrage, die aus aggregierten Daten abgeleitet werden.
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30 Years after Reunification, Gross Domestic Product has Served its Purpose as an Indicator
Oliver Holtemöller
Wirtschaftsdienst,
Vol. 101 (13),
2021
Abstract
Der Vergleich der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland orientiert sich häufig am Bruttoinlandsprodukt je Einwohner:in. Dieses Maß ist jedoch für sich genommen kein guter Wohlfahrtsindikator. Es ist davon auszugehen, dass gemessen am Bruttoinlandsprodukt je Einwohner:in in absehbarer Zukunft keine wesentliche weitere Angleichung der Wirtschaftskraft in Ost- und Westdeutschland mehr stattfinden wird. Denn die Altersstruktur Ostdeutschlands, d. h. das Verhältnis von Erwerbstätigenzahl zu Einwohnerzahl, ist ungünstiger als im Westen. Betrachtet man hingegen wichtige Wohlfahrtsindikatoren wie Konsummöglichkeiten, Lebenserwartung, Freizeit und Einkommensungleichheit, so sind die Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland ähnlicher als das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner:in suggeriert. In den Debatten über den Aufholprozess Ostdeutschlands sollte daher stärker auf die Arbeitsproduktivität als Maß für die Wirtschaftskraft und auf andere Wohlfahrtsindikatoren als Maß für die Angleichung der Lebensverhältnisse abgestellt werden.
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(Since when) are East and West German Business Cycles Synchronised?
Stefan Gießler, Katja Heinisch, Oliver Holtemöller
Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik,
Vol. 241 (1),
2021
Abstract
We analyze whether, and since when, East and West German business cycles are synchronised. We investigate real GDP, unemployment rates and survey data as business cycle indicators and we employ several empirical methods. Overall, we find that the regional business cycles have synchronised over time. GDP-based indicators and survey data show a higher degree of synchronisation than the indicators based on unemployment rates. However, synchronisation among East and West German business cycles seems to have become weaker again recently.
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Konjunktur aktuell: Neue Pandemiewelle verzögert konjunkturelle Erholung in Deutschland
Konjunktur aktuell,
No. 4,
2020
Abstract
Während die Weltwirtschaft zweigeteilt ist – die Wirtschaft in Ostasien und in den großen Schwellenländern hat sich zügig erholt, für Nordamerika und Europa ist mit einem schwachen Winterhalbjahr zu rechnen –, lässt der Shutdown die Produktion in Deutschland zum Jahresende zurückgehen. Nach Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen, dank Impfkampagnen und milder Witterung dürfte die Erholung ab dem Frühjahr langsam wieder in Gang kommen. Im Jahr 2021 wird das BIP um 4,4% zunehmen, nach einem Rückgang um 5% im Jahr 2020. In Ostdeutschland fällt sowohl der Rückgang als auch der Wiederanstieg deutlich geringer aus.
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