Betriebliche Dynamiken und Beschäftigungsergebnisse

Firmengründungen und -schließungen sind in einer Marktwirtschaft für die Reallokation von Ressourcen, strukturellen Wandel und damit für die wirtschaftliche Entwicklung von zentraler Bedeutung und spielen vor allem im Hinblick auf die wirtschaftliche Transformation Ostdeutschlands eine zentrale Rolle. Gleichzeitig können die mit dem Strukturwandel verbundenen Arbeitsplatzverluste dramatische Folgen für betroffene Arbeitnehmer haben, wie z.B. Arbeitslosigkeit, Einkommensverluste oder eine geringere Arbeitsplatzqualität. Diese Forschungsgruppe untersucht mithilfe mikroökonometrischer Methoden Gründungen, Wachstumsprozesse und das Scheitern von Unternehmen, die Anzahl und Qualität der von Neugründungen geschaffenen Arbeitsplätze und die Folgen von Firmenschließungen für betroffene Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, vor allem in Bezug auf Arbeitsmarktergebnisse wie Beschäftigung und Löhne.

Forschungscluster
Produktivität und Innovationen

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Dr. Daniel Fackler
Dr. Daniel Fackler
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PROJEKTE

01.2020 ‐ 12.2023

Europas populistische Parteien im Aufwind: die dunkle Seite von Globalisierung und technologischem Wandel?

VolkswagenStiftung

Die Globalisierung hat zwar allgemein den Wohlstand gesteigert, aber in vielen Regionen Europas auch zu Arbeitslosigkeit, Lohnungleichheit, Abwanderung und Überalterung geführt. Das Projekt untersucht, ob diese ökonomischen Lasten zu Wählerstimmen für populistische Parteien führen.

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Professor Dr. Steffen Müller

01.2019 ‐ 12.2021

MICROPROD („Raising EU Productivity: Lessons from Improved Micro Data“)

Europäische Kommission

Ziel von MICROPROD ist es, zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen beizutragen, die die vierte industrielle Revolution in Europa mit sich bringt. Verliert das Produktivitätswachstum im Kontext von Globalisierung und Digitalisierung an Schwung, und wenn ja, warum?

IWH-Projektseite

This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 764810.

Professor Dr. Steffen Müller

07.2018 ‐ 12.2020

Firmenlohndifferentiale in unvollkommenen Arbeitsmärkten: Die Rolle von Marktmacht und industriellen Beziehungen in der Aufteilung der Beschäftigungsrenten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Ziel dieses Projekts ist es, die Aufteilung der Beschäftigungsrenten auf unvollkommenen Arbeitsmärkten und den Einfluss von Arbeitsmarktinstitutionen wie Tarifbindung und betrieblicher Mitbestimmung auf Firmenlohndifferentiale zu untersuchen. Über die Grundlagenforschung hinaus hat das Projekt damit Potential, wichtige wirtschaftspolitische Debatten zur institutionellen Ausgestaltung des Lohnfindungsprozesses zu informieren.

Professor Dr. Steffen Müller

02.2019 ‐ 09.2019

Auswertung des IAB-Betriebspanels 2018 und Erstellung eines Ergebnisberichts für West- und Ostdeutschland

Abschlussbericht: Fehlende Fachkräfte in Deutschland – Unterschiede in den Betrieben und mögliche Erklärungsfaktoren: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2018. IAB-Forschungsbericht 10/2019.

Dr. Eva Dettmann

04.2016 ‐ 03.2019

Lohn- und Beschäftigungseffekte von Insolvenzen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Ziel des Projekts ist es, erstmals den Prozess und die Folgen des Scheiterns von Unternehmen ausführlich zu analysieren. Insbesondere ist es im Rahmen dieses Projekts erstmals möglich, die Folgen kleinbetrieblicher Insolvenzen zu erforschen, was vor allem deshalb relevant ist, weil Arbeitnehmer in Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten etwa viermal so häufig von Insolvenzen betroffen sind wie Arbeitnehmer in Großbetrieben.

Projektergebnisse im Überblick     Projekt-Website

Dr. Daniel Fackler
Professor Dr. Steffen Müller
Dr. Jens Stegmaier

01.2018 ‐ 12.2018

Auswertung des IAB-Betriebspanels 2017 und Erstellung eines Ergebnisberichts für West- und Ostdeutschland

Abschlussbericht: Lohnunterschiede zwischen Betrieben in Ost- und Westdeutschland: Ausmaß und mögliche Erklärungsfaktoren. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2017. IAB-Forschungsbericht 6/2018.

Professor Dr. Steffen Müller

01.2017 ‐ 09.2017

Auswertung des IAB-Betriebspanels 2016 und Erstellung eines Ergebnisberichts für West- und Ostdeutschland

Abschlussbericht: Produktivitätsunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland und mögliche Erklärungsfaktoren. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2016. IAB-Forschungsbericht 16/2017.

Professor Dr. Steffen Müller

Referierte Publikationen

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Do Women Benefit from Competitive Markets? Product Market Competition and the Gender Pay Gap in Germany

Boris Hirsch Michael Oberfichtner Claus Schnabel

in: Economics Bulletin, Nr. 2, 2012

Abstract

Using a large linked employer–employee dataset for Germany with a direct plant-level measure of product market competition and controlling for job-cell fixed effects, we investigate whether relative wages of women benefit from strong competition. We find that the unexplained gender pay gap is about 2.4 log points lower in West German plants that face strong product market competition than in those experiencing weak competition, whereas no such link shows up for East Germany.

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Works Councils and Firm Profits Revisited

Steffen Müller

in: British Journal of Industrial Relations, Nr. 1, 2011

Abstract

As they are employee associations, it is typically presumed that works councils redistribute economic rents from firm owners to workers. And indeed, the empirical literature suggests that German works councils reduce profits. The studies on the profitability effect of works councils mainly use self-reported subjective profit evaluations of managers as the dependent variable. I argue that these are poor measures of real profits. Newly available information on firms' capital stock allows me to revisit the profit effect now using an objective profit measure. When utilizing the subjective measure I find the standard results; with the objective measure, however, the works council effect on profits is positive and significant.

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Betriebsräte und betriebliche Produktivität

Steffen Müller

in: Schmollers Jahrbuch, Nr. 1, 2011

Abstract

Betriebliche Mitbestimmung der Arbeitnehmer durch Betriebsräte ist ein zentrales Element der industriellen Beziehungen in Deutschland. Dennoch besteht trotz langjähriger Forschung keine Einigkeit über ihre Wirkung auf die betriebliche Produktivität. In diesem Papier wird zunächst der statistische Zusammenhang zwischen Betriebsrat und Produktivität mit Hilfe des IAB Betriebspanels empirisch untersucht. Betriebe mit Betriebsrat erweisen sich als um 9 Prozent produktiver. Es wird anhand der Ergebnisse dieser und anderer Studien argumentiert, dass die Wirkung von Betriebsräten auf die Produktivität den geschätzten statistischen Zusammenhang übersteigt.

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Works Councils and Separations: Voice, Monopoly, and Insurance Effects

Boris Hirsch Thorsten Schank Claus Schnabel

in: Industrial Relations, Nr. 4, 2010

Abstract

Using a large linked employer–employee data set for Germany, we find that the existence of a works council is associated with a lower separation rate to employment, in particular for workers with low tenure. While works council monopoly effects show up in all specifications, clear voice effects are only visible for low tenured workers. Works councils also reduce separations to nonemployment, and this impact is more pronounced for men. Insurance effects only show up for workers with tenure of more than 2 years. Our results indicate that works councils to some extent represent the interests of a specific clientele.

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Kosten und Nutzen der Ausbildung an Tertiärbildungsinstitutionen im Vergleich

Martina Eschelbach G. Heineck Steffen Müller Regina T. Riphahn

in: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Nr. 2, 2010

Abstract

We compare German institutions of tertiary education (universities and polytechnics) with respect to the cost of and the returns to their educational degrees. Based on cost data from two different sources we find that on average the expenditures of universities are lower than those of polytechnics when we consider expenditures per potential enrollee and per student enrolled during the regular education period. We apply data from the German Socio-economic Panel (2001–2007) to estimate the private returns to tertiary education and find higher returns to university than polytechnic training. These results are robust to a variety of alternative procedures.

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Arbeitspapiere

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Does Working at a Start-Up Pay Off?

Daniel Fackler Lisa Hölscher Claus Schnabel Antje Weyh

in: IZA Institute of Labor Economics - Discussion Paper Series, Nr. 13033, 2020

Abstract

Using representative linked employer-employee data for Germany, this paper analyzes short- and long-run differences in labor market performance of workers joining startups instead of incumbent firms. Applying entropy balancing and following individuals over ten years, we find huge and long-lasting drawbacks from entering a start-up in terms of wages, yearly income, and (un)employment. These disadvantages hold for all groups of workers and types of start-ups analyzed. Although our analysis of different subsequent career paths highlights important heterogeneities, it does not reveal any strategy through which workers joining start-ups can catch up with the income of similar workers entering incumbent firms.

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Explaining Wage Losses after Job Displacement: Employer Size and Lost Firm Rents

Daniel Fackler Steffen Müller Jens Stegmaier

in: IWH-Diskussionspapiere, Nr. 32, 2017

Abstract

Why does job displacement, e.g., following import competition, technological change, or economic downturns, result in permanent wage losses? The job displacement literature is silent on whether wage losses after job displacement are driven by lost firm wage premiums or worker productivity depreciations. We therefore estimate losses in wages and firm wage premiums. Premiums are measured as firm effects from a two-way fixed-effects approach, as described in Abowd, Kramarz, and Margolis (1999). Using German administrative data, we find that wage losses are, on average, fully explained by losses in firm wage premiums and that premium losses are largely permanent. We show that losses in wages and premiums are minor for workers displaced from small plants and strongly increase with pre-displacement firm size, which provides an explanation for the large and persistent wage losses that have been found in previous studies mostly focusing on displacement from large employers.

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Identifying Bankruptcies in German Social Security Data

Daniel Fackler Eva Hank Steffen Müller Jens Stegmaier

in: FDZ-Methodenreport, Nr. 10, 2017

Abstract

In empirischen Studien über Firmenschließungen wird häufig die Notwendigkeit betont, zwischen verschiedenen Arten von Schließungen, z.B. freiwilligen und unfreiwilligen, zu unterscheiden. Dieser Methodenreport erläutert vor diesem Hintergrund, wie im Betriebs-Historik-Panel (BHP) Betriebsstillegungen aufgrund von Insolvenzen identifiziert werden können. Insolvenzen können im Gegensatz zu anderen Schließungen eindeutig als Ausdruck ökonomischen Scheiterns und somit als unfreiwillige Schließungen interpretiert werden. (Autorenreferat, IAB-Doku)

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Plant-level Employment Development before Collective Displacements: Comparing Mass Layoffs, Plant Closures, and Bankruptcies

Daniel Fackler Steffen Müller Jens Stegmaier

in: IWH-Diskussionspapiere, Nr. 27, 2016

Abstract

To assess to what extent collective job displacements can be regarded as unanticipated exogenous shocks for affected employees, we analyze plant-level employment patterns before bankruptcy, plant closure without bankruptcy, and mass layoff. Utilizing administrative data covering all West German private sector plants, we find no systematic employment reductions prior to mass layoffs, a strong and long-lasting reduction prior to closures, and a much shorter shadow of death preceding bankruptcy. Our analysis of worker flows underlines that bankruptcies seem to struggle for survival while closures follow a shrinking strategy. We conclude that the scope of worker anticipation of upcoming job loss is smallest for mass layoffs and largest for closures without bankruptcy.

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