Betriebliche Dynamiken und Beschäftigungsergebnisse

Firmengründungen und -schließungen sind in einer Marktwirtschaft für die Reallokation von Ressourcen, strukturellen Wandel und damit für die wirtschaftliche Entwicklung von zentraler Bedeutung und spielen vor allem im Hinblick auf die wirtschaftliche Transformation Ostdeutschlands eine zentrale Rolle. Gleichzeitig können die mit dem Strukturwandel verbundenen Arbeitsplatzverluste dramatische Folgen für betroffene Arbeitnehmer haben, wie z.B. Arbeitslosigkeit, Einkommensverluste oder eine geringere Arbeitsplatzqualität. Diese Forschungsgruppe untersucht mithilfe mikroökonometrischer Methoden Gründungen, Wachstumsprozesse und das Scheitern von Unternehmen, die Anzahl und Qualität der von Neugründungen geschaffenen Arbeitsplätze und die Folgen von Firmenschließungen für betroffene Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, vor allem in Bezug auf Arbeitsmarktergebnisse wie Beschäftigung und Löhne.

Forschungscluster
Produktivität und Innovationen

Ihr Kontakt

Dr. André Diegmann
Dr. André Diegmann
Mitglied - Abteilung Strukturwandel und Produktivität
Nachricht senden +49 345 7753-873 Persönliche Seite

PROJEKTE

01.2020 ‐ 12.2023

Europas populistische Parteien im Aufwind: die dunkle Seite von Globalisierung und technologischem Wandel?

VolkswagenStiftung

Die Globalisierung hat zwar allgemein den Wohlstand gesteigert, aber in vielen Regionen Europas auch zu Arbeitslosigkeit, Lohnungleichheit, Abwanderung und Überalterung geführt. Das Projekt untersucht, ob diese ökonomischen Lasten zu Wählerstimmen für populistische Parteien führen.

Projektseite ansehen

Professor Dr. Steffen Müller

01.2019 ‐ 12.2021

MICROPROD („Raising EU Productivity: Lessons from Improved Micro Data“)

Europäische Kommission

Ziel von MICROPROD ist es, zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen beizutragen, die die vierte industrielle Revolution in Europa mit sich bringt. Verliert das Produktivitätswachstum im Kontext von Globalisierung und Digitalisierung an Schwung, und wenn ja, warum?

Projektseite ansehen

This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 764810.

Professor Dr. Steffen Müller

07.2018 ‐ 12.2020

Firmenlohndifferentiale in unvollkommenen Arbeitsmärkten: Die Rolle von Marktmacht und industriellen Beziehungen in der Aufteilung der Beschäftigungsrenten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Ziel dieses Projekts ist es, die Aufteilung der Beschäftigungsrenten auf unvollkommenen Arbeitsmärkten und den Einfluss von Arbeitsmarktinstitutionen wie Tarifbindung und betrieblicher Mitbestimmung auf Firmenlohndifferentiale zu untersuchen. Über die Grundlagenforschung hinaus hat das Projekt damit Potential, wichtige wirtschaftspolitische Debatten zur institutionellen Ausgestaltung des Lohnfindungsprozesses zu informieren.

DFG-Projektseite ansehen

Professor Dr. Steffen Müller

02.2019 ‐ 09.2019

Auswertung des IAB-Betriebspanels 2018 und Erstellung eines Ergebnisberichts für West- und Ostdeutschland

Abschlussbericht: Fehlende Fachkräfte in Deutschland – Unterschiede in den Betrieben und mögliche Erklärungsfaktoren: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2018. IAB-Forschungsbericht 10/2019.

Dr. Eva Dettmann

04.2016 ‐ 03.2019

Lohn- und Beschäftigungseffekte von Insolvenzen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Ziel des Projekts ist es, erstmals den Prozess und die Folgen des Scheiterns von Unternehmen ausführlich zu analysieren. Insbesondere ist es im Rahmen dieses Projekts erstmals möglich, die Folgen kleinbetrieblicher Insolvenzen zu erforschen, was vor allem deshalb relevant ist, weil Arbeitnehmer in Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten etwa viermal so häufig von Insolvenzen betroffen sind wie Arbeitnehmer in Großbetrieben.

Projektergebnisse im Überblick     Projekt-Website

Dr. Daniel Fackler
Professor Dr. Steffen Müller
Dr. Jens Stegmaier

01.2018 ‐ 12.2018

Auswertung des IAB-Betriebspanels 2017 und Erstellung eines Ergebnisberichts für West- und Ostdeutschland

Abschlussbericht: Lohnunterschiede zwischen Betrieben in Ost- und Westdeutschland: Ausmaß und mögliche Erklärungsfaktoren. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2017. IAB-Forschungsbericht 6/2018.

Professor Dr. Steffen Müller

01.2017 ‐ 09.2017

Auswertung des IAB-Betriebspanels 2016 und Erstellung eines Ergebnisberichts für West- und Ostdeutschland

Abschlussbericht: Produktivitätsunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland und mögliche Erklärungsfaktoren. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2016. IAB-Forschungsbericht 16/2017.

Professor Dr. Steffen Müller

Referierte Publikationen

cover_journal-of-labour-market-research.png

Der Einfluss von Hausarbeit auf die Löhne in Deutschland

Boris Hirsch Thorsten Konietzko

in: Journal for Labour Market Research, Nr. 2, 2013

Abstract

Auf Grundlage zweier deutscher Datensätze, des Sozio-oekonomischen Panels und der Zeitbudgeterhebung, untersucht dieser Beitrag den Einfluss der für Hausarbeit aufgewandten Zeit auf die Löhne. Im Gegensatz zum Gros der internationalen Forschungsliteratur findet sich kein negativer Effekt der Hausarbeit auf die Löhne. Dieses Ergebnis zeigt sich in West- wie Ostdeutschland sowohl für Frauen und Männer, für verheiratete Individuen und Singles als auch für Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte. Unsere Ergebnisse ändern sich zudem nicht, wenn wir verschiedene Formen von Hausarbeit unterscheiden oder die Endogenität der geleisteten Hausarbeit in den Lohnregressionen mithilfe von Instrumentvariablenschätzungen berücksichtigen.

Publikation lesen

cover_economics-letters.gif

The Impact of Female Managers on the Gender Pay Gap: Evidence from Linked Employer–Employee Data for Germany

Boris Hirsch

in: Economics Letters, Nr. 3, 2013

Abstract

We find that increasing the female share in first-level management by 10% points decreases the unexplained within-job gender pay gap by 0.5 log points. The effect is more pronounced for the female share in second-level than in first-level management.

Publikation lesen

cover_journal_of_public_economics.jpg

Teacher Experience and the Class Size Effect - Experimental Evidence

Steffen Müller

in: Journal of Public Economics, 2013

Abstract

We analyze teacher experience as a moderating factor for the effect of class size reduction on student achievement in the early grades using data from the Tennessee STAR experiment with random assignment of teachers and students to classes of different sizes. The analysis is motivated by the high costs of class size reductions and the need to identify the circumstances under which this investment is most rewarding. We find a class size effect only for senior teachers. The effect exists at all deciles of the achievement distribution but is less pronounced at lower deciles. We further show that senior teachers outperform rookies only in small classes. Interestingly, the class size effect is likely due to a higher quality of instruction in small classes.

Publikation lesen

cover_journal-of-labor-research.jpg

Women Move Differently: Job Separations and Gender

Boris Hirsch Claus Schnabel

in: Journal of Labor Research, Nr. 4, 2012

Abstract

Using a large German linked employer–employee data set and methods of competing risks analysis, this paper investigates gender differences in job separation rates to employment and nonemployment. In line with descriptive evidence, we find lower job-to-job and higher job-to-nonemployment transition probabilities for women than men when controlling for individual and workplace characteristics and unobserved plant heterogeneity. These differences vanish once we allow these characteristics to affect separations differently by gender. When additionally controlling for wages, we find that both separation rates are considerably lower and also significantly less wage-elastic for women than for men, suggesting an interplay of gender differences in transition behaviour and the gender pay gap.

Publikation lesen

cover_industrial-and-labor-relations-review.png

Works Councils and Establishment Productivity

Steffen Müller

in: ILR Review, Nr. 4, 2012

Abstract

Declining union density in many industrialized countries increases interest in alternative forms of employee representation, such as works councils. The German works council is one of the most powerful forms of worker representation in developed countries, but little is known of its causal effect on productivity. The author used a large linked employer-employee panel data set to examine this issue. Comparing firms with and without a works council, the author finds that establishments with a works council are on average 6.4% more productive; but he also presents evidence that this figure underestimates the true productivity effect of works councils.

Publikation lesen

Arbeitspapiere

cover_DP_2021-10.jpg

The Impact of Delay: Evidence from Formal Out-of-Court Restructuring

Randall K. Filer Dejan Kovač Jacob N. Shapiro Stjepan Srhoj

in: IWH Discussion Papers, Nr. 10, 2021

Abstract

Bankruptcy restructuring procedures are used in most legal systems to decide the fate of businesses facing financial hardship. We study how bargaining failures in such procedures impact the economic performance of participating firms in the context of Croatia, which introduced a „pre-bankruptcy settlement“ (PBS) process in the wake of the Great Recession of 2007 - 2009. Local institutions left over from the communist era provide annual financial statements for both sides of more than 180,000 debtor-creditor pairs, enabling us to address selection into failed negotiations by matching a rich set of creditor and debtor characteristics. Failures to settle at the PBS stage due to idiosyncratic bargaining problems, which effectively delays entry into the standard bankruptcy procedure, leads to a lower rate of survival among debtors as well as reduced employment, revenue, and profits. We also track how bargaining failures diffuse through the network of creditors, finding a significant negative effect on small creditors, but not others. Our results highlight the impact of delay and the importance of structuring bankruptcy procedures to rapidly resolve uncertainty about firms‘ future prospects.

Publikation lesen

Organised Labour, Labour Market Imperfections, and Employer Wage Premia

Sabien Dobbelaer Boris Hirsch Steffen Müller Georg Neuschäffer

in: Tinbergen Institute Discussion Paper, Nr. 20, 2020

Abstract

This paper examines how collective bargaining through unions and workplace co-determination through works councils shape labour market imperfections and how labourmarket imperfections matter for employer wage premia. Based on representative Germanplant data for the years 1999{2016, we document that labour market imperfections arethe norm rather than the exception. Wage mark-downs, that is wages below the marginalrevenue product of labour rooted in employers' monopsony power, are the most prevalentoutcome. We further nd that both types of organised labour are accompanied by asmaller prevalence and intensity of wage mark-downs whereas the opposite holds for wagemark-ups, that is wages above the marginal revenue product of labour rooted in workers'monopoly power. Finally, we document a close link between our production-based labourmarket imperfection measures and employer wage premia. The prevalence and intensityof wage mark-downs are associated with a smaller level and larger dispersion of premiawhereas wage mark-ups are only accompanied by a higher premium level.

Publikation lesen

cover_iza-discussion-papers-2020-november.png

Organised Labour, Labour Market Imperfections, and Employer Wage Premia

Sabien Dobbelaer Boris Hirsch Steffen Müller Georg Neuschäffer

in: IZA Discussion Paper, Nr. 13909, 2020

Abstract

This paper examines how collective bargaining through unions and workplace co-determination through works councils shape labour market imperfections and how labourmarket imperfections matter for employer wage premia. Based on representative Germanplant data for the years 1999{2016, we document that labour market imperfections arethe norm rather than the exception. Wage mark-downs, that is wages below the marginalrevenue product of labour rooted in employers' monopsony power, are the most prevalentoutcome. We further nd that both types of organised labour are accompanied by asmaller prevalence and intensity of wage mark-downs whereas the opposite holds for wagemark-ups, that is wages above the marginal revenue product of labour rooted in workers'monopoly power. Finally, we document a close link between our production-based labourmarket imperfection measures and employer wage premia. The prevalence and intensityof wage mark-downs are associated with a smaller level and larger dispersion of premiawhereas wage mark-ups are only accompanied by a higher premium level.

Publikation lesen

cover_DP_2020-19.jpg

Robot Adoption at German Plants

Liuchun Deng Verena Plümpe Jens Stegmaier

in: IWH Discussion Papers, Nr. 19, 2020

Abstract

Using a newly collected dataset of robot use at the plant level from 2014 to 2018, we provide the first microscopic portrait of robotisation in Germany and study the potential determinants of robot adoption. Our descriptive analysis uncovers five stylised facts concerning both extensive and, perhaps more importantly, intensive margin of plant-level robot use: (1) Robot use is relatively rare with only 1.55% German plants using robots in 2018. (2) The distribution of robots is highly skewed. (3) New robot adopters contribute substantially to the recent robotisation. (4) Robot users are exceptional along several dimensions of plant-level characteristics. (5) Heterogeneity in robot types matters. Our regression results further suggest plant size, low-skilled labour share, and exporter status to have strong and positive effect on future probability of robot adoption. Manufacturing plants impacted by the introduction of minimum wage in 2015 are also more likely to adopt robots. However, controlling for plant size, we find that plant-level productivity has no, if not negative, impact on robot adoption.

Publikation lesen

cover_DP_2020-11.jpg

Worker Participation in Decision-making, Worker Sorting, and Firm Performance

Steffen Müller Georg Neuschäffer

in: IWH Discussion Papers, Nr. 11, 2020

Abstract

Worker participation in decision-making is often associated with high-wage and high-productivity firm strategies. Using linked-employer-employee data for Germany and worker fixed effects from a two-way fixed effects model of wages capturing observed and unobserved worker quality, we find that establishments with formal worker participation via works councils indeed employ higher-quality workers. We show that worker quality is already higher in plants before council introduction and further increases after the introduction. Importantly, we corroborate previous studies by showing positive productivity and profitability effects even after taking into account worker sorting.

Publikation lesen
Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft LogoTotal-Equality-LogoWeltoffen Logo