Evaluierung erfolgreich absolviert: IWH mit sehr guten Noten zur Weiterförderung empfohlen
Mit großem Erfolg hat das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) die jüngste Überprüfung seiner Leistungen bestanden. Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft schloss die turnusgemäße Evaluierung gestern (07.07.2026) mit einer Stellungnahme ab. Darin wird der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) empfohlen, das IWH in den nächsten sieben Jahren weiterhin durch Bund und Länder zu fördern.
„Wir freuen uns enorm über dieses sehr positive Ergebnis der Evaluierung“, sagt IWH-Präsident Reint Gropp. „Wir sind der Leibniz-Gemeinschaft dankbar, dass sie die hervorragenden Erfolge der letzten Jahre würdigt, für die das gesamte Team intensiv gearbeitet hat.“
Die Stellungnahme würdigt die „wichtigen und innovativen Forschungsergebnisse“ des IWH, die vermehrt in international führenden Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Das Engagement der Forschenden in der Politikberatung wird begrüßt, ermöglicht unter anderem aufgrund wertvoller eigener Datenbestände. Als beachtliche Erfolge der vergangenen Jahre gelten zwei Erweiterungen des IWH: 2020 nahm die neue, nunmehr vierte Forschungsabteilung unter dem Namen Gesetzgebung, Regulierung und Faktormärkte die Arbeit auf; 2025 ging das Zentrum für Firmen- und Produktivitätsdynamik an den Start. Im Zuge der beiden Erweiterungen wurden international herausragende Forschende berufen und die Grundfinanzierung des IWH jeweils deutlich erhöht.
Der Bericht beurteilt die drei Forschungsabteilungen Makroökonomik, Finanzmärkte sowie Gesetzgebung, Regulierung und Faktormärkte als „sehr gut“. Die Abteilung Arbeitsmärkte, die während der Evaluierung noch unter dem Namen Strukturwandel und Produktivität firmierte, wird als „sehr gut bis exzellent“ bewertet.
„Wir freuen uns enorm über dieses sehr positive Ergebnis der Evaluierung“, sagt IWH-Präsident Reint Gropp. „Wir sind der Leibniz-Gemeinschaft dankbar, dass sie die hervorragenden Erfolge der letzten Jahre würdigt, für die das gesamte Team intensiv gearbeitet hat.“ Gropp sieht in dem Ergebnis eine deutliche Bestätigung für den eingeschlagenen Weg, langfristige Wachstumsprozesse in Deutschland und Europa zu ergründen. Dafür sei der Fokus auf das Zusammenspiel von Arbeits- und Finanzmärkten genau richtig. Zugleich sei der Evaluierungsbefund ein Ansporn, die Forschung des Instituts auch künftig ambitioniert voranzutreiben und die Beratung des öffentlichen Sektors mit evidenzbasierten Erkenntnissen aus dem IWH zu stärken.
Hintergrund
In einem mehrstufigen Verfahren werden Leibniz-Einrichtungen regelmäßig hinsichtlich ihrer Leistungen überprüft, spätestens nach sieben Jahren. Um gemeinsam von Bund und Ländern gefördert zu werden, müssen sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen von überregionaler Bedeutung sein und einem gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interesse dienen.
Wichtige Grundlage der Überprüfung ist eine externe Evaluierung. Zu diesem Zweck hatten unabhängige Sachverständige aus dem In- und Ausland das IWH im November besucht und bewertet. Auf der Grundlage ihres Bewertungsberichts gab der Senat der Leibniz-Gemeinschaft nun eine Stellungnahme ab. Diese wiederum dient der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) zur Überprüfung der Fördervoraussetzungen.
Die Stellungnahme des Senats der Leibniz-Gemeinschaft zur Evaluierung des IWH finden Sie unter diesem Link.
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