Daten der Fördermaßnahmen im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG)
Der vorliegende Report beschreibt fünf Datenprodukte zu den Fördermaßnahmen im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG). Über dieses Programm stellt die Bundesregierung bis zum Jahr 2038 Fördermittel im Umfang von bis zu 41,09 Mrd. Euro zur Verfügung, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Ausstiegs aus der thermischen Verwertung von Kohle abzufedern. Das InvKG besteht aus einer breiten Palette verschiedener Programme bzw. Programmfamilien. Nach einer Einordnung in den rechtlichen Rahmen geht der Datenreport detailliert ein auf die einzelnen Schritte der Aufbereitung sowie die in den Datenprodukten enthaltenen Informationen. Da das Fördergeschehen einer hohen Dynamik unterliegt, werden die Datenprodukte fortlaufend aktualisiert und erweitert.
17. Februar 2026
https://doi.org/10.18717/trhk-s803
Im August 2020 trat das Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) in Kraft. Über dieses Gesetz stellt der Bund Fördermittel für die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen im Umfang von bis zu 41,09 Mrd. Euro bis zum Ende des Jahres 2038 zur Verfügung. Diese Mittel ergänzen die existierende (regionale) Förderlandschaft in Deutschland. Hinzu kommen Mittel aus dem Just Transition Fund der Europäischen Union (JFT), die zu einem gewissen Anteil auf die InvKG-Mittel angerechnet werden.
Die InvKG-Maßnahmen setzen sich aus einer Reihe verschiedenster Fördermaßnahmen zusammen. Um deren Wirkungen evidenzbasiert evaluieren zu können, ist eine strukturierte und systematische Erfassung sämtlicher mit der Förderung in Verbindung stehender Informationen erforderlich. Es geht also darum, Kenntnis darüber zu erlangen, welche Akteure zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang eine Förderung erfahren haben und wer direkt oder indirekt daran partizipierte. Zu diesem Zweck beauftragte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit der Erstellung von Datenprodukten zu den InvKG-Fördermaßnahmen, die der interessierten Öffentlichkeit zu Informationszwecken und der Wissenschaft für die Durchführung von Forschungsvorhaben über das Forschungsdatenzentrum am IWH (IWH-FDZ) zur Verfügung gestellt werden.
Hierbei ist zu beachten, dass die Förderstatistik einer hohen Dynamik unterliegt. Viele Programme des InvKG sind bereits fest budgetiert. Die einzelnen Projekte jedoch befinden sich allerdings noch in sehr frühen Phasen ihrer Bewilligung und Umsetzung. Aus diesem Grund werden die Datenprodukte regelmäßig aktualisiert und erweitert. Den Startpunkt dieser Serie an Datenprodukten repräsentieren fünf Datensätze, die Auskunft geben über den Umfang der zur Verfügung stehende Mittel, die Budgetierung nach Programmen und Verwendungszwecken sowie den bisherigen Mittelabfluss. Aktueller Datenstand ist der 31. Dezember 2024. Die regionale Analyseeinheit ist die Land-Revier-Ebene. Die sektorale Analyseeinheit bilden Kategorien von Verwendungszwecken für den Einsatz der InvKG-Mittel. Für die Zukunft ist geplant, diese Daten zusätzlich auf regional und sektoral disaggregierter Ebene aufzubereiten.
Die Datenprodukte und dieser Datenreport knüpfen an die bisher erschienenen Zwischenberichte des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) sowie des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Essen an (Brachert et al. 2023; Brachert et al. 2025a,b). Dieser Datenreport ist so angelegt, dass er für sich selbst lesbar bleibt. Dadurch ergeben sich gewisse Doppelungen zu den genannten Zwischenberichten. Der vorliegende Datenreport gliedert sich wie folgt. Das zweite Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen des InvKG. Das dritte Kapitel beschreibt den Prozess der Datenaufbereitung. Das vierte Kapitel widmet sich der detaillierten Beschreibung der fünf Datensätze und der darin enthaltenen Variablen. Das fünfte Kapitel fasst die wichtigsten Punkte dieses Datenreports zusammen.