Einfluss gesellschaftlichen Vertrauens auf die Wirksamkeit evidenzbasierter Politikberatung
In Zeiten multipler Krisen wird der Rahmen für evidenzbasierte Politikberatung zunehmend durch gesellschaftliches Vertrauen in Wissenschaft und Institutionen geprägt. Veränderungen im öffentlichen Diskurs stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Fragmentierte Informationsräume und ein abnehmendes institutionelles Vertrauen befeuern die Polarisierung in der Gesellschaft und erschweren den Transfer wissenschaftlicher Expertise in Politik und Gesellschaft. Darüber hinaus beeinflussen die Spannungen zwischen politischem Handlungsdruck und wissenschaftlicher Unabhängigkeit die Wirksamkeit der Politikberatung in erheblichem Maße. Transparenz, der Erhalt des Dialogs sowie die Wahrung der Wissenschaftsfreiheit sind entscheidend für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen politischen Entscheidungsträgern:innen und wissenschaftlichen Expert:innen. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen zudem so aufbereitet und kommuniziert werden, dass sie für die breite Öffentlichkeit verständlich sind.