Wettbewerbsmanipulationen in Online-Auktionen

In Online-Auktionen ist der wettbewerbliche Bietprozess verschiedenen Manipulationsformen ausgesetzt, die typischerweise schwierig zu entdecken sind. Die Arbeit liefert einen Beitrag zur Entwicklung von Identifizierungsverfahren dieser Wettbewerbsmanipulationen und zeigt, wie weit sie in Online-Auktionen verbreitet sind. Das Konzept der entwickelten Identifizierungsverfahren besteht aus der Kombination geeigneter Indizien, die auf Basis statistischer Tests aggregiert werden. Die Überprüfung der Eignung der Indizien und der Identifizierungsverfahren erfolgt mit Hilfe spezifischer Simulationsmodelle. Dabei werden idealtypische Auktionsmärkte generiert, auf denen Wettbewerbsmanipulationen kontrolliert eingesetzt werden. Im Rahmen einer empirischen Analyse werden die Verfahren auf reale Auktionsdaten angewendet. Das Ergebnis zeigt unterschiedliche Verbreitungshäufigkeiten der verschiedenen Manipulationsformen in der Praxis. Hierbei tritt vor allem das Shilling hervor, welches das Bieten von Verkäufern in eigenen Auktionen umfasst. Das Resultat lässt vermuten, dass mehr als jeder fünfte professionelle Verkäufer Shilling-Gebote einsetzt.

17. Dezember 2012

Autoren Christian Schmeißer

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