Inhalt
Seite 1
Einsatz von Klima-Ökonomie-ModellenSeite 2
Messung der UngleichheitSeite 3
Gerechtere Klimapolitik durch die Verwendung der Einnahmen aus der CO2-BepreisungSeite 4
Endnoten Auf einer Seite lesenGerechtere Klimapolitik durch die Verwendung der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung
Unter den verfügbaren politischen Instrumenten zur Emissionsminderung hat die Bepreisung von Kohlenstoff den zusätzlichen Vorteil, dass sie Steuereinnahmen generiert, die dazu verwendet werden können, den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft gerechter zu gestalten.
Das dritte Szenario in dieser Studie beinhaltet wie in Szenario 2 eine Klimapolitik, die mit dem Pariser Abkommen vereinbar ist. Sie ist jedoch mit einem Klimageld verbunden, das an die Haushalte ausgeschüttet und durch die Besteuerung von Kohlenstoffemissionen finanziert wird. Jedes Land erhebt eine CO2-Steuer und schüttet die Einnahmen zu gleichen Teilen an die Haushalte aus. In diesem Szenario prognostizieren die Modelle kurz- bis mittelfristig eine Verringerung der Ungleichheit um bis zu zwei Gini-Punkte im Vergleich zum Referenzszenario ohne Klimaauswirkungen und Emissions-Vermeidungskosten.
ine Umverteilung der Einnahmen aus der CO2-Steuer kann somit die Verteilungseffekte der Klimapolitik mildern und verhindern, dass sozial schwache Haushalte unverhältnismäßig hohe Kosten des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft tragen müssen. Dieses Ergebnis unterstreicht die Schlüsselrolle einer gut durchdachten Klimapolitik und von Umverteilungsmechanismen, um Umwelt- und Gerechtigkeitsfragen gemeinsam anzugehen.