Inhalt
Seite 1
Einsatz von Klima-Ökonomie-Modellen
Seite 2
Messung der Ungleichheit
Seite 3
Gerechtere Klimapolitik durch die Verwendung der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung
Seite 4
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Endnoten

1 Dieser Artikel basiert auf Emmerling, J.; Andreoni, P.; Charalampidis, I. et al.: A Multi-model Assessment of Inequality and Climate Change, in: Nature Climate Change, Vol. 14, 2024, 1254–1260

2 Für nähere Informationen zu den wesentlichen Eigenschaften der Modelle und zu ihren Unterschieden vgl. ebenda, Supplementary information.

Empfohlene Publikationen

A Multi-Model Assessment of Inequality and Climate Change

Marie Young-Brun et al.

in: Research Square, 2024
publiziert in: Nature Climate Change

Abstract

Climate change and inequality are critical and interrelated defining issues for this century. Despite growing empirical evidence on the economic incidence of climate policies and impacts, mainstream model-based assessments are often silent on the interplay between climate change and economic inequality. For example, all the major model comparisons reviewed in IPCC neglect within-country inequalities. Here we fill this gap by presenting a model ensemble of eight large-scale Integrated Assessment Models belonging to different model paradigms and featuring economic heterogeneity. We study the distributional implications of Paris-aligned climate target of 1.5 degree and include different carbon revenue redistribution schemes. Moreover, we account for the economic inequalities resulting from residual and avoided climate impacts. We find that price-based climate policies without compensatory measures increase economic inequality in most countries and across models. However, revenue redistribution through equal per-capita transfers can offset this effect, leading to on average decrease in the Gini index by almost two points. When climate benefits are included, inequality is further reduced, but only in the long term. Around mid-century, the combination of dried-up carbon revenues and yet limited climate benefits leads to higher inequality under the Paris target than in the Reference scenario, indicating the need for further policy measures in the medium term.

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Außerdem in diesem Heft

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Die Sorge um De-Industrialisierung führt in die Irre

Reint E. Gropp

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 3, 2025

Abstract

Eine der größten Sorgen sowohl der aktuellen als auch der vorhergehenden Regierung ist es, in Deutschland wichtige Industrieproduktion zu erhalten beziehungsweise neu anzusiedeln. Dabei geht es um eine breite Palette von Sektoren: Halbleiter, Batterien, Chemie, Stahl, Pharmazeutika oder Elektroautos. Basierend auf diesem Ziel werden signifikante Subventionen gerechtfertigt, etwa Einzelsubventionen in Milliardenhöhe für individuelle Unternehmen (Intel, TSMC) oder generelle Vergünstigungen wie der Industriestrompreis. Deutschland ist mit dieser Sorge nicht allein; auch die USA, die EU, Indien, Indonesien und viele weitere Länder versuchen, Anreize für inländische Produktion zu schaffen.

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Aktuelle Trends: Wofür werden die Kohlemilliarden verwendet?

Oliver Holtemöller Mirko Titze

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 3, 2025

Abstract

Mit rund 41 Mrd. Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Die Wirtschaftsforschungsinstitute IWH und RWI haben den Zwischenbericht 2025 im Rahmen der begleitenden Evaluierungsforschung dazu vorgelegt.

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Von Eltern zu Kindern: Wie sich Fähigkeiten in Mathematik und Sprache über Generationen übertragen und Bildungsentscheidungen prägen

Eric A. Hanushek Babs Jacobs Guido Schwerdt Rolf van der Velden Stan Vermeulen Simon Wiederhold

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 3, 2025

Abstract

Die Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hängt nicht nur von absoluten Leistungen in Mathematik ab, sondern davon, wie gut Mathematik relativ zu anderen Fächern – etwa Sprache – gelingt. Dieser Beitrag untersucht die intergenerationale Übertragung solcher relativen Stärken in Mathematik und Sprache auf Basis niederländischer Testdaten von Eltern und ihren Kindern. Wir zeigen, dass Eltern, die im Verhältnis zu Sprache besonders gut in Mathematik abschneiden, mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit Kinder haben, die ebenfalls relativ besser in Mathematik sind. Zudem belegen wir, dass diese Übertragung relativer Stärken nicht ausschließlich genetisch oder familiär geprägt ist, sondern durch Schule und Lernumfeld – und damit durch Bildungspolitik – beeinflusst werden kann.

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Rückblick auf den 11. FIN-FIRE-Workshop „Challenges to Financial Stability“

Erik Ködel Michael Koetter

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 3, 2025

Abstract

Im September 2025 reisten Finanzökonomen aus aller Welt zum elften Mal nach Halle, um am jährlichen FIN-FIRE-Workshop am IWH teilzunehmen. Zwei Tage lang gaben die Autoren von zehn Beiträgen einen umfassenden Überblick über aktuelle Themen, die potenzielle Herausforderungen für das Finanzsystem darstellen, z. B. mangelnden Datenschutz bei der Vergabe von Immobilienkrediten, Unsicherheiten in Anleihemärkten aufgrund von Klimarisiken, Intransparenz bei synthetischen Risikotransferprodukten, die Auswirkungen geopolitischer Risiken auf die Kreditvergabe sowie granulare Friktionen bei der Transmission geldpolitischer Maßnahmen. Ein intensiver Gedankenaustausch zwischen Autoren, Ko-Referenten und Plenum führte zu neuen Erkenntnissen über die Widerstandsfähigkeit und Fragilität unserer Finanzsysteme.

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