Quo Vadis, Europa? Anmerkungen zum Europäischen Rat in Nizza
Klaus Bünger
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
2000
Abstract
Europa braucht Reformen – institutionell, finanziell und wirtschaftlich. Es geht darum, die säkulare Herausforderung der Osterweiterung voranzubringen. Und es geht darum, den Rückstand Europas im internationalen Wachstums- und Standortwettbewerb aufzuholen und die noch junge europäische Währungsunion nach insgesamt gelungenem Start auf ein festes wirtschaftliches Fundament zu stellen. Denn letzteres ist nach Einschätzung der internationalen Kapitalmärkte offensichtlich nicht gegeben, wie die durchgreifende Schwäche des Euro an den internationalen Kapitalmärkten zeigt. könnte man auch mittels einer Freihandelszone erreichen und man hätte all die komplizierten Fragen des Beitritts vom Tisch. Vielmehr ist sie erforderlich, um das durch den Kalten Krieg gespaltene Europa wieder zu vereinen: zu einer Wertegemeinschaft des Friedens, der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte, der Stabilität und der Marktwirtschaft. Für die einzelnen Beitrittsstaaten ist der Rahmen der Europäischen Politischen Union der beste Garant für den dauerhaften Bestand dieser Wertegemeinschaft.
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Gibt es einen Weltrealzins
Christian Dreger, Christian Schumacher
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
2000
Abstract
Infolge der wachsenden Integration der internationalen Güter- und Kapitalmärkte ist eine Angleichung der Realzinssätze unterschiedlicher Länder zu erwarten. Im Beitrag wird diese Hypothese für die Länder der G7 untersucht und mit panelökonometrischen Verfahren bestätigt.
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Aktuelle Trends - Ostdeutsche Exportdynamik deutlich abgeschwächt - Rußlandgeschäfte am Boden
Ingrid Haschke
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 16,
1999
Abstract
Lag der Anstieg 1998 bei den ostdeutschen Warenausfuhren mit einer Zuwachsrate von 17 vH noch im zweistelligen Bereich, so ließ die Exportdynamik im Verlauf von 1999 erheblich nach. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Exportzuwachs im ersten Halbjahr 1999 nur noch 1,8 vH. Maßgeblich dafür war vor allem die schwache konjunkturelle Entwicklung in Westeuropa infolge der internationalen Währungs- und Finanzkrisen, die zu einem massiven Rückgang der Güternachfrage auf den Auslandsmärkten insgesamt geführt hatten.
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Ostdeutsche Industrie im November 1999: Schwächephase überwunden?
Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 16,
1999
Abstract
In der ostdeutschen Industrie hat sich das Geschäftsklima im November weiter verbessert. Nach der im gesamten Jahr verhaltenen Beurteilung der Geschäfte übertreffen jetzt die Meldungen der rund 300 regelmäßig vom IWH befragten Unternehmen erstmalig wieder deren Stand vor Jahresfrist. Die von den Währungs- und Finanzkrisen im internationalen Umfeld ausgelöste Schwächephase scheint überwunden zu sein.
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Regionale Effekte von Schocks auf die Euro-Länder: Die Reaktionen der Ausfuhren auf die internationalen Krisen
Michael Seifert
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
1999
Abstract
Die Eintrübung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge der Währungs- und Finanzkrisen in Asien und in Russland hatte im Verlauf von 1998 bis in das Jahr 1999 hinein zu einem merklichen Rückgang der Ausfuhren der Euro-Länder in diese Regionen geführt, wovon Italien neben Finnland besonders stark betroffen war. Eine regressionsanalytische Untersuchung verdeutlicht hier, dass für die italienischen Ausfuhren in die Krisenregionen eine höhere Exportnachfrageelastizität charakteristisch ist, als beispielsweise für Deutschland oder für Frankreich. Die Ursachen dafür sind vor allem in der Exportgüterangebotsstruktur zu suchen.
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Internationale Krisen dämpfen Wirtschaftswachstum in Mittel- und Osteuropa
Axel Brüggemann, Klaus Werner
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
1999
Abstract
Die Finanz- und Währungskrisen verschlechterten die außenwirtschaftlichen Bedingungen der Transformationsländer. Dadurch wurde das Wirtschaftswachstum gedämpft. Hierdurch ergibt sich die Notwendigkeit bestehende Ungleichgewichte schneller und entschiedener als bisher zu korrigieren.
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Russland-Krise: Ursachen, Folgen und Wege zu ihrer Überwindung
Thomas Linne, Hubert Gabrisch
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
1998
Abstract
Die russische Währungskrise vom August 1998 ist der vorläufige Höhepunkt einer sich seit November 1997 verstärkenden Krise der Staatsfinanzen und des Bankensektors. Die Krise entstand durch eine zunehmende kurzfristige Defizitfinanzierung und Spekulationsgeschäfte der Banken. Gefördert wurde beides durch die Geldpolitik der Zentralbank, die nicht nur hohe, sondern sogar steigende Realzinsen in Kauf nahm, um den Wechselkurs zu stabilisieren. Die internationale Gemeinschaft sollte neue Kredite zur Unterstützung des Reformprozesses in Erwägung ziehen, wenn die Märkte das Vertrauen in die Reform- und Politikfähigkeit der Regierung zurückgewonnen haben. Eine Freigabe des Wechselkurses könnte der Indikator für entsprechende Fortschritte sein.
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Internationale FuE-Kooperation versus nationale Technologiepolitik in Mittel- und Osteuropa
Marianne Paasi
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
1995
Abstract
Die Transformationsländer stehen vor der Aufgabe, ihren Wissenschafts- und Technologiesektor (WuT-Sektor) in ein marktwirtschaftlich orientiertes Innovationssystem umzustrukturieren. Aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel und mangelnden Kenntnisse für den Umbau des WuT-Sektors sehen die Transformationsländer in der internationalen FuE-Kooperation einen Weg, diese Ziele schnell zu erreichen. Dieser Beitrag zeigt jedoch, daß ohne eine eigene aktive Technologie- und Forschungspolitik der Tramformationsländer die adäquate Umstrukturierung dieses Sektors nicht erreicht werden kann. Hierbei sollten die Technologiestrategien der Transformationsländer das Gewicht auf die Diffusion ausländischer Technologien und auf die Anwendung moderner Technologie aller Art legen.
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Ausländische Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa werden überschätzt
Hubert Gabrisch
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
1995
Abstract
Die in der Öffentlichkeit ziemlich einhellig geäußerte Auffassung, daß Produktionsstätten via Direktinvestitionen massenhaft nach Mittel- und Osteuropa abwandern, besitzt empirisch wenig Substanz. Der Anteil der Reformländer an den Bruttoinlandsinvestitionen der OECD ist marginal. Er beträgt z.B. in Deutschland nur 0,3 vH. Die ausländischen Direktinvestitionen in die Transformationsländer Mittel- und Osteuropas haben, gemessen an ihrem Anteil an den Inlandsinvestitionen (7 bis 8 vH) und je Einwohner (52 US-Dollar), bereits ein Niveau erreicht, das im internationalen Vergleich als normal angesehen werden kann. Es ist daher nicht zu erwarten, daß auf mittlere und längere Frist größere Belastungen der internationalen Finanzmärkte entstehen, eine größere Umorientierung der internationalen Direktinvestitionsströme von Entwicklungs- zu Reformländern erfolgt oder daß gar Standortentscheidungen von Investoren zugunsten der Reformländer einen wesentlichen Einfluß auf Beschäftigung und Wirtschaftswachstum in Westeuropa oder Deutschland haben werden.
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Leistungsbilanzdefizit und Verschuldung sowie Direktinvestitionen in den Reformländern
Thomas Meißner
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1995
Abstract
In den meisten Ländern Mittel- und Osteuropas traten in den letzten Jahren vor allem infolge schnell wachsender Importe beträchtliche Leistungsbilanzdefizite auf ihre Finanzierung erfolgte 1993 zu ca. 45 vH, im vergangenen Jahr zu annähernd 78 vH durch den Zustrom ausländischer Direktinvestitionen. Die Kopplung zwischen Leistungsbilanzdefiziten und Direktinvestitionen scheint daher tendenziell nachzulassen. In Ländern, die nicht genügend ausländische Direktinvestitionen attrahieren konnten, wurden die Defizite über eine zunehmende Verschuldung finanziert. Der unkonsolidierte Bruttoschuldenstand der mittel- und osteuropäischen Länder erhöhte sich zwischen 1989 und 1993 um 38,4 vH. Wegen der nachlassenden Kreditwürdigkeit der Reformländer nahm ihre Verschuldung gegenüber privaten Banken ab, während der Kapitalzufluß über inter- und multinationale Organisationen sowie einzelne Staaten an Bedeutung gewann. Für die Zukunft wird es aber darauf ankommen, daß die Staaten Mittel und Osteuropas das Vertrauen der internationalen Bankenwelt zurückgewinnen können. Nur dann können sie die notwendigen Kapitalimporte realisieren.
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