Gemeindefinanzierung im Ost-West-Vergleich
Martin Junkernheinrich
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 13,
1995
Abstract
Die kommunale Finanzsituation wird regelmäßig - so auch im vereinten Deutschland - als krisenhaft beschrieben. Ausmaß und Ursachen der finanziellen Belastungssituation unterscheiden sich jedoch im Ost-West-Vergleich. Während das Defizit in Westdeutschland noch dadurch geprägt ist, daß die kommunale Ebene die einigungsbedingten Steuermehreinnahmen nicht zur Konsolidierung genutzt hat, sind die ostdeutschen Kommunen durch einen ausgeprägten investiven Nachholbedarf geprägt. Das geringe Steueraufkommen wird zwar durch hohe Zuweisungen kompensiert. Dennoch sind der hohe Personalbestand und der hohe Investitionsbedarf durch „ordentliche" Einnahmen nicht voll gedeckt und haben zu einer extrem hohen Nettokreditaufnahme geführt. Während der Personalüberbestand auf den Konsolidierungsbedarf der kommunalen Ebene verweist, sind die Kommunen einnahmeseitig in Ost und West auf die seit Jahren geforderte Reform des Gemeindefinanzsystems angewiesen.
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Hat die deutsche Wirtschaft bei einer Ost-Erweiterung der EU einen Standortvorteil?
Hubert Gabrisch
Wirtschaft im Wandel,
1994
Abstract
Deutschland wird aufgrund seiner geographischen Lage ein Standortvorteil gegenüber anderen EU-Ländern, insbesondere den west- und südwesteuropäischen Mitgliedern, nachgesagt, falls es zu einer Ost-Erweiterung der EU käme. Zieht ein Land aber stärker als andere Mitgliedsländer ökonomische Vorteile aus einer Ost-Erweiterung, so wird sich zwangsläufig auch seine politische Position in der Gemeinschaft verbessern. Diese Furcht könnte neben der Gefährdung sensibler Industrien der Gemeinschaft und hohen Transfers aus EU-Fonds ein Motiv für den Widerstand einiger Mitgliedsländer gegen eine Ost-Erweiterung der EU sein. Die These eines deutschen Standortvorteils wird auf den ersten Blick durch die Entwicklung des Außenhandels der früheren RGW-Länder gestützt. Danach ist Deutschland zum wichtigsten Partner aufgestiegen. 1992 entfielen 27 vH der Exporte der mittel- und osteuropäischen Reformländer auf Deutschland, nach nur 13 vH im Jahre 1989. Bei den Importen waren es 22 vH gegenüber 16 vH (Tabelle 1). Dies hat weniger mit Handelserleichterungen seitens der EU zunächst in Form von Handels- und Kooperationsabkommen und später (ab 1.3.1992) von den sog. Interimsabkommen zu tun, sondern mit der ReOrientierung dieser Länder auf ihre natürlichen Handelspartner nach der Auflösung des RGW.
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Kapitel 18: Stand der Reformen, Kapitel 19: Einschätzung der aktuellen wirtschaftli-chen Situation
Peter Sigmund
Externe Publikationen,
1994
Abstract
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Reallocation of Competences between Local and Higher Levels of Government as so-called „Functional Reforms“: A Case of (De-) Centralization?
Martin T. W. Rosenfeld
Fiscal Decentralization,
1987
Abstract
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Finanzwirtschaftliche Folgen kommunaler Gebiets- und Verwaltungsreformen
Martin T. W. Rosenfeld
Finanzwirtschaftliche Folgen kommunaler Gebiets- und Verwaltungsreformen (mit Gunther Engelhardt, Gerd Brockmann und Wolfgang Thiede),
1986
Abstract
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Shifts of Expenditures between Counties and Local Units in Lower Saxony as a Result of Recent „Functional Reforms“
Martin T. W. Rosenfeld
Diskussionsschriften aus dem Institut für Finanzwissenschaft der Universität Hamburg, Nr. 19,
1984
Abstract
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