Arbeitsmarkt Ostdeutschland 96/97: Keine weitere Beschäftigunsexpansion
Hilmar Schneider
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
1996
Abstract
Der in der jüngeren Vergangenheit zu verzeichnende Wiederanstieg der Beschäftigung in Ostdeutschland setzt sich in diesem Jahr nicht fort und erfährt auch im kommenden Jahr keinen neuen Impuls. Anders als in den Vorjahren sinkt die Wachstumsrate des BIP ab 1996 deutlich unter das Produktivitätswachstum. Daraus resultiert zwangsläufig ein Rückgang der Arbeitsnachfrage. Dieser Rückgang wird allerdings nur zum Teil auf die Zahl der Erwerbstätigen durchschlagen, da gleichzeitig auch eine Reduktion der durchschnittlich geleisteten Arbeitszeit zu erwarten ist. Die Unterbeschäftigung verharrt damit jedoch auf ihrem hohen Niveau und zeigt nur deshalb eine leicht rückläufige Tendenz, weil die Erwerbsneigung allmählich zurückgeht.
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Geringfügige Erwerbstätigkeit - empirische Ergebnisse und Überlegungen zur Einführung einer Sozialversicherungspflicht
Jürgen Kolb, Lioba Trabert
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 4,
1996
Abstract
Mit über drei Millionen ausschließlich geringfügig Erwerbstätigen ist diese Form atypischer Arbeitsverhältnisse ein nicht unwesentlicher Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes. Dabei zeigen die Untersuchungsergebnisse, daß Haushalte, in denen geringfügig Erwerbstätige leben, ein relativ niedriges Einkommen haben. Der Verdienst aus dieser Erwerbstätigkeit ist daher häufig mehr als nur ein kleines Zubrot. Ein möglicher Einkommensverlust durch die Einführung einer Sozialversicherungspflicht ist aus diesem Grund nicht unproblematisch.
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Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der westdeutschen Industrie - kein einheitliches Bild
Jacqueline Rothfels
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 4,
1996
Abstract
Anhand von Welthandelsanteilen und dem RCA-Index wird die Entwicklung der Wettbewerbsposition der westdeutschen Industrieunternehmen untersucht. Dabei ergibt sich auf Ebene der verschiedenen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes eine differenzierte Entwicklung.
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Konjunkturausblick auf 1996
Udo Ludwig, Martina Spahn, Thomas Notheis, Stefan Kofner, Frank Klawun, Ingrid Haschke, Ruth Grunert, Hans-Ulrich Brautzsch, Jürgen Boje
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
1996
Abstract
Mit dem Jahresausblick für 1996 wird die ausführliche Konjunkturprognose von Mitte 1995 für das Jahr 1996 aktualisiert. Die deutsche Konjunktur hat 1995 erheblich mehr als erwartet an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr nur um knapp 2 % angestiegen. Die Wende zu mehr Beschäftigung ist ausgeblieben. 1996 ruhen die Hoffnungen für die Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs vor allem auf dem privaten Verbrauch. Das Wachstumstempo der gesamtwirtschaftlichen Produktion wird 1996 mit 1,6 % niedriger sein als 1995.
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Länderspezifische Akzente der aktiven Arbeitsmarktpolitik
Doris Gladisch
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
1996
Abstract
Die Landesregierungen in Ostdeutschland tragen mit eigenen Mitteln zur Ausgestaltung der aktiven Elemente der Arbeitsmarktpolitik bei. Mit ihrer kompensatorischen Politik konnten sie den Rückgang der Bundesausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik zumindest mildern. Gleichwohl ist der finanzielle Spielraum vergleichsweise gering.
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Ostdeutsches Brauereigewerbe: Hohe Wettbewerbsfähigkeit bei differenzierter Lohnanpassung
Stefan Küpper
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen besaß das ostdeutsche Brauereigewerbe bereits 1993 einen Lohnstückkostenvorteil gegenüber seiner westdeutschen Konkurrenz, der sich in den Jahren 1994 und 1995 sogar noch beträchtlich vergrößert hat. Je Bruttowertschöpfungseinheit lagen die Lohnstückkosten 1994 um mehr als 25 vH und 1995 bereits um mehr als 30 vH unter dem westdeutschen Vergleichswert.
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Situation und Perspektiven der Wirtschaft in den neuen Bundesländern
Rüdiger Pohl
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 8,
1996
Abstract
Die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Bundesländern ist im Jahre 1996 durch ein stark nachlassendes Wachstum gekennzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt wird nurmehr um 3 Prozent expandieren; das ist weniger als die Hälfte dessen, was in den Jahren 1992 bis 1995 erzielt werden konnte. Das Nachlassen des Wachstums wirkt unmittelbar auf den Arbeitsmarkt durch. Die Beschäftigung, gemessen an der Anzahl der Erwerbstätigen, stagniert bestenfalls; die erhoffte Beschäftigungsausweitung bleibt aus. Waren die hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre nur eine Scheinblüte? Steht die ostdeutsche Wirtschaft vor einer existentiellen Krise, ohne Chancen, den wirtschaftlichen Vorsprung Westdeutschlands je aufzuholen? Oder handelt es sich um eine vorübergehende Stockung im Aufholprozeß, die alsbald wieder durch höhere Wachstumsraten abgelöst wird (wenn auch nicht mehr ganz so hohe wie bisher, weil der Nachholboom nicht mehr wie in den ersten NachwendeJahren trägt?
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Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010
Anja Landwehrkamp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
1995
Abstract
Die demographische Struktur Ostdeutschlands verändert sich. So hat die Zahl der Geburten seit 1989 in großem Umfang abgenommen. Dieser Rückgang macht sich in der Zukunft in Form sinkender Schülerzahlen bemerkbar und signalisiert einen abnehmenden Bedarf an Schul- und Kindergartenplätzen. Im Projektionszeitraum bis 2010 werden die Geburtenzahlen jedoch wieder ansteigen. Darüber hinaus ist zu erwarten, daß sich langfristig eine Konvergenz zwischen der ostdeutschen und der westdeutschen demographischen Situation einstellt.
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Die Europa-Abkommen der baltischen Länder
Marianne Paasi
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
1995
Abstract
Die baltischen Länder - Estland, Lettland und Litauen - haben am 12. Juni 1995 Europa-Abkommen mit der EU unterschrieben. Kern der Abkommen sind die bereits seit Anfang 1995 gültigen bilateralen Freihandelsabkommen, die eine Freihandelszone für gewerbliche Waren errichten. Zwischen der EU und Estland wird die Freihandelszone ohne Verzögerungen verwirklicht. In Lettland und Litauen dagegen wird die Freihandelszone für gewerbliche Waren schrittweise eingeführt, wobei die EU eher liberalisiert als die beiden Länder. Die EU beschränkt allerdings weiterhin ihre Textil- und Bekleidungsimporte aus allen drei baltischen Ländern.
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Strukturwandel und Umweltentlastung in Ostdeutschland in den neuen Bundesländer
Jens Horbach
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
1995
Abstract
In den neuen Ländern vollzog sich seit 1990 ein dynamischer Strukturwandel, der mit rückläufigen Umweltbelastungen verbunden war. Hierzu haben zunächst vor allem Produktionsstillegungen und -rückgänge beigetragen. Im Zusammenhang mit der ab 1992 ansteigenden Industrieproduktion stellt sich die Frage, ob negative Umwelteffekte des wirtschaftlichen Wachstums durch den relativen Bedeutungsverlust umweltintensiver Branchen oder allein durch die Installation neuer Umweltschutztechnik kompensiert wurden. Im Beitrag wird gezeigt, das die Branchenstruktur Produzierenden Gewerbes in Ostdeutschland bis 1994 kaum weniger umweltintensiv geworden ist. Entlastungseffek-te waren vielmehr auf Umweltschutzinvestitionen in den Branchen zurückzuführen.
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