Pendlersaldo und Arbeitsplatzdefizit in Ostdeutschland
Anja Landwehrkamp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
1996
Abstract
In Statistiken zur Unterbeschäftigung in Ostdeutschland wird häufig auch der hohe Pendlersaldo mitgerechnet. An dem so definierten „Arbeitsplatzdefizit" hatte der Pendlersaldo beispielsweise 1995 einen Anteil von immerhin einem Sechstel. Ohne deswegen die Situation beschönigen zu wollen, muß die Einbeziehung des Pendlersaldos in die Unterbeschäftigung als fragwürdig angesehen werden. Der weitaus größte Teil der statistisch ausgewiesenen Pendlermobilität zwischen Ost und Westdeutschland besteht aus kleinräumigen Bewegungen in der Region Berlin und entlang der ehemaligen Zonengrenze. Der Pendlersaldo reflektiert daher eher den Verlauf geographischer Grenzen als einen substantiellen Arbeitsplatzmangel. Werden ostdeutsche Pendler- und Wanderungsbewegungen in Relation zur Erwerbsbeziehungs- beziehungsweise Wohnbevölkerung gesetzt, zeigt sich in beiderlei Hinsicht eine im Vergleich zu Westdeutschland eher unterdurchschnittliche Mobilität. Die Unterbeschäftigung unter Einbeziehung des Pendlersaldos stellt insofern eine überzogene Norm für die Zahl fehlender Arbeitsplätze dar.
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IWH-Industrieumfrage: Geschäftliche Lage und Aussichten auch in diesem September eingetrübt
Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 13,
1996
Abstract
Die Geschäftslage in der ostdeutschen Industrie hat sich im September laut Einschätzung der vom IWH im zweimonatlichen Rhythmus befragten Unternehmen gegenüber Juli im Schnitt wieder verschlechtert. Mit einem Skalenwert von 15 Zählern lag der Saldo aus den positiven und negativen Urteilen um fünf Punkte unter dem Niveau aus der vorangegangenen Umfrage.
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Ostdeutsches Brauereigewerbe: Hohe Wettbewerbsfähigkeit bei differenzierter Lohnanpassung
Stefan Küpper
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen besaß das ostdeutsche Brauereigewerbe bereits 1993 einen Lohnstückkostenvorteil gegenüber seiner westdeutschen Konkurrenz, der sich in den Jahren 1994 und 1995 sogar noch beträchtlich vergrößert hat. Je Bruttowertschöpfungseinheit lagen die Lohnstückkosten 1994 um mehr als 25 vH und 1995 bereits um mehr als 30 vH unter dem westdeutschen Vergleichswert.
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Umweltproblematik in den CEFTA-Ländern und Marktchancen für Umweltschutz
Jens Horbach
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 10,
1996
Abstract
Mit dem Beitritt zur Europäischen Union unterliegen die CEFTA-Länder der EU-Umweltschutzgesetzgebung. Vor diesem Hintergrund werden Umweltschutzdefizite und Nachholbedarfe aufgezeigt, die im Hinblick auf die Übernahme von EU-Umweltschutzvorschriften zu verzeichnen sind. Dabei wird die Umweltintensität der Branchen - gemessen am Anteil der Umweltschutzinvestitionen an den Gesamtinvestitionen - berücksichtigt. Nachfragepotentiale ergeben sich vor allem aus Defiziten der öffentlichen Abwasser- und Abfallentsorgung sowie der Luftreinhaltung in der Industrie und Energiewirtschaft.
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Situation und Perspektiven der Wirtschaft in den neuen Bundesländern
Rüdiger Pohl
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 8,
1996
Abstract
Die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Bundesländern ist im Jahre 1996 durch ein stark nachlassendes Wachstum gekennzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt wird nurmehr um 3 Prozent expandieren; das ist weniger als die Hälfte dessen, was in den Jahren 1992 bis 1995 erzielt werden konnte. Das Nachlassen des Wachstums wirkt unmittelbar auf den Arbeitsmarkt durch. Die Beschäftigung, gemessen an der Anzahl der Erwerbstätigen, stagniert bestenfalls; die erhoffte Beschäftigungsausweitung bleibt aus. Waren die hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre nur eine Scheinblüte? Steht die ostdeutsche Wirtschaft vor einer existentiellen Krise, ohne Chancen, den wirtschaftlichen Vorsprung Westdeutschlands je aufzuholen? Oder handelt es sich um eine vorübergehende Stockung im Aufholprozeß, die alsbald wieder durch höhere Wachstumsraten abgelöst wird (wenn auch nicht mehr ganz so hohe wie bisher, weil der Nachholboom nicht mehr wie in den ersten NachwendeJahren trägt?
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Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010
Anja Landwehrkamp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
1995
Abstract
Die demographische Struktur Ostdeutschlands verändert sich. So hat die Zahl der Geburten seit 1989 in großem Umfang abgenommen. Dieser Rückgang macht sich in der Zukunft in Form sinkender Schülerzahlen bemerkbar und signalisiert einen abnehmenden Bedarf an Schul- und Kindergartenplätzen. Im Projektionszeitraum bis 2010 werden die Geburtenzahlen jedoch wieder ansteigen. Darüber hinaus ist zu erwarten, daß sich langfristig eine Konvergenz zwischen der ostdeutschen und der westdeutschen demographischen Situation einstellt.
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Die Europa-Abkommen der baltischen Länder
Marianne Paasi
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
1995
Abstract
Die baltischen Länder - Estland, Lettland und Litauen - haben am 12. Juni 1995 Europa-Abkommen mit der EU unterschrieben. Kern der Abkommen sind die bereits seit Anfang 1995 gültigen bilateralen Freihandelsabkommen, die eine Freihandelszone für gewerbliche Waren errichten. Zwischen der EU und Estland wird die Freihandelszone ohne Verzögerungen verwirklicht. In Lettland und Litauen dagegen wird die Freihandelszone für gewerbliche Waren schrittweise eingeführt, wobei die EU eher liberalisiert als die beiden Länder. Die EU beschränkt allerdings weiterhin ihre Textil- und Bekleidungsimporte aus allen drei baltischen Ländern.
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Strukturwandel und Umweltentlastung in Ostdeutschland in den neuen Bundesländer
Jens Horbach
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
1995
Abstract
In den neuen Ländern vollzog sich seit 1990 ein dynamischer Strukturwandel, der mit rückläufigen Umweltbelastungen verbunden war. Hierzu haben zunächst vor allem Produktionsstillegungen und -rückgänge beigetragen. Im Zusammenhang mit der ab 1992 ansteigenden Industrieproduktion stellt sich die Frage, ob negative Umwelteffekte des wirtschaftlichen Wachstums durch den relativen Bedeutungsverlust umweltintensiver Branchen oder allein durch die Installation neuer Umweltschutztechnik kompensiert wurden. Im Beitrag wird gezeigt, das die Branchenstruktur Produzierenden Gewerbes in Ostdeutschland bis 1994 kaum weniger umweltintensiv geworden ist. Entlastungseffek-te waren vielmehr auf Umweltschutzinvestitionen in den Branchen zurückzuführen.
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