The Role of Interdependencies Between the Micro and Macro Level in Explaining Investment Dynamics and its Determinants
Jan-Christopher Scherer
PhD Thesis, Martin-Luther-Universität Halle,
2021
Abstract
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen der Mikro- und Makroebene, indem die Auswirkungen von Informationen auf der Mikroebene auf die Dynamik von aggregierten Investitionen betrachtet werden. In einem weiteren Beitrag wird untersucht, inwieweit Stress auf der Ebene der staatlichen Refinanzierung und Bankenstress zum Anstieg sowohl des Niveaus als auch der Heterogenität der Refinanzierungskosten nicht-finanzieller Unternehmen in der Eurozone während der europäischen Schuldenkrise beigetragen haben und wie sie den monetären Transmissionsmechanismus beeinflusst haben. Im 3. Forschungspapier wird analysiert, wie Investitionen auf Unternehmensebene durch Interaktionen zwischen dem Unternehmen und der Gesamtebene in der Eurozone beeinflusst werden.
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Die veränderten Wettbewerbsbedingungen von Nordrhein-Westfalen durch ein verändertes ‚level-playing-field‘ in den Wirtschaftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich und Nordirland
Hans-Ulrich Brautzsch, Andrej Drygalla, Oliver Holtemöller, Martina Kämpfe, Axel Lindner
IWH Studies,
Nr. 1,
2021
Abstract
Am 31.01.2020 ist das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland (Großbritannien) aus der Europäischen Union (EU) ausgetreten. Das Land ist bisher als Handelspartner der nordrhein-westfälischen Wirtschaft von erheblicher Bedeutung gewesen: 2015, im Jahr vor dem britischen Volksentscheid zugunsten eines Austritts, war es mit einem Anteil von 7,7% der drittwichtigste Absatzmarkt für Warenexporte aus Nordrhein-Westfalen, und immerhin 4,6% aller Warenimporte stammten aus Großbritannien. In der vorliegenden Studie werden die Konsequenzen des Brexit für das Land Nordrhein-Westfalen erörtert. Der Fokus liegt dabei auf der kurzen bis mittleren Frist, denn das zentrale Instrument der Analyse, die Input-Output-Rechnung, nutzt Informationen über gegenwärtige Wirtschaftsstrukturen, die sich an die nach dem Austritt Großbritanniens neuen Rahmenbedingungen im Lauf der Zeit anpassen werden. Die Perspektiven für die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU, wie sie sich im Frühjahr 2020 darstellen, werden am Anfang der Studie (Abschnitt 2) skizziert. Daran schließt sich ein Überblick der Literatur zu den wirtschaftlichen Folgen des Brexit für Europa, für Deutschland und für einzelne Regionen an (Abschnitt 3). Das zentrale Kapitel der Studie (Abschnitt 4) beleuchtet die Effekte des Brexit auf die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens. Dabei geht es vor allem um den Güterhandel, die Produktion und die Beschäftigung, aber auch um Effekte auf Investitionen und Arbeitsproduktivität. Um auch wichtige indirekte Effekte über Vorleistungsbeziehungen zu erfassen, kommt die Input-Output-Analyse zum Einsatz. Nach einer kurzen Darstellung der Wirtschaftsstruktur Nordrhein-Westfalens und der Handelsverflechtungen zwischen Großbritannien, Deutschland und der EU werden die kurz- bis mittelfristigen Effekte des Brexit auf den Güterhandel, die Produktion und die Beschäftigung in Deutschland und in neun nordrhein-westfälischen Regionen simuliert. An die so erzielten Ergebnisse schließen sich qualitative Überlegungen zu den Effekten auf Investitionstätigkeit und Produktivitätsentwicklung an. In Abschnitt 5 wird diskutiert, ob sich mit dem Brexit nicht auch Chancen für die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens bieten. Zu diesem Zweck wird untersucht, in welchen Branchen sowohl Großbritannien als auch Nordrhein-Westfalen bisher innerhalb der EU komparative Vorteile gehabt haben, und ob der Austritt Großbritanniens dort Marktanteilsgewinne der heimischen Wirtschaft ermöglichen könnte. In Abschnitt 6 wird der Frage nachgegangen, welche Instrumente und Maßnahmen von der Politik genutzt werden könnten, um einen fairen und regelbasierten Wettbewerb auf Basis des bisherigen ‚level-playing-field‘ zwischen nordrhein-westfälischen und britischen Unternehmen zu gewährleisten. In einem abschließenden Abschnitt 7 werden die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst.
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A Note of Caution on Quantifying Banks' Recapitalization Effects
Felix Noth, Kirsten Schmidt, Lena Tonzer
Abstract
Unconventional monetary policy measures like asset purchase programs aim to reduce certain securities' yield and alter financial institutions' investment behavior. These measures increase the institutions' market value of securities and add to their equity positions. We show that the extent of this recapitalization effect crucially depends on the securities' accounting and valuation methods, country-level regulation, and maturity structure. We argue that future research needs to consider these factors when quantifying banks' recapitalization effects and consequent changes in banks' lending decisions to the real sector.
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Why Are Households Saving so much During the Corona Recession?
Reint E. Gropp, William McShane
IWH Policy Notes,
Nr. 1,
2021
Abstract
Savings rates among European households have reached record levels during the Corona recession. We investigate three possible explanations for the increase in household savings: precautionary motivations induced by increased economic uncertainty, reduced consumption opportunities due to lockdown measures, and Ricardian Equivalence, i.e. increases in the expected future tax-burden of households driven by increases in government debt. To test these explanations, we compile a monthly panel of euro area countries from January 2019 to August 2020. Our findings indicate that the chief driver of the increase in household savings is supply: As governments restrict households’ opportunities to spend, households spend less. We estimate that going from no lockdown measures to that of Italy’s in March, would have resulted in the growth of Germany’s deposit to Gross Domestic Product (GDP) ratio being 0.6 percentage points higher each month. This would be equivalent to the volume of deposits increasing by roughly 14.3 billion euros or 348 euros per house monthly. Demand effects, driven by either fears of unemployment or fear of infection from COVID-19, appear to only have a weak impact on household savings, whereas changes in government debt are unrelated or even negatively related to savings rates. The analysis suggests that there is some pent-up demand for consumption that may unravel after lockdown measures are abolished and may result in a significant increase in consumption in the late spring/early summer 2021.
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Lending Effects of the ECB’s Asset Purchases
Michael Koetter
Journal of Monetary Economics,
Vol. 116 (December),
2020
Abstract
Between 2010 and 2012, the European Central Bank absorbed €218 billion worth of government securities from five EMU countries under the Securities Markets Programme (SMP). Detailed security holdings data at the bank level affirms an effective lending stimulus due to the SMP. Exposed banks contract household lending, but increase commercial lending substantially. Holding non-SMP securities from stressed EMU countries amplifies the commercial lending response. The SMP also improved liquidity buffers and profitability without compromising credit quality.
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Ehrenamtliches Engagement von Flüchtlingen zur Förderung sozialer Integration
Sabrina Jeworrek
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2020
Abstract
Die soziale Integration von Flüchtlingen kann einen substanziellen Beitrag zu deren ökonomischer Integration leisten, häufig sind negative Einstellungen der Bevölkerung gegenüber ethnischen Minderheiten aber ein Schlüsselfaktor für Integrationsprobleme. Die Förderung ehrenamtlichen Engagements von Flüchtlingen könnte eine Lösung darstellen und
den Integrationsprozess positiv beeinflussen. Basierend auf den Daten dreier unterschiedlicher Experimente zeigt dieser Beitrag, dass Einheimische in höherem Maße bereit sind, die Integration von Flüchtlingen persönlich oder finanziell zu unterstützen, wenn sich Flüchtlinge an ihrem neuen Wohnort gesellschaftlich engagieren. Natürlich findet sich eine gewisse Heterogenität hinsichtlich der Neigung, eher persönlich oder eher finanziell zu unterstützen. Für die unterschiedlichsten Personengruppen gilt aber, dass ehrenamtliches Flüchtlingsengagement zumindest auf eine dieser beiden Optionen einen positiven Effekt ausübt.
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Robot Adoption at German Plants
Liuchun Deng, Verena Plümpe, Jens Stegmaier
Abstract
Using a newly collected dataset of robot use at the plant level from 2014 to 2018, we provide the first microscopic portrait of robotisation in Germany and study the potential determinants of robot adoption. Our descriptive analysis uncovers five stylised facts concerning both extensive and, perhaps more importantly, intensive margin of plant-level robot use: (1) Robot use is relatively rare with only 1.55% German plants using robots in 2018. (2) The distribution of robots is highly skewed. (3) New robot adopters contribute substantially to the recent robotisation. (4) Robot users are exceptional along several dimensions of plant-level characteristics. (5) Heterogeneity in robot types matters. Our regression results further suggest plant size, low-skilled labour share, and exporter status to have strong and positive effect on future probability of robot adoption. Manufacturing plants impacted by the introduction of minimum wage in 2015 are also more likely to adopt robots. However, controlling for plant size, we find that plant-level productivity has no, if not negative, impact on robot adoption.
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Die funktionale Spezialisierung Deutschlands — Eine Ost-West-Perspektive auf das Verarbeitende Gewerbe
Matthias Brachert, Eva Dettmann, Alexander Kubis, Mirko Titze
Beitrag in IWH-Sammelwerk,
Festschrift für Gerhard Heimpold, IWH
2020
Abstract
Was treibt regionale Entwicklung? Warum wachsen einige Regionen schneller als andere? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt regionalökonomischer Forschung. Einen besonderen Anwendungsfall stellen die ökonomischen Anpassungsprozesse im Gefolge der Wiederherstellung der Deutschen Einheit dar. Nach einem fulminanten Start in der ersten Hälfte der 1990er Jahre hat sich der Aufholprozess seit Mitte der 1990er Jahre verlangsamt und kommt seitdem nur noch in sehr kleinen Schritten voran. Im Jahr 2017 betrug die Produktivität Ostdeutschlands (mit Berlin) 82% des westdeutschen Niveaus. Über die Ursachen dieses Rückstands gibt es intensive Diskussionen.
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Intangible Capital and Productivity. Firm-level Evidence from German Manufacturing
Wolfhard Kaus, Viktor Slavtchev, Markus Zimmermann
IWH Discussion Papers,
Nr. 1,
2020
Abstract
We study the importance of intangible capital (R&D, software, patents) for the measurement of productivity using firm-level panel data from German manufacturing. We first document a number of facts on the evolution of intangible investment over time, and its distribution across firms. Aggregate intangible investment increased over time. However, the distribution of intangible investment, even more so than that of physical investment, is heavily right-skewed, with many firms investing nothing or little, and a few firms having very large intensities. Intangible investment is also lumpy. Firms that invest more intensively in intangibles (per capita or as sales share) also tend to be more productive. In a second step, we estimate production functions with and without intangible capital using recent control function approaches to account for the simultaneity of input choice and unobserved productivity shocks. We find a positive output elasticity for research and development (R&D) and, to a lesser extent, software and patent investment. Moreover, the production function estimates show substantial heterogeneity in the output elasticities across industries and firms. While intangible capital has small effects for firms with low intangible intensity, there are strong positive effects for high-intensity firms. Finally, including intangibles in a gross output production function reduces productivity dispersion (measured by the 90-10 decile range) on average by 3%, in some industries as much as nearly 9%.
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