Ostdeutsches Brauereigewerbe: Hohe Wettbewerbsfähigkeit bei differenzierter Lohnanpassung
Stefan Küpper
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen besaß das ostdeutsche Brauereigewerbe bereits 1993 einen Lohnstückkostenvorteil gegenüber seiner westdeutschen Konkurrenz, der sich in den Jahren 1994 und 1995 sogar noch beträchtlich vergrößert hat. Je Bruttowertschöpfungseinheit lagen die Lohnstückkosten 1994 um mehr als 25 vH und 1995 bereits um mehr als 30 vH unter dem westdeutschen Vergleichswert.
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Investionsstrukturen im ostdeutschen Unternehmenssektor
Vera Dietrich
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Die Struktur des ostdeutschen Kapitalstocks hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Das Anlagevermögen im Unternehmenssektor besteht schon zum überwiegenden Teil aus Anlagen, die nach 1990 errichtet wurden. Gleichzeitig hat sich die Investitionstätigkeit bisher aber auf Wirtschaftsbereiche mit einem überwiegend regionalen Absatzradius konzentriert. Die damit verbundene Ausrichtung der in den letzten Jahren aufgebauten Produktionskapazitäten auf Regionalmärkte stellt in verschiedener Hinsicht ein Problem für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands dar.
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Aktuelle Trends - Relativ hohe Bauabhängigkeit der ostdeutschen Wirtschaft
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Das Baugewerbe trug in den vergangenen beiden Jahren mit 17 vH zur Wertschöpfung in Ostdeutschland bei und war damit eine der tragenden Säulen des Aufholprozesses. Ein Rückgang der Bauproduktion, der sich nach den Jahren kräftigen Wachstums mit der verhaltenen Entwicklung der Auftragseingänge und der Baugenehmigungen ankündigt, wird nicht diesen Wirtschaftsbereich allein treffen, sondern auf eine ganze Reihe von Zweigen außerhalb des Baugewerbes ausstrahlen.
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ABM-Programme für Ostdeutschland - ein Kommentar
Hilmar Schneider
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Angesichts der nach wie vor bestehenden Arbeitsmarktprobleme in den neuen Bundesländern wenden sich viele Stimmen gegen die von der Bundesregierung erwogene Mittelkürzung für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Unter sozialpolitischen Gesichtspunkten sind diese Reaktionen verständlich, denn insbesondere in strukturschwachen Regionen stellen staatlich geförderte Beschäftigungsprojekte häufig eine wesentliche Arbeitsmarktstütze dar. Dennoch darf auch die sozialpolitische Legitimierung nicht daran vorbeigehen, daß mit der Existenz des zweiten Arbeitsmarktes unerwünschte Nebenwirkungen verbunden sind, die der Anwendung des Instruments enge Grenzen auferlegen.
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Förderung durch die Gemeinschaftsaufgabe im ostdeutschen ländlichen Raum
Franz Barjak
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 13,
1996
Abstract
Eine Analyse der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) für Ostdeutschland zeigt, daß sich der periphere ländlichen Raum zwar bei der Förderung über Erwarten gut behauptet hat, trotzdem weisen die Ergebnisse auf eine geringere Investitionstätigkeit und geringere Arbeitsplatzeffekte als im Durchschnitt der neuen Länder hin. Zur Stärkung des peripheren ländlichen Raumes sollten nicht seine Industrialisierung und Verstädterung angestrebt werden. Vielmehr sind zusammen mit den Akteuren vor Ort Strategien zu entwickeln, die die jeweiligen Potentiale nutzen, Marktdefizite beheben sowie auch im sozial- und kulturpolitischen Bereich einen vielfältigen und damit lebenswerteren ländlichen Raum unterstützen.
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IWH-Industrieumfrage: Geschäftliche Lage und Aussichten auch in diesem September eingetrübt
Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 13,
1996
Abstract
Die Geschäftslage in der ostdeutschen Industrie hat sich im September laut Einschätzung der vom IWH im zweimonatlichen Rhythmus befragten Unternehmen gegenüber Juli im Schnitt wieder verschlechtert. Mit einem Skalenwert von 15 Zählern lag der Saldo aus den positiven und negativen Urteilen um fünf Punkte unter dem Niveau aus der vorangegangenen Umfrage.
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Starke deutsche Marktpositionen in Mittel und Osteuropa
Klaus Werner
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 10,
1996
Abstract
Das Gewicht der mittel- und osteuropäischen Absatzmärkte für die deutsche Exportwirtschaft hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Deutsche Unternehmen behaupteten ihre hohen Marktanteile in dieser Region, auch im Vergleich mit ihren Konkurrenten aus anderen EU-Ländern. Dieser Trend wird voraussichtlich weiter anhalten. Dafür sprechen in erster Linie die wirtschaftliche Erholung in Mittel- und Osteuropa, der damit einhergehende Umstrukturierungs- und Erneuerungsprozeß und die Zunahme ausländischer Direktinvestitionen. Alles dies sind Entwicklungen, die für die deutsche Investitionsgüterindustrie zusätzliche Exportmöglichkeiten eröffnen. Dafür spricht weiterhin, daß das Wirtschaftswachstum gerade in den Reformländern überdurchschnittlich hoch ist, in denen Deutschland besonders starke Positionen als Lieferland besitzt. Drohenden Verlusten von deutschen Marktanteilen, vor allem in Rußland, ist um so eher zu begegnen, wenn auch das ostdeutsche Verarbeitende Gewerbe sich schneller als bisher den veränderten Nachfragestrukturen in Mittel- und Osteuropa anpaßt.
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Entwicklung der Förderkreditnachfrage für Umweltschutzinvestitionen der gewerblichen Wirtschaft
Walter Komar
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Seit 1991 war eine starke Erhöhung der Förderkreditnachfrage der gewerblichen Wirt-schaft Deutschlands zu verzeichnen. Dabei nahm die Nachfrage für Investitionszwecke in umweltgesetzlich weitgehend regulierten Schutzbereichen stärker zu als in schwach oder nicht regulierten Bereichen. Weil vorsorgende Maßnahmen nicht umweltgesetzlich vorgeschrieben sind, deutet diese Entwicklung auf die wachsende Bedeutung vorsor-gender (integrierter) Umweltschutzinvestitionen in den Unternehmen hin.
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12.03.2026 • 8/2026
Konjunktur aktuell: Ölpreisschock gefährdet Erholung in Deutschland
Weltweit höhere Energiepreise infolge des neuen Golfkriegs verschlechtern die Aussichten für die deutsche Konjunktur, auch wenn Mehrausgaben der öffentlichen Hand die gesamtwirtschaftliche Expansion in diesem und im kommenden Jahr stützen werden. Nach der Frühjahrsprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte die Produktion im Jahr 2026 um 0,7% und im Jahr 2027 um 1% zunehmen. Ähnliche Expansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten. Im Dezember waren die IWH-Konjunkturforscher von einem Zuwachs von 1% sowohl für 2026 als auch für 2027 ausgegangen.
Oliver Holtemöller
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