Aktuelle Trends - Wirtschaftliche Lage im ostdeutschen Baugewerbe 1995 mit breiter Streuung
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 10,
1996
Abstract
Laut IWH-Umfrage übertrafen 1995 im ostdeutschen Baugewerbe die Gesamtkosten den Umsatz um durchschnittlich 2,3 vH. Für dieses Minus ist nur knapp ein Viertel aller Unternehmen verantwortlich. Reichlich drei Viertel befinden sich dagegen im Plusbereich oder können auf ein ausgeglichenes Ergebnis verweisen. Im untersten Quartil der in aufsteigender Reihenfolge der Kosten-Umsatz-Relation sortierten Unternehmen, d.h. in der erfolgreichsten Gruppe, unterschreiten die Gesamtkosten den Umsatz um durchschnittlich 12 vH, im zweiten Quartil um etwa 4 vH. Im dritten Quartil dürften sich eher die Unternehmen an der Gewinn- bzw. Verlustschwelle befinden.
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Tarifpolitische Ansatzpunkte für eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Wirtschaft
Rüdiger Pohl, Hilmar Schneider
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 13,
1996
Abstract
Die Konsolidierungsprobleme der ostdeutschen Wirtschaft und ihre Schwierigkeiten in dem Bemühen auf überregionalen Märkten Fuß zu fassen, drohen zu einem Dauerproblem zu werden. Daran hat sich die vorwiegend auf pauschale Lohnangleichung ausgerichtete Tarifpolitik der Vergangenheit einen wesentlichen Anteil, weil damit die Ertragskraft vieler Unternehmen überfordert wurde. Die labile Ertragslage vieler ostdeutscher Unternehmen hat zwar noch andere Ursachen als nur zu hohe Löhne. doch schmälert dies den tarifpolitischen Handlungsbedarf nicht. Es muß daher konstruktiv über die tarifpolitischen Möglichkeiten diskutiert werden. Zumindest dem Gros der ostdeutschen Unternehmen und ihren Arbeitsplätzen zu einer wirtschaftlich tragfähigen Basis zu verhelfen. Hierzu wird ein Maßnahmenkatalog zur Diskussion gestellt, dessen Einzelpunkte alternativ oder einander ergänzend genutzt werden können, arbeitsplatzerhaltende Schritte zur Lohnkostenentlastung einzuleiten. In welcher Kombination und in welchem Ausmaß diese Punkte konkret zum Tragen kommen, sollte von der jeweiligen wirtschaftlichen Situation einer Branche abhängig gemawcht werden.
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IWH-Bauumfrage im August: Geschäftslage im ostdeutschen Baugewerbe über Vorjahresniveau - Geschäftsaussichten leicht gedämpft
Brigitte Loose
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Laut Umfrage des IWH unter mehr als 300 Unternehmen des ostdeutschen Bauhaupt- und Ausbaugewerbes hat sich die Geschäftslage, wie schon für Juni vermeldet, auch im Monat August verbessert. Die Bauunternehmen sind mit voller Kraft dabei, die Produktionsausfälle des witterungsbedingten Einbruchs im ersten Quartal zu überwinden. 24 vH aller Bauunternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage mit „gut", 46 vH mit „eher gut".
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Investionsstrukturen im ostdeutschen Unternehmenssektor
Vera Dietrich
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Die Struktur des ostdeutschen Kapitalstocks hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Das Anlagevermögen im Unternehmenssektor besteht schon zum überwiegenden Teil aus Anlagen, die nach 1990 errichtet wurden. Gleichzeitig hat sich die Investitionstätigkeit bisher aber auf Wirtschaftsbereiche mit einem überwiegend regionalen Absatzradius konzentriert. Die damit verbundene Ausrichtung der in den letzten Jahren aufgebauten Produktionskapazitäten auf Regionalmärkte stellt in verschiedener Hinsicht ein Problem für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands dar.
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Starke deutsche Marktpositionen in Mittel und Osteuropa
Klaus Werner
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 10,
1996
Abstract
Das Gewicht der mittel- und osteuropäischen Absatzmärkte für die deutsche Exportwirtschaft hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Deutsche Unternehmen behaupteten ihre hohen Marktanteile in dieser Region, auch im Vergleich mit ihren Konkurrenten aus anderen EU-Ländern. Dieser Trend wird voraussichtlich weiter anhalten. Dafür sprechen in erster Linie die wirtschaftliche Erholung in Mittel- und Osteuropa, der damit einhergehende Umstrukturierungs- und Erneuerungsprozeß und die Zunahme ausländischer Direktinvestitionen. Alles dies sind Entwicklungen, die für die deutsche Investitionsgüterindustrie zusätzliche Exportmöglichkeiten eröffnen. Dafür spricht weiterhin, daß das Wirtschaftswachstum gerade in den Reformländern überdurchschnittlich hoch ist, in denen Deutschland besonders starke Positionen als Lieferland besitzt. Drohenden Verlusten von deutschen Marktanteilen, vor allem in Rußland, ist um so eher zu begegnen, wenn auch das ostdeutsche Verarbeitende Gewerbe sich schneller als bisher den veränderten Nachfragestrukturen in Mittel- und Osteuropa anpaßt.
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Entwicklung der Förderkreditnachfrage für Umweltschutzinvestitionen der gewerblichen Wirtschaft
Walter Komar
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1996
Abstract
Seit 1991 war eine starke Erhöhung der Förderkreditnachfrage der gewerblichen Wirt-schaft Deutschlands zu verzeichnen. Dabei nahm die Nachfrage für Investitionszwecke in umweltgesetzlich weitgehend regulierten Schutzbereichen stärker zu als in schwach oder nicht regulierten Bereichen. Weil vorsorgende Maßnahmen nicht umweltgesetzlich vorgeschrieben sind, deutet diese Entwicklung auf die wachsende Bedeutung vorsor-gender (integrierter) Umweltschutzinvestitionen in den Unternehmen hin.
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IWH-Bauumfrage im Oktober: Ostdeutsches Baugewerbe: Geschäftslage hat Höhepunkt überschritten - Ausscihten überwiegend pessimistisch
Brigitte Loose
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
1996
Abstract
Laut IWH-Umfrage unter 300 ostdeutschen Bauunternehmen im Oktober hat der Aufschwung nach dem Wintereinbruch seinen bisherigen Höhepunkt im Verlauf des Jahres überschritten. Die derzeitige Geschäftslage wird etwas ungünstiger, die Aussichten für das nächste Halbjahr aber werden deutlich schlechter eingeschätzt als bei der vorangegangenen Umfrage im August.
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Aktienmärkte in Mittel- und Osteuropa: Anlegereuphorie trotz institutioneller Hemmnisse
Thomas Linne
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
1996
Abstract
Die Massenprivatisierung in verschiedenen Ländern Mittel- und Osteuropas hat entscheidende Impulse für die Entwicklung der Aktienmärkte gegeben. Die anfängliche Begeisterung ausländischer Investoren ist angesichts der Liquiditätsprobleme dieser Märkte übertrieben. Für die Kapitalnachfrage der inländischen Unternehmen bedeutet die geringe Liquidität eine bindende Restriktion bei der Kapitalbeschaffung. Als Ausweichreaktion streben deshalb einige Unternehmen eine Börsennotierung im Ausland an.
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Geschäftliche Lage und Aussichten im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe im November wieder aufgehellt
Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 16,
1996
Abstract
Nach der Abkühlung im September haben die ostdeutschen Industrieunternehmen für November eine Verbesserung des Klimas gemeldet. Sowohl die geschäftliche Lage als auch die Aussichten haben sich laut Umfrage des IWH unter etwa 300 Unternehmen wieder und zum Teil sprunghaft aufgehellt.
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Standortnachteile Mittel- und Osteuropas durch unzureichende Straßen- und Bahnnetze
Thomas Meißner
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
1996
Abstract
Ein gegenwärtig noch bestehendes Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung Mittel- und Osteuropas stellt die dort nur unzulängliche Verkehrsinfrastruktur dar. Neben einer geringen Dichte insbesondere der Straßennetze sind es die Struktur und die Qualität der verfügbaren Verkehrstrassen, die das Wachstum behindern. Dies beeinträchtigt offensichtlich auch den Zustrom ausländischer Direktinvestitionen, da multinationale Unternehmen, und hier insbesondere Industrieunternehmen mit einem überregionalen oder gar internationalen Absatzmarkt, auf ein hinreichendes Maß an Verkehrsinfrastrukturausstattung angewiesen sind. Die Planung und Entwicklung der mittel- und osteuropäischen Verkehrsnetze erfolgen bereits im Verbund mit inter- und multinationalen Organisationen. Trotzdem wird es den Reformstaaten nur langfristig möglich sein, ihre Verkehrssysteme so umzugestalten, daß sich der in diesem Bereich bestehende Mangel abschwächt.
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