Geldpolitik im Wechselschritt - ein Kommentar
Rüdiger Pohl
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 4,
1996
Abstract
Die kraftlose Wirtschaftsentwicklung läßt die Stimmen nicht verstummen, die neuerliche Zinssenkungen durch die Deutsche Bundesbank verlangen. Weil der Staat angesichts hoher Defizite kaum mehr finanzpolitisches Pulver besitzt, das er verschießen könnte, setzt man auf Zinssenkung als letzten Strohhalm zur Rettung einer sonst untergehenden Konjunktur. Doch das greift sehr kurz. Die Geldpolitik kann derzeit keine konjunkturelle Anregung bewirken; und auch strategische Überlegungen sprechen gegen Zinssenkungen heute, die sich morgen als kurzatmig erweisen werden.
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Aktuelle Trends - Industriestrom in Ostdeutschland deutlich teurer als in Westdeutschland
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
1996
Abstract
In der Diskussion um die ostdeutschen Strompreise für industrielle Verbraucher gilt es zu berücksichtigen, daß es sich hierbei zumeist um Sondervertragskunden handelt, die individuelle Verträge mit den Energieversorgungsunternehmen abschließen können. Um deren Ausgaben für eine Einheit bezogenen Stroms zu ermitteln, lassen sich die durchschnittlichen Erlöse der Energieversorger aus dem Verkauf von Industriestrom an Sondervertragskunden als Indikator heranziehen. Diese lagen im ostdeutschen Durchschnitt im Jahr 1994 um 24 vH über dem durchschnittlichen Niveau Westdeutschlands.
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IWH-Flash-Indikator IV. Quartal 2025 und I. Quartal 2026
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH-Flash-Indikator,
Nr. 4,
2025
Abstract
Die deutsche Wirtschaft stagnierte im dritten Quartal 2025, nachdem sie im Quartal zuvor noch um 0,2% geschrumpft war. Einem Rückgang der Exporte standen steigende Investitionen in Ausrüstungen gegenüber. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt damit weiterhin mehr als einen Prozentpunkt unter dem Höchstwert von vor drei Jahren. Die anhaltende Exportschwäche der deutschen Industrie ist dabei nicht auf eine ungünstige weltwirtschaftliche Lage zurückzuführen, sondern auf weiterhin ungelöste strukturelle Probleme wie zu hohe Energie- und Arbeitskosten in Deutschland. Zwar deutet sich zum Jahreswechsel 2025/2026 eine moderate konjunkturelle Belebung an (vgl. Abbildung 1), von den geplanten Mehrausgaben für Verteidigung und Infrastruktur sind jedoch erst ab dem kommenden Jahr konjunkturelle Impulse zu erwarten. Allerdings belasten weltweite Spannungen die Lieferketten weiterhin, und sie führen in der stark arbeitsteiligen deutschen Industrie immer wieder zu Engpässen. Laut IWH-Flash-Indikator steigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2025 um 0,2% und im ersten Quartal 2026 um 0,4%.
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Monitoring, Evaluierung und wissenschaftliche Begleitung des Strukturwandels in der Lausitz
Mirko Titze, Stefan Zundel
BTU Cottbus/IWH: Begleitforschung Strukturwandel (BeForSt), Policy Brief I,
2021
Abstract
Gegenstand des Begleitforschungsvorhabens ist das Monitoring, die Evaluierung und die wissenschaftliche Begleitung des Strukturwandels in der (brandenburgischen) Lausitz, der sich durch den Ausstieg aus der Braunkohleförderung und -verstromung ergibt. Das Vorhaben verfolgt zwei Anliegen. Erstens widmet es sich den Wirkungen der Fördermaßnahmen des Strukturstärkungsgesetzes, mit denen der Bund und die Länder die ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen, die sich für diese Regionen ergeben, bewältigen wollen. Es beschreibt zweitens die aktuelle wirtschaftliche Situation und ihre Entwicklung in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen. Beide Anliegen bedürfen eines umfangreichen Indikatorensystems, das in diesem Vorhaben grundlegend entwickelt werden soll. Das Vorhaben hat vorerst eine Laufzeit von einem Jahr. Es wird durchgeführt von der Brandenburgischen Technischen Universität in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
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Konjunktur
Gemeinschafts-Diagnose Frühjahr 2026 Energiepreisschock dämpft Erholung – Inflation steigt 1. April 2026 Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die deutsche Konjunktur…
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