25 Jahre IWH

Zentrum für evidenzbasierte Politikberatung (IWH-CEP)

Das Zentrum für evidenzbasierte Politikberatung des IWH (IWH-CEP) wurde im Jahr 2014 gegründet. Hierbei handelt es sich um eine Plattform, die Aktivitäten in Forschung, Lehre und Politikberatung bündelt und strukturiert mit dem Ziel, bessere Grundlagen für eine kausale Analyse wirtschaftspolitischer Maßnahmen in Deutschland zu schaffen.

Das IWH-CEP ist als Serviceeinheit konzipiert und unterstützt die Aktivitäten in den Forschungsgruppen, indem der Zugang zu einem überregionalen Forschungs- und Politikberatungsnetzwerk sowie der Zugang zu Datensätzen für Kausalanalysen bereitgestellt wird. Das IWH-CEP liegt an der Schnittstelle zwischen drei Aufgabenbereichen und nimmt Koordinierungsfunktionen zwischen ihnen wahr.

Zentrum für evidenzbasierte Politikberatung (IWH-CEP)

Der Staat greift über eine ganze Reihe an Maßnahmen in das Marktgeschehen ein, um wirtschaftspolitische Ziele zu erreichen. Für die Wirtschaftspolitik ist es wichtig zu wissen, ob die intendierten Ziele auch erreicht wurden. Wissenschaftliche Methoden können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Diese sind notwendig, um einen klaren Zusammenhang zwischen einer wirtschaftspolitischen Maßnahme und deren Wirkung herzustellen. Vor diesem Hintergrund wurde das Zentrum für evidenzbasierte Politikberatung am IWH (IWH-CEP) gegründet.

Forschung und Politikberatung

Forschung und Politikberatung finden in den IWH-Forschungsgruppen statt. Aktuell wird in der Forschungsgruppe "Die Leistungsfähigkeit von Unternehmen und Regionen" eine Pilotstudie zu den „Wirkungen der Investitionsförderung im Land Sachsen-Anhalt“ erstellt. In Zukunft werden auch Themen aus der Abteilung Finanzmärkte behandelt, und zwar, wie sich Regulierung auf Kapitalallokation auswirkt.

Aufbau eines Netzwerks

Das IWH-CEP ist Teil der Initiative "Evidenzbasierte Wirtschaftspolitik", welche beim Verein für Socialpolitik angesiedelt ist. Durch die Anbindung an die Initiative soll Sichtbarkeit in der wissenschaftlichen und politischen Community gewährleistet werden.

Aufbau und Pflege von Datenbanken

Die große Herausforderung bei der Analyse von Wirkungen staatlicher Eingriffe besteht heute in der Erschließung administrativer (Förder)Daten. Entsprechend der (aktuellen) Spezialisierung auf die Analyse von Wirkungen betrieblicher Förderung wird eine IWH-FuE-Mikrodatenbank aufgebaut, gepflegt und vervollständigt. Informationen über die geförderten Projekte allein reichen nicht aus, um Kausalanalysen durchzuführen – es müssen Betriebsdaten der amtlichen und kommerziellen Statistik angespielt werden, was über Record-Linkage-Techniken organisiert wird. Diese Aufgabe wird perspektivisch am Datenzentrum des IWH durchgeführt.

Ihr Kontakt

Publikationen

cover_international-regional-science-review.jpg

Joint R&D Subsidies, Related Variety, and Regional Innovation

T. Broekel Matthias Brachert M. Duschl T. Brenner

in: International Regional Science Review , im Erscheinen

Abstract

Subsidies for research and development (R&D) are an important tool of public R&D policy, which motivates extensive scientific analyses and evaluations. This article adds to this literature by arguing that the effects of R&D subsidies go beyond the extension of organizations’ monetary resources invested into R&D. It is argued that collaboration induced by subsidized joint R&D projects yield significant effects that are missed in traditional analyses. An empirical study on the level of German labor market regions substantiates this claim, showing that collaborative R&D subsidies impact regions’ innovation growth when providing access to related variety and embedding regions into central positions in cross-regional knowledge networks.

Publikation lesen

Die Analyse kausaler Effekte wirtschaftspolitischer Maßnahmen – Das Zentrum für evidenzbasierte Politikberatung am IWH (IWH-CEP)

Matthias Brachert Eva Dettmann Mirko Titze

in: Wirtschaft im Wandel , Nr. 5, 2015

Abstract

In Deutschland besteht ein enormer Bedarf an evidenzbasierter Politikberatung. Viele wirtschaftspolitische Interventionen werden bislang nicht umfassend evaluiert, und falls doch, wenden die wenigsten Untersuchungen geeignete Verfahren der Kausalanalyse an, um einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Intervention und dem Erreichen von wirtschaftspolitischen Zielen zu identifizieren. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle hat für diese Aufgabe das Zentrum für evidenzbasierte Politikberatung (IWH-CEP) eingerichtet. Eine Pilotstudie zu den Wirkungen der betrieblichen Investitionsförderung ist bereits angelaufen.

Publikation lesen

Cover_IWH-Discussion-Papers_2016.jpg

The Structure and Evolution of Intersectoral Technological Complementarity in R&D in Germany from 1990 to 2011

Matthias Brachert T. Broekel

in: IWH-Diskussionspapiere , Nr. 13, 2014

Abstract

Technological complementarity is argued to be a crucial element for effective Research and Development (R&D) collaboration. The real structure is, however, still largely unknown. Based on the argument that organizations’ knowledge resources must fit for enabling collective learning and innovation, we use the co-occurrence of firms in collaborative R&D projects in Germany to assess inter-sectoral technological complementarity between 129 sectors. The results are mapped as complementarity space for the Germany economy. The space and its dynamics from 1990 to 2011 are analyzed by means of social network analysis. The results illustrate sectors being complements both from a dyadic and portfolio/ network perspective. This latter is important, as complementarities may only become fully effective when integrated in a complete set of different knowledge resources from multiple sectors. The dynamic perspective moreover reveals the shifting demand for knowledge resources among sectors at different time periods.

Publikation lesen

Actors and Interactions – Identifying the Role of Industrial Clusters for Regional Production and Knowledge Generation Activities

Mirko Titze Matthias Brachert Alexander Kubis

in: Growth and Change , Nr. 2, 2014

Abstract

This paper contributes to the empirical literature on systematic methodologies for the identification of industrial clusters. It combines a measure of spatial concentration, qualitative input–output analysis, and a knowledge interaction matrix to identify the production and knowledge generation activities of industrial clusters in the Federal State of Saxony in Germany. It describes the spatial allocation of the industrial clusters, identifies potentials for value chain industry clusters, and relates the production activities to the activities of knowledge generation in Saxony. It finds only a small overlap in the production activities of industrial clusters and general knowledge generation activities in the region, mainly driven by the high-tech industrial cluster in the semiconductor industry. Furthermore, the approach makes clear that a sole focus on production activities for industrial cluster analysis limits the identification of innovative actors.

Publikation lesen

Im Fokus: Geförderte FuE-Verbundprojekte: Sächsische Akteure wählen zunehmend Partner in räumlicher Nähe

Mirko Titze Matthias Brachert Wilfried Ehrenfeld

in: Wirtschaft im Wandel , Nr. 3, 2013

Abstract

Externe Kooperationen bei innovativen Projekten sind mit einer Reihe von Vorteilen verbunden. Oft werden solche Projekte durch Kooperationen überhaupt erst möglich. Die Literatur stellt dabei insbesondere den Austausch von Wissen heraus. Für den Austausch einer ganz besonderen Form des Wissens, des so genannten nicht kodifizierten Wissens, ist oftmals räumliche Nähe erforderlich, da nicht kodifiziertes Wissen überwiegend durch persönliche Kontakte ausgetauscht wird. Der Bund und die Länder wenden eine ganze Reihe von Förderprogrammen an, die Anreize zur Aufnahme von innovativen Kooperationsprojekten bieten. Der vorliegende Beitrag analysiert die Kooperationsstrukturen innerhalb geförderter Verbundprojekte des Bundes in den Zeiträumen 1995 bis 2000 und 2005 bis 2010. Die Untersuchung richtet sich auf den Freistaat Sachsen. Es zeigt sich, dass die sächsischen Akteure im zweiten Zeitraum mehr Partner innerhalb Sachsens und der ostdeutschen Länder gewählt haben als in der ersten Periode. Dies spricht offenbar dafür, dass sächsische Partner attraktiver werden, und ermöglicht durch die räumliche Nähe den stärkeren Austausch von nicht kodifiziertem Wissen, welches wichtig für den Erfolg von Innovationsaktivitäten einer Region ist.

Publikation lesen
Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft LogoTotal-Equality-LogoWeltoffen Logo