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Die französischen Investitionen in Ostdeutschland

Die ostdeutschen Investitionsobjekte mit mittelbarer oder unmittelbarer Kapitalbeteiligung aus Frankreich sind weit gestreut, aber zeichnen sich im Vergleich zu den anderen ostdeutschen Firmen durch eine überdurchschnittliche Größe und Weltmarktorientierung, eine hohe Investitionsintensität und eine gewisse Konzentration in rohstoff- und energieintensiven Branchen aus. Bei der Entscheidung, in Ostdeutschland zu investieren, überwog das Absatzmotiv gegenüber der Absicht, Produktions- und Transaktionskosten durch die Ausnutzung besonderer ostdeutscher Standortvorteile zu senken. Die Investoren bestehen in der Regel aus bewährten transnationalen Unternehmensgruppen, für welche die ostdeutsche Privatisierung die einmalige Gelegenheit geboten hat, marktstrategische Positionen in (Ost-) Deutschland zu besetzen und dort ihre spezifischen Wettbewerbsvorteile auszuschöpfen.

01. Juli 1996

Autoren Remi Lallement Udo Ludwig

Außerdem in diesem Heft

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Aktuelle Trends - Personalbestand der ostdeutschen Kommunen noch hoch

IWH

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 5, 1996

Abstract

Die Personalausgaben der ostdeutschen Gemeinden und Gemeindeverbände konnten seit 1992 in jedem Jahr zurückgeführt werden. Trotz dieser beachtlichen Konsolidierungsbemühungen lagen die Personalausgaben der ostdeutschen Kommunen im Jahr 1995 mit 1.251 DM je Einwohner um 25 vH über den entsprechenden Ausgaben der westdeutschen Kommunen von rd. 1.000 DM je Einwohner.

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Außenhandel der neuen Bundesländer 1995 weiter mit hoher Dynamik

Ingrid Haschke

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 5, 1996

Abstract

Nachdem sich bereits 1994 eine Trendwende im ostdeutschen Außenhandel abgezeichnet hatte, setzte sich diese Aufwärtsentwicklung, wie eine erste Schätzung zeigt, auch 1995 mit hoher Dynamik fort. Der regionale Schwerpunkt des Handels hat sich weiter von Ost nach West verlagert. Den höchsten Anteil am Warenaustausch stellen gleichartige Gütergruppen. was darauf hindeutet, daß der ostdeutsche Außenhandel vor allem durch intrasektorale Arbeitsteilung gekennzeichnet ist.

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Die Aufnahme der Tschechischen Republik, Ungarns und Polens in die OECD

Michael Seifert

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 5, 1996

Abstract

Die Bemühungen Polens, Ungarns und der Tschechischen Republik um eine Aufnahme in die OECD zeigen, wie stark diese Länder sich an den institutionellen Rahmenbedingungen orientieren, die durch den Klub der marktwirtschaftlichen Industrieländer repräsentiert werden. Die Tschechische Republik hat als erstes Reformland Mittel­ und Osteuropas die Aufnahme in die OECD geschafft. Dem Beitritt Ungarns im Mai steht nach einer Anpassung gesetzlicher Rahmenbedingungen nichts mehr entgegen. Die Aufnahme Polens war für das erste Halbjahr 1996 vorgesehen. Bestehende protektionistische Importbestimmungen haben diese bisher verzögert. Das polnische Beispiel zeigt, weiche Effekte der Beitritt möglicherweise auf die Importe haben kann. Zu erwarten ist aber auch ein erhöhter Einfluß an ausländischen Direktinvestitionen, der nicht nur kurzfristig höhere Handelsbilanzdefizite finanziert, sondern mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit der neuen Mitgliedländer verbessen hilf.

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Zur Kontroverse um die Transferleistungen für die neuen Bundesländer

Joachim Ragnitz

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 5, 1996

Abstract

Es wird dargestellt, welche Höhe die Transferleistungen für die neuen Länder in Jahren 1991 bis 1996 erreicht haben und wie die Aussagekraft von Transferstatistiken zu beurteilen ist. Kernthese ist, dass nur ein kleiner Teil der Transfers politisch beeinflussbar ist, weil sie zumeist auf gesamtdeutsch fixierten rechtlichen Grundlagen beruhen.

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