IWH-Insolvenztrend: Insolvenzen steigen im März kräftiger an

Deutlich schneller als die amtliche Statistik liefert das IWH monatlich ein Lagebild vom bundesweiten Insolvenzgeschehen. Die Anzahl der Insolvenzen ist im März erneut angestiegen, aber die Zahl der von Großinsolvenzen betroffenen Jobs blieb konstant.

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Lockerungen der Coronamaßnahmen: mehr wirtschaftliche Mobilität, aber auch mehr COVID-19-Fälle

Die jüngsten Lockerungen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen in Deutschland führen zu einem Anstieg der wirtschaftlichen Mobilität um geschätzt mehr als zehn Prozentpunkte. Die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle dürfte sich in Folge um 25% erhöhen. Fazit: Wir brauchen bessere Test- und Quarantänestrategien und müssen schneller impfen.

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Neue Infektionswelle unterbricht wirtschaftliche Erholung

Der Lockdown wird im März 2021 in Deutschland nur wenig zurückgenommen. Impfkampagne und wegfallende Beschränkungen dürften dann jedoch Konsum und Konjunktur beflügeln. Das IWH prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 3,7% zunehmen wird, nach einem Rückgang um 4,9% im Jahr 2020.

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Privatpersonen erhöhen Ersparnisse, weil Ausgabemöglichkeiten fehlen

Während der Corona-Krise haben europäische Haushalte so viel Geld zurückgelegt wie noch nie – hauptsächlich wegen fehlender Ausgabemöglichkeiten infolge des Lockdowns und nicht aufgrund ökonomischer Unsicherheit. Das spricht für eine rasche Wiederbelebung des Konsums und eine zügige wirtschaftliche Erholung, sobald der Lockdown aufgehoben wird.

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Deutsche Lebensversicherer investieren nicht ausreichend in Start-ups

In Deutschland steht der Start-up-Szene nicht genügend Risikokapital zur Verfügung. Institutionelle Anleger, hier vor allem die deutschen Lebensversicherer, könnten junge Unternehmen fördern, indem sie mehr in Aktien anlegen.

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IWH warnt vor neuer Bankenkrise

Die Corona-Rezession könnte das Aus für dutzende Banken bundesweit bedeuten – selbst wenn Deutschland die Wirtschaftskrise glimpflich übersteht. IWH-Präsident Reint Gropp warnt vor einer möglichen hohen Zusatzlast für die ohnehin geschwächte Realwirtschaft.

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Vorzeitiges Braunkohle-Aus mit spürbaren Folgen

Ein vorzeitiger Ausstieg Deutschlands aus der Braunkohle wird die Gesamtwirtschaft kaum beeinträchtigen. IWH-Modellrechnungen zeigen aber: Die Effekte auf die Arbeitsmärkte des Rheinlands, Mitteldeutschlands und der Lausitz sind beachtlich.

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Wir erklären Wirtschaft

Wir betreiben unabhängige Forschung zu gesellschaftlich wichtigen ökonomischen Fragen und möchten Fakten und evidenzbasierte Erkenntnisse liefern, die bessere ökonomische Entscheidungen ermöglichen. Wir konzentrieren uns auf Wachstum und Produktivität, weil wir überzeugt sind, dass ökonomischer Wohlstand es den Menschen erlaubt, ein erfüllteres Leben zu führen. Junge Talente unterstützen und fördern wir bestmöglich, sodass sie Kompetenzen entwickeln und ihre Fähigkeiten optimal entfalten können. In flachen Hierarchien sind wir von intellektueller Neugier motiviert und haben den Mut, auch unbequeme Erkenntnisse in die Öffentlichkeit zu bringen.

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Insolvenzen im März erreichen fast das Niveau des Vorjahresmonats

870

Personen- und Kapitalgesellschaften wurden im März 2021 als insolvent gemeldet. Damit lagen die Insolvenzen im März um mehr als

20
Prozent über den Februarzahlen und erreichten fast das Niveau des Vorjahresmonats.

Pressemitteilungen

08.04.2021 • 10/2021

IWH-Insolvenztrend: Zahl der Insolvenzen steigt im März erneut an

Professor Dr. Steffen Müller
Abstract

Die Anzahl der Insolvenzen ist im März erneut angestiegen, aber die Zahl der von Großinsolvenzen betroffenen Jobs blieb konstant. Das IWH liefert mit dem IWH-Insolvenztrend ein monatliches Update zum bundesweiten Insolvenzgeschehen.

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18.03.2021 • 9/2021

Wirtschaftliche Mobilität dürfte nach Lockerung deutlich steigen – aber auch die Zahl der COVID-19-Fälle

Professor Dr. Oliver Holtemöller
Abstract

Die Lockerung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen von Anfang März 2021 führen zu einem deutlichen Anstieg der wirtschaftlichen Mobilität und ermöglichen wieder mehr persönliche Kontakte in Deutschland. Schätzungen deuten darauf hin, dass der zu erwartende Anstieg der ökonomischen Mobilität mehr als zehn Prozentpunkte betragen kann. Dies dürfte die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle in Deutschland um 25% erhöhen. Da sowohl ein fortgesetzter Lockdown als auch Lockerungen erhebliche negative Konsequenzen mit sich bringen, ist es umso wichtiger, durch eine bessere Test- und Quarantänestrategie und durch eine höhere Geschwindigkeit beim Impfen weitere Lockerungen zu ermöglichen, ohne damit die Gesundheit der Menschen zu gefährden.

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11.03.2021 • 8/2021

Konjunktur aktuell: Neue Infektionswelle unterbricht wirtschaftliche Erholung

Professor Dr. Oliver Holtemöller
Abstract

Der Lockdown wird im März 2021 in Deutschland nur wenig zurückgenommen, und das Bruttoinlandsprodukt geht im ersten Quartal 2021 deutlich zurück. Wenn mit Fortschreiten der Impfkampagne die Beschränkungen Schritt für Schritt aufgehoben werden, dürfte eine Normalisierung des Konsumverhaltens der privaten Haushalte die Konjunktur beflügeln. Nach der Frühjahrsprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 3,7% zunehmen, nach einem Rückgang um 4,9% im Jahr 2020. In Ostdeutschland fällt sowohl der Rückgang als auch der Wiederanstieg deutlich geringer aus.

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04.03.2021 • 7/2021

IWH-Insolvenztrend: Zahl der Insolvenzen stagniert im Februar auf niedrigem Niveau

Professor Dr. Steffen Müller
Abstract

Die Zahl der Insolvenzen hat sich im Februar 2021 auf niedrigem Niveau stabilisiert. Trotz langanhaltendem Lockdown rechnet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) auch für die kommenden Monate nicht mit hohen Insolvenzzahlen. Das IWH liefert mit dem IWH-Insolvenztrend ein monatliches Update zum bundesweiten Insolvenzgeschehen.

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