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Konsequenzen der EU-Erweiterung für die Regionalförderung in Ostdeutschland

Die EU-Erweiterung wirkt sich auf den Status der Regionen aus, die derzeit im Rahmen der EURegionalpolitik gefördert werden. Voraussichtlich werden zahlreiche Regionen in der kommenden Programmperiode ihren Ziel-1-Status verlieren und entsprechend auf Fördermittel verzichten müssen. Über diesen bereits in der Öffentlichkeit diskutierten Aspekt hinaus ist damit zu rechnen, dass die EU für dieselben Regionen die maximal zulässigen Beihilfesätze absenken wird. Hiervon betroffen sind auch die meisten Regionen der ostdeutschen Flächenländer. Ein „phasing out“ für die betroffenen Ziel-1-Gebiete könnte die Umstellung erleichtern. Gleichzeitig sollte schon jetzt durch eine Beschleunigung des Infrastrukturausbaus damit begonnen werden, die regionalen Standortnachteile deutlich zu reduzieren, um damit auf die voraussichtliche Senkung der Regionalbeihilfesätze zu reagieren.

10. Juli 2002

Autoren Franz Kronthaler Martin T. W. Rosenfeld

Außerdem in diesem Heft

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Infrastrukturmängel – eine Wachstumsbremse für Ostdeutschland? – ein Kommentar

Rüdiger Pohl

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 9, 2002

Abstract

Bislang bestand Einmütigkeit darüber, dass Mängel in der ostdeutschen Infrastruktur ein gravierendes Hemmnis für die Entfaltung der Wirtschaftskraft darstellen. Vor diesem Hintergrund wurde der Solidarpakt II beschlossen. Zwischen 2005 und 2019 fließen den neuen Ländern rund 110 Mrd. Euro an Finanzmitteln zur Sanierung und zum Ausbau der Infrastruktur zu.

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IWH-Industrieumfrage im Mai 2002: Geschäftsklima kaum verbessert

Bärbel Laschke

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 9, 2002

Abstract

Laut IWH-Umfrage unter rund 300 ostdeutschen Industrieunternehmen hat sich das Geschäftsklima im Mai 2002 nur ein wenig aufgehellt. Sowohl die geschäftliche Lage als auch die Aussichten werden auf den ersten Blick etwas günstiger als im März eingeschätzt. Bezieht man das Saisonmuster in die Analyse ein, fällt die Bewertung von Lage und Aussichten jedoch nicht ganz so gut aus. Die Industriekonjunktur in Ostdeutschland zeigt damit erst leichte Erholungstendenzen. Von den positiven Einschätzungen im Vorjahreszeitraum sind die Urteile der Unternehmen noch weit entfernt.

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Möglichkeiten und Grenzen wirtschaftswissenschaftlicher Politikberatung – Festvortrag anlässlich des 10-jährigen Bestehens des IWH

Juergen B. Donges

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 9, 2002

Abstract

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle ist zehn Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass fand am 20. Juni 2002 eine Festveranstaltung statt. Den Festvortrag hielt Dr. Juergen B. Donges, Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften (Volkswirtschaftslehre) und Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, zu „Möglichkeiten und Grenzen wirtschaftswissenschaftlicher Politikberatung“, der mit freundlicher Genehmigung des Autors nachfolgend veröffentlicht wird.

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Ostdeutsche Wirtschaft 2002 und 2003: Schwäche wird überwunden

Arbeitskreis Konjunktur

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 9, 2002

Abstract

In Ostdeutschland ist die gesamtwirtschaftliche Aktivität im Verlauf der ersten Hälfte dieses Jahres nicht mehr gesunken; den Stand vom Vorjahreszeitraum hat sie allerdings noch nicht wieder erreicht. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe ist wieder gestiegen, und im Baugewerbe ist sie nur wenig gefallen. Gleichwohl hat sich die wirtschaftliche Erholung noch nicht gefestigt. Erst mit der Überwindung der Nachfrageschwäche der Investoren und privaten Haushalte wird die Produktion wieder stärker anziehen. Dafür spricht die Verbesserung der Wettbewerbsposition vor allem der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Ihnen ist es in konjunkturell schwierigen Zeiten gelungen, ihre Stellung im Export auszubauen und die Lohnstückkosten erstmalig unter das Niveau der Wettbewerber aus den alten Bundesländern zu senken. Unterstützt wurden diese Fortschritte durch einen maßvollen Anstieg der Löhne, die jetzt im Schnitt durch die Produktivität gedeckt sind. Der Lohnkostenvorteil bleibt auch künftig eine wichtige Voraussetzung für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, für den Zugewinn von Marktanteilen und die Attraktivität des Standorts. Er sollte nicht verspielt werden....

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