Aktuelle Trends - Konjunktur im Euroraum - Mit schwächerer Dynamik in das Jahr 2001
in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2001
Obwohl beträchtliche Mittel in die aktive Arbeitsmarktpolitik fließen, fehlt es bislang an einer systematischen Evaluierung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Dies liegt primär an der Unzugänglichkeit geeigneter Daten. Am Beispiel der Mitnahmeeffekte bei Strukturanpassungsmaßnahmen für ostdeutsche Wirtschaftsunternehmen werden exemplarisch die Probleme aufgezeigt, die aus der prekären Datenlage entstehen.
in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2001
Die Betriebe der Möbelindustrie in Ostdeutschland erreichten beachtliche Restrukturierungsfortschritte. Der Umsatz wurde von 1995 bis 1999 um rund ein Drittel, darunter auch im Ausland, ausgeweitet, der Beschäftigungsabbau ist gestoppt und die Produktivität ist deutlich angehoben worden. Dennoch bestehen zum Teil noch deutliche Lücken zu Betrieben in Westdeutschland, u. a. in der Arbeitsproduktivität.
in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2001
Laut IWH-Umfrage unter 300 ostdeutschen Bauunternehmen hat das Geschäftsklima im ostdeutschen Baugewerbe im Dezember 2000 einen neuen Tiefstand erreicht. Die Geschäftslage als auch die Geschäftsaussichten gaben gegenüber der vorangegangenen Befragung im Oktober erneut stark nach. Sie verharren damit weiterhin deutlich unter den Niveaus aus den Vorjahren. Der Anteil der Unternehmen, die das aktuelle Baugeschäft mit „gut“ oder „eher gut“ einstufen, liegt nunmehr nur noch bei 38 %. Reichlich zwei Fünftel der Befragten beurteilen die aktuelle Lage mit „eher schlecht“ und knapp ein Fünftel mit „schlecht“. Bei den Geschäftsaussichten bis in das Frühjahr 2001 ist der Anteil der Pessimisten sogar auf insgesamt 80 % gestiegen.
in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2001
Am Ende des Jahres 2000 hat sich das Konjunkturbild eingetrübt. In Deutschland und Europa ist der Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion schwächer geworden. Die Stimmung bei Produzenten und Verbrauchern hat sich vor allem wegen der Belastungen durch den hohen Ölpreis verschlechtert. So war auch die Sachlage, als die Wirtschaftsforschungsinstitute im Herbst den Tempoverlust der Konjunktur für 2001 bezifferten. Danach griff eine neue Welle von Konjunkturpessimismus um sich. Das IWH hat sich dem nicht angeschlossen. Denn neben den Anzeichen für Verschlechterungen gibt es auch welche für Besserungen: Der Ölpreis geht wohl schneller als erwartet zurück, der Euro scheint sich zu stabilisieren. Beides nimmt Druck von den Preisen....
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