Aktuelle Trends - Verschuldungsbereitschaft der ostdeutschen Privathaushalte ändert sich nur langsam
Von 1992 bis 1999 hat sich der Anteil der ostdeutschen Haushalte, die mit Krediten belastet sind, von knapp 30 vH auf 34 vH erhöht. Gemessen an den bislang günstigen Bedingungen für die Inanspruchnahme von Krediten sowie dem noch hohen Nachholbedarf bei Wohneigentum ist dies eine eher schwache Verschuldungsdynamik. Nach wie vor sind zwei Drittel der Haushalte der Meinung, daß Anschaffungen erst dann vorgenommen werden sollten, wenn dafür genügend Geld angespart wurde. Zugleich stellen aber 82 vH der Haushalte fest, daß Wohneigentum ohne Kredite nicht zu finanzieren ist. Die Verwendungsstruktur der aufgenommenen Kredite hat sich dahingehend geändert. So wurde im Jahr 1992 rund die Hälfte der Kredite für die Anschaffung von Personenkraftwagen aufgewendet und ein Drittel für Bau- und Modernisierungsvorhaben bzw. für den Kauf von Wohnungen eingesetzt. Im Jahr 1999 hat sich dieses Verhältnis umgekehrt. Damit verbunden ist eine Erhöhung des Kreditvolumens. So hat sich lt. amtlicher Statistik die Verschuldungssumme der über Haus- und Grundbesitz verfügenden Haushalte in den neuen Bundesländern im Jahr 1998 gegenüber 1993 mehr als verdreifacht.