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Höhere außenwirtschaftliche Risiken für Wachstum und Preisstabilisierung in Polen

Im vergangenen Jahr setzte sich das hohe Wirtschaftswachstum in Polen fort: Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg um 7 vH. Gleichzeitig konnte die Inflationsrate auf das anvisierte Niveau von etwa 15 vH reduziert werden. Dem hohen Wachstum und den Fortschritten bei der Preisstabilisierung stand allerdings eine erhebliche Verschlechterung in der Zahlungsbilanz gegenüber: Das Leistungsbilanzdefizit verdreifachte sich im Vergleich zum Vorjahr, vor allem durch den weiteren Anstieg der Investitions- und Konsumgüterimporte, zugleich nahmen die spekulativen Kapitalzuflüsse zu.Die Geld- und Wechselkurspolitik konnte sowohl die starke Expansion der Importnachfrage als auch die gestiegenen Devisenzuflüsse nicht wirksam eindämmen. Im Ergebnis setzte sich die reale Aufwertung des Zloty gegenüber den Währungen der Haupthandelspartner fort. 1998 werden die notwendig gewordenen Stabilisierungsbemühungen der Fiskal- und der Wechselkurspolitik das Wirtschaftswachstum etwas abschwächen. Die außenwirtschaftlichen Risiken bleiben bestehen, sofern die Wirksamkeit der Geld- und Wechselkurspolitik auch 1998 beschränkt bleibt.

16. April 1998

Autoren Martina Kämpfe

Außerdem in diesem Heft

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Aktuelle Trends - Wirtschaftliche Entwicklung in der künftigen Euro-Region

Udo Ludwig

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 6, 1998

Abstract

Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß planmäßig am 1. Januar 1999 die dritte Stufe der Europäischen Währungsunion beginnt und beim Start jene elf Länder dabei sein werden, denen die Europäische Kommission und das Europäische Währungsinstitut für das Referenzjahr 1997 die Erfüllung der Konvergenzkriterien des Maastricht-Vertrages im wesentlichen bescheinigt haben: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien.

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IWH-Industrieumfrage im März 1998: Optimismus der ostdeutschen Industrie im Frühjahr weiter gewachsen

Doris Gladisch

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 6, 1998

Abstract

Der Saldo aus positiven und negativen Urteilen zur aktuellen Geschäftslage erreichte im März einen bisherigen Höchststand. Der Stimmungsaufschwung kommt maßgeblich von den Vorleistungs- und den Investitionsgüterproduzenten, z.B. Hersteller von Vorleistungsgütern aus Metall oder chemischen Substanzen und Maschinenbauer.

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Mit dem Euro leben lernen - ein Kommentar

Rüdiger Pohl

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 6, 1998

Abstract

Die Stolpersteine auf dem Weg zum Euro sind ausgeräumt. Nun müssen wir mit dem Euro leben lernen. Alles ist zu tun, um den Euro zu einer stabilen Währung zu machen. Geldwertstabilität fällt uns nicht in den Schoß, sie muß erkämpft werden. Die Macht in der Geldpolitik geht auf den Zentralbankrat der Europäischen Zentralbank (EZB) über. Welche Weichenstellungen dieses neue Gremium in seiner ersten Amtszeit vornimmt, wird den Ruf der EZB für lange Zeit entscheidend prägen, zum Guten oder zum Schlechten. Die künftigen Mitglieder des EZB-Rates sollten nicht zweifeln lassen, aber auch nicht zweifeln müssen über das, was die europäische Öffentlichkeit von ihnen erwartet: daß sie nicht wackeln, wenn es um die Verteidigung des Geldwertes im Euro-Währungsgebiet geht.

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Wie könnte dem fehlenden Wettbewerbsdruck bei der Stromdurchleitung begegnet werden?

Martin Weisheimer

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 6, 1998

Abstract

Da die Stromnetze weiterhin als natürliches Monopol fungieren, muss über die Durchleitung von Fremdstrom der Wettbewerb eingeführt werden.Die Arbeit zeigt, welche Aufgaben und Lösungsmöglichkeiten hierfür bestehen. Die RPI-x-Preisformel wird besonders dargestellt und empfohlen.

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Ostdeutscher Bausektor im freien Fall?

Brigitte Loose Udo Ludwig

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 6, 1998

Abstract

Es werden die mittelfristige Entwicklung der Baunachfrage in Ostdeutschland und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für das ostdeutsche Baugewerbe untersucht. Grundlage für die Bestimmung der Baunachfrage ist der Nachholbedarf an Bauleistungen, der sich an der Ausstattung eines Wirtschaftsraumes mit baulichen Anlagen misst, die bei gleichgewichtigem Wachstum der Wirtschaft dem produzierten Einkommen entspricht. Referenzgröße für die so definierte Normalausstattung in Ostdeutschland ist nicht das im früheren Bundesgebiet erlangte aktuelle, sondern das in den zurückliegenden Jahren realisierte, trendmäßige Ausstattungsniveau, das dem heutigen Pro-Kopf-Einkommen in Ostdeutschland gleichkommt. Vom IWH durchgeführte Umfragen deuten darauf hin, dass unter diesen Bedingungen - aktive Anpassungsstrategien unterstellt - mehr als die Hälfte der Bauunternehmen gute Chancen für einen längerfristigen Bestand am Markt aufweist.

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