Inhalt
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Neue historische Daten zur Wirtschaftsentwicklung
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Der Süden ist Gewinner. Die regionalen Unterschiede im Osten wurden nivelliert. Die Hauptstadt ist noch schwach.
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Alte regionale Muster treten wieder stärker in Erscheinung
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Der Süden ist Gewinner. Die regionalen Unterschiede im Osten wurden nivelliert. Die Hauptstadt ist noch schwach.

In welchem Ausmaß sich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in den Regionen zwischen den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts und dem Vereinigungsjahr 1990 verändert hat, und welche Tendenzen seither im vereinten Deutschland zu beobachten sind, lässt sich aus der Abbildung entnehmen. Sie zeigt für das Jahr 1925 und für die Zeit seit 1990 in Zehnjahresschritten das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in den ostdeutschen und in den größeren westdeutschen Ländern, relativ zum gesamtdeutschen Durchschnitt in %. Es fallen folgende Punkte ins Auge:

  • Die Wirtschaftskraft ostdeutscher Flächenländer war 1925 breit gestreut und dabei teils höher, teils niedriger als die Deutschlands (insgesamt lag sie etwas darüber, vgl. Tabelle). Seit 1990 ist sie dagegen viel niedriger als im gesamtdeutschen Durchschnitt. Zwar holten die ostdeutschen Flächenländer in den Jahren nach 1990 zügig auf, nach dem Jahr 2000 aber nur noch langsam.
  • Nicht Westdeutschland, sondern die süddeutschen Länder Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind die Gewinner der Umbrüche zwischen 1925 und 1990. Nach der Vereinigung haben die süddeutschen Regionen ihre starke Stellung in etwa behaupten können.
  • Trotz des großen Rückstands Ostdeutschlands ist die Streuung der regionalen Wirtschaftskraft in Gesamtdeutschland gegenwärtig nicht höher als 1925, gemessen am bevölkerungsgewichteten Variationskoeffizienten für die NUTS-2-Regionen ist sie sogar etwas geringer.6
  • Außerordentlich gering ist im vereinten Deutschland die Streuung der Wirtschaftskraft zwischen den ostdeutschen Flächenländern; sie hat erst seit 2010 wieder ein wenig zugenommen.
  • Die Reihenfolge ostdeutscher Flächenländer nach ihrer Wirtschaftskraft, wie sie sich im Jahr 1925 darstellte, lautete: Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern. Im Jahr 1990 hatte sich diese Ordnung aufgelöst, gegenwärtig ist sie aber, bei freilich geringen Abständen, fast wiederhergestellt (nur Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben die Plätze getauscht).
  • Der Absturz der Wirtschaftskraft Berlins war zwischen 1925 und 1990 ebenso drastisch wie jener der ostdeutschen Flächenländer, obwohl mit Westberlin der größere Teil der Stadt in den Zeiten der Teilung Teil des westdeutschen Wirtschaftsraums war.
  • Zwischen 2010 und 2018 hat die Wirtschaftskraft Berlins wieder recht deutlich zugelegt, sie liegt aber immer noch, für eine Hauptstadtregion sehr ungewöhnlich, etwas unter dem nationalen Durchschnitt.
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Alte regionale Muster treten wieder stärker in Erscheinung

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Freihandel, Protektionismus und das stabile Genie

Reint E. Gropp

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 3, 2019

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Protektionismus ist schlecht, aber vielleicht nicht ganz so schlecht, wie ihn viele Leute machen. Zölle sind kurzfristig nichts anderes als Umverteilung: von vielen Konsumenten zu einigen wenigen inländischen Produzenten und deren Mitarbeitern. Denken Sie zum Beispiel an Zölle auf Stahl: Die Konsumenten leiden, weil Autos, Maschinen und alles, wofür es sonst noch Stahl braucht, teurer wird. Allerdings profitieren die im Vergleich zu den ausländischen Wettbewerbern ineffizienteren inländischen Stahlhersteller.

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Aktuelle Trends: Fachkräftemangel hat in den letzten zehn Jahren in Ost und West stark zugenommen

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Abstract

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Ostdeutscher Produktivitätsrückstand und Betriebsgröße

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Abstract

Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall ist die Produktivität der ostdeutschen Wirtschaft um 20% geringer als die der westdeutschen. Vielfach wird dies dadurch erklärt, dass westdeutsche Betriebe größer sind – denn größere Betriebe sind meist produktiver. Berechnungen auf Basis einzelbetrieblicher Daten bringen jedoch zum Vorschein, dass die Produktivitätslücke sich selbst dann nicht schließt, wenn Betriebe ähnlicher Größe verglichen werden, die zudem noch der gleichen Branche angehören und Ähnlichkeiten in weiteren für die Produktivität relevanten Merkmalen wie der Kapitalintensität, der Exporttätigkeit und dem Anteil qualifizierten Personals aufweisen.

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