19.02.2026 • 4/2026
Eine Abschaffung von Minijobs würde die Nettoeinkommen der Betroffenen reduzieren
Aktuell wird diskutiert, Minijobs schrittweise in reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu überführen. Nach Berechnungen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) würde dies bei etwa vier Millionen betroffenen Minijobbern Zusatzeinnahmen der Sozialversicherungen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2026 zulasten der Nettoeinkommen der Betroffenen bedeuten.
Oliver Holtemöller
Birgit Schultz
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10.02.2026 • 3/2026
IWH-Insolvenztrend: Rückgang bei Firmenpleiten im Januar bedeutet keine Trendwende
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Januar gesunken. Dennoch sind für das erste Quartal 2026 hohe Insolvenzzahlen zu erwarten.
Steffen Müller
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IWH-Flash-Indikator I. und II. Quartal 2026
Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Birgit Schultz
IWH-Flash-Indikator,
Nr. 1,
2026
Abstract
Die deutsche Wirtschaft legte im vierten Quartal 2025 um 0,3% zu, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor noch geschrumpft war. Vor allem zum Ende des Jahres 2025 stiegen die privaten und staatlichen Konsumausgaben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat damit im Jahr 2025 insgesamt um 0,2% zugenommen. Dabei dürften vor allem die Konsumausgaben die fehlenden Wachstumsimpulse des Außenhandels kompensiert haben. Die jüngsten Indikatoren deuten auf eine leichte konjunkturelle Belebung hin (vgl. Abbildung 1). Laut IWH-Flash-Indikator dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2026 um 0,3% und im zweiten Quartal 2026 um 0,2% steigen.
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14.01.2026 • 2/2026
Einhaltung der EU-Fiskalregeln erfordert umfangreiche Konsolidierung – Mittelfristige Projektion der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der öffentlichen Finanzen in Deutschland
Auf Deutschland kommen aus gesamtwirtschaftlicher und fiskalischer Perspektive erhebliche strukturelle Belastungen zu, denn das Potenzialwachstum dürfte deutlich geringer ausfallen als in den vergangenen Jahrzehnten. Nach einer Projektion des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zur makroökonomischen Entwicklung bis zum Jahr 2040 zeigt sich, dass bei unveränderter Finanzpolitik mit einem weiter steigenden Schuldenstand zu rechnen ist. Die im finanzpolitisch-strukturellen Plan der Bundesregierung unterstellte Einhaltung der EU-Vorgaben ist nur unter der Annahme sehr hoher, bislang nicht konkret hinterlegter globaler Minderausgaben möglich.
Oliver Holtemöller
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Einhaltung der EU-Fiskalregeln erfordert umfangreiche Konsolidierung — Mittelfristige Projektion der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung und der öffentlichen Finanzen in Deutschland
Andrej Drygalla, Katja Heinisch, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Christoph Schult, Götz Zeddies
IWH Policy Notes,
Nr. 1,
2026
Abstract
Der Beitrag untersucht die mittelfristige Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der öffentlichen Finanzen vor dem Hintergrund der seit 2025 geltenden neuen EU-Fiskalregeln und der jüngsten Lockerung der nationalen Schuldenbremse. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Deutschland die europäischen Vorgaben zu Defizit, Schuldenstand und Nettoprimärausgaben einhalten kann.
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08.01.2026 • 1/2026
IWH-Insolvenztrend: Firmenpleiten 2025 auf höchstem Stand seit zwei Jahrzehnten
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, stieg die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Dezember wieder deutlich an. Im Gesamtjahr 2025 gab es so viele Firmenpleiten wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Steffen Müller
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Wie sich die Klimapolitik auf die Einkommensungleichheit auswirken könnte
Marie Young-Brun
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2025
Abstract
Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf die wirtschaftliche Entwicklung in aller Welt aus. Ärmere Haushalte sind dabei den Auswirkungen des Klimawandels stärker ausgesetzt und verletzlicher, sodass der Klimawandel die Ungleichheit wahrscheinlich noch verstärken wird. Politische Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen können eine Verschärfung des Klimawandels verhindern, schaffen aber auch ökonomische Gewinner und Verlierer. In diesem Beitrag werden die kombinierten Auswirkungen des Klimawandels und ausgewählter politischer Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen auf die wirtschaftliche Ungleichheit untersucht. Die Bewertung erfolgt anhand von acht Modellen für die integrierte Analyse von Klimawandel und wirtschaftlicher Entwicklung, die von verschiedenen Forscherteams unter Verwendung unterschiedlicher Annahmen und Methoden entwickelt wurden. Die Ergebnisse basieren auf historischen Daten und Zukunftsszenarien für zehn Länder in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die Umsetzung einer ehrgeizigen Klimapolitik im Einklang mit dem Pariser Abkommen führt demnach zu einer geringeren Ungleichheit in der Zukunft als der Verzicht auf Maßnahmen zur Milderung des Klimawandels, auch wenn die Ungleichheit aufgrund der Kosten für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen kurzfristig zunimmt. Die Verwendung der Einnahmen aus der Kohlenstoffbepreisung kann dazu beitragen, die Verteilungseffekte der Klimapolitik zu dämpfen und die Ungleichheit kurzfristig sogar zu verringern. Diese Ergebnisse unterstreichen die Rolle von Ausgleichsmechanismen bei der Gestaltung einer fairen und politisch durchsetzbaren Klimapolitik.
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Aktuelle Trends: Wofür werden die Kohlemilliarden verwendet?
Oliver Holtemöller, Mirko Titze
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
2025
Abstract
Mit rund 41 Mrd. Euro will der Bund den Regionen helfen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Die Wirtschaftsforschungsinstitute IWH und RWI haben den Zwischenbericht 2025 im Rahmen der begleitenden Evaluierungsforschung dazu vorgelegt.
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11.12.2025 • 34/2025
Konjunktur aktuell: Leichte Belebung kommt, Strukturprobleme bleiben
Zum Jahresende 2025 ist weiterhin unklar, ob sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befindet, zumal die Exportschwäche auch im Herbst andauert. Dennoch ist für das Jahr 2026 aufgrund von finanzpolitischen Impulsen und gestiegenen Realeinkommen eine leichte Belebung zu erwarten. Nach der Winterprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte die Produktion dann um 1,0% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025. Im September waren die IWH-Konjunkturforscher von einem Zuwachs von 0,8% für 2026 und 0,2% für das laufende Jahr ausgegangen. In Ostdeutschland wird die Expansionsrate im Jahr 2026 nach der vorliegenden Prognose demographisch bedingt wohl etwas niedriger ausfallen.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Leichte Belebung kommt, Strukturprobleme bleiben
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2025
Abstract
Die internationale Konjunktur scheint Ende 2025 weiter robust, die weltwirtschaftliche Expansion dürfte sich 2026 jedoch etwas abschwächen. Nach der vorliegenden Prognose steigt die Weltproduktion 2025 um 2,7%, um im Jahr darauf um 2,4% zuzulegen. Im Euroraum dürfte sich die wirtschaftliche Expansion in geringem Tempo fortsetzen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf einem fragilen Erholungskurs. Für das Jahr 2026 ist aufgrund von finanzpolitischen Impulsen und gestiegenen Realeinkommen eine leichte Belebung zu erwarten. Die Produktion dürfte im kommenden Jahr um 1,0% zunehmen, nach 0,2% im Jahr 2025.
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