Russland-Krise: Ursachen, Folgen und Wege zu ihrer Überwindung
Thomas Linne, Hubert Gabrisch
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 12,
1998
Abstract
Die russische Währungskrise vom August 1998 ist der vorläufige Höhepunkt einer sich seit November 1997 verstärkenden Krise der Staatsfinanzen und des Bankensektors. Die Krise entstand durch eine zunehmende kurzfristige Defizitfinanzierung und Spekulationsgeschäfte der Banken. Gefördert wurde beides durch die Geldpolitik der Zentralbank, die nicht nur hohe, sondern sogar steigende Realzinsen in Kauf nahm, um den Wechselkurs zu stabilisieren. Die internationale Gemeinschaft sollte neue Kredite zur Unterstützung des Reformprozesses in Erwägung ziehen, wenn die Märkte das Vertrauen in die Reform- und Politikfähigkeit der Regierung zurückgewonnen haben. Eine Freigabe des Wechselkurses könnte der Indikator für entsprechende Fortschritte sein.
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Neues Kreislauf- und Abfallgesetz – Abnehmender Deponiebedarf durch verstärkte Abfallvermeidung und -verwertung
Walter Komar
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1998
Abstract
Nach dem neuen Kreislauf- und Abfallgesetz hat die Vermeidung von Abfällen Vorrang vor der Verwertung und die Verwertung Vorrang vor der Beseitigung. Mit Hilfe einer Komponentenzerlegung des Verwertungsgrades von Abfällen wird gezeigt, dass zum Anstieg dieser Messgröße die Zunahme der Verwertungsmenge meist mehr beigetragen hat als die zugleich wirksam gewordene Aufkommensreduzierung (Abfallvermeidung). Bei Fortsetzung dieses Trends wird unter Berücksichtigung von Anforderungen der TA Siedlungsabfall der künftige Bedarf an Verwertungskapazitäten, insbesondere an thermischen Vorbehandlungskapazitäten, zunehmen, der Bedarf an Deponiekapazitäten hingegen abnehmen.
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Aktuelle Trends - Wirtschaftliche Erholung in Mittel- und Osteuropa setzt sich insgesamt trotz der Stagnation in Rußland, in der Ukraine und in Rumänien fort
Klaus Werner
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1998
Abstract
Die aktualisierte Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Mittel- und Osteuropa stimmt im wesentlichen mit dem vom IWH im Herbst 1997 vorausgesagten Trend überein: Die Unterschiede im Tempo des Wirtschaftswachstums zwischen den Volkswirtschaften haben sich wieder vergrößert. Vor allem die Länder, mit denen als erste Verhandlungen über einen EU-Beitritt geführt werden sollen, sind offenbar auf einen zunehmend stabilen Wachstumspfad eingeschwenkt.
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Streit um den Kombilohn - Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten - ein Kommentar
Lioba Trabert
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 11,
1998
Abstract
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am 13. August ein Konzept zur Einführung eines Kombilohns für Arbeitslosenhilfeempfänger vorgelegt. Dies ist nach dem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) der zweite Versuch, Arbeit im Niedriglohnbereich attraktiver zu machen. Beide Vorschläge sind in erster Linie darauf ausgerichtet, die sogenannte Arbeitslosigkeitsfalle zu verringern. Die Aufnahme auch niedrig entlohnter Beschäftigung soll finanziell attraktiver gestaltet werden. Unter den jetzigen Bedingungen lohnt sich Erwerbsarbeit für Arbeitslosenhilfe- und/oder Sozialhilfeempfänger kaum, da der überwiegende Anteil des Arbeitsentgeltes auf die Transferleistung angerechnet wird.
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Aktuelle Trends - Struktureller Wandel verstärkt Produktivitätsfortschritt
Joachim Ragnitz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1998
Abstract
Die reale Arbeitsproduktivität im westdeutschen Unternehmenssektor ist im Verlaufe der letzten 25 Jahre deutlich gestiegen – um mehr als 80 vH. Dies spiegelt wider, daß neue Produkte und Verfahren entwickelt wurden, darüber hinaus auch, daß wenig produktive Arbeitsplätze abgebaut wurden. Erheblichen Anteil an diesem Produktivitätsfortschritt hatte aber auch der Wandel der sektoralen Wirtschaftsstruktur. Ohne eine Veränderung der Produktionsstruktur zugunsten von Wirtschaftszweigen mit einer vergleichsweise hohen Produktivität – darunter vor allem einige Dienstleistungsbranchen – hätte der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität im letzten Vierteljahrhundert nur etwa 65 vH betragen.
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Deutschland 1998/99 - Binnennachfrage stärkt Aufschwung
Brigitte Loose, Hans-Ulrich Brautzsch, Udo Ludwig, Ingrid Haschke, Ruth Grunert, Michael Seifert, Silke Tober, Christian Schumacher
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 9,
1998
Abstract
Der Aufsatz analysiert und prognostiziert die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und im Euroraum in ausführlicher Form für das laufende Jahr 1998 und das Folgejahr 1999. Die Impulse aus dem Ausland bleiben im Prognosezeitraum kräftig, auch wenn sie infolge der negativen Auswirkungen, die direkt und indirekt auf den deutschen Export von der Ausbreitung des Krisenherdes in Asien ausgehen, an Stärke verlieren. Die Binnenkonjunktur wird 1998 als Antriebskraft der gesamtwirtschaftlichen Produktion gegenüber der Auslandsnachfrage an Bedeutung gewinnen und im Jahr 1999 in etwa mit ihr gleichziehen. In Ostdeutschland wird dabei die Schwächephase langsam überwunden, so dass im Jahr 1999 hinsichtlich der Wachstumsdynamik fast wieder zu Westdeutschland aufgeschlossen werden kann. Die Kräftigung des konjunkturellen Aufschwungs zeigt auch erste Spuren am Arbeitsmarkt, vor allem in Westdeutschland.
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Aktuelle Trends - Verteilung der Haushaltseinkommen in Ost- und Westdeutschland 1997
Hilmar Schneider
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 8,
1998
Abstract
Die Einkommen in Ostdeutschland sind bekanntlich niedriger als in Westdeutschland. Weniger bekannt dürfte dagegen sein, daß der entsprechende Einkommensrückstand nicht so sehr auf gegeneinander verschobenen Einkommensverteilungen beruht, sondern vielmehr auf eine geringere Einkommensspreizung in Ostdeutschland zurückzuführen ist. Ordnet man die Haushalte nach ihrem monatlichen Nettoeinkommen, dann überspannen zum Beispiel die mittleren 50 vH der Haushalte in Westdeutschland einen Bereich von gut 2.600 DM, während sich die entsprechende Einkommensspanne in Ostdeutschland auf einen Bereich von nur etwa 2.000 DM konzentrier
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Kombilohn für Sozialhilfeempfänger - fiskalische Grenzen eines Reformvorschlages
Wolfram Kempe, Christian Dreger, Jürgen Kolb, Lioba Trabert
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 8,
1998
Abstract
In diesem Beitrag werden die Konsequenzen der Einführung eines Kombilohns für Sozialhilfeempfänger anhand des Vorschlags des Bundesministeriums für Gesundheit untersucht. Nach Erläuterung der sogenannten Sozialhilfefalle werden die Ergebnisse einer mikroökonometrischen Arbeitsangebotsschätzung präsentiert. Es zeigt sich, dass nur sehr bescheidene Beschäftigungserfolge zu erwarten sind, dafür ist mit bedeutenden fiskalischen Risiken für die Sozialhilfeträger zu rechnen.
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Aktuelle Trends - Infrastrukturdefizite aus Sicht der ostdeutschen Industrie
Martin Snelting
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 7,
1998
Abstract
Aus Sicht der ostdeutschen Industrie sollte die zukünftige Infrastrukturpolitik in den neuen Ländern hohe Priorität im Bereich Straßenbau setzen. Wie eine Befragung des IWH ergeben hat, sehen 56 vH aller Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes Investitionen in überregionale Straßen – also Autobahnen und Bundesstraßen – als hoch prioritär an. 42 vH der Betriebe sprechen der Instandsetzung der oft noch mangelhaften Regional- und Gemeindestraßen hohe Priorität zu.
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Ostdeutsche Wirtschaft: Kein Grund zu Resignation
Joachim Ragnitz, Rüdiger Pohl
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 7,
1998
Abstract
Der Artikel gibt einen Überblick über die gesamtwirtschaftliche Lage in Ostdeutschland im Jahre 1998. Eingeschlossen sind Analysen über die wichtigsten Wirtschaftssektoren und den Arbeitsmarkt. Darüber hinaus werden wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen abgeleitet
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