Aktuelle Trends - Produktivitätsfortschritte in Ostdeutschland wesentlich stärker als in Mittel- und Osteuropa
Hubert Gabrisch
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 4,
1998
Abstract
Ostdeutschlands Verarbeitende Industrie weist im Vergleich mit mittel- und osteuropäischen Transformationsländern deutlich stärkere Produktivitätsfortschritte auf. Unter den mittel- und osteuropäischen Ländern zeichnen sich unterschiedliche Entwicklungen ab. Verglichen mit dem Ausgangsniveau von 1991 ist der Produktivitätsanstieg in der Verarbeitenden Industrie Ungarns am stärksten ausgefallen, am schwächsten in der Tschechischen Republik.
Artikel Lesen
Lohnkostenzuschüsse für Unternehmen in Ostdeutschland - neues Instrument mit alten Fehlern? - ein Kommentar
Birgit Schultz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 4,
1998
Abstract
Es werden die Effekte von Strukturanpassungsmaßnahmen für ostdeutsche Wirtschaftsunternehmen diskutiert und Stellung genommen.
Artikel Lesen
Aktuelle Trends - Transferleistungen für die neuen Länder bleiben auf hohem Niveau
Joachim Ragnitz
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
1998
Abstract
Die Leistungen, die aus den öffentlichen Haushalten Westdeutschlands (Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen) für Ostdeutschland zur Verfügung gestellt werden, bleiben auch 1998 auf einem hohen Niveau. Sie dürften sich nach Schätzungen des IWH in diesem Jahr auf etwa 183 Mrd. DM belaufen. Netto, d.h. nach Abzug der Steuereinnahmen des Bundes aus Ostdeutschland, dürften sie eine Höhe von etwa 134 Mrd. DM erreichen, was einem knappen Drittel des nominalen ostdeutschen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Die Struktur der Ausgaben ist dabei im Zeitablauf bemerkenswert konstant: Etwa die Hälfte der Bruttotransferleistungen entfällt auf sozialpolitisch motivierte Ausgaben; ein knappes Fünftel der Transfers wird für Maßnahmen der Wirtschaftsförderung und für Investitionen in die im weiteren Sinne wirtschaftsnahe Infrastruktur verwendet. Dabei sind allerdings Ausgaben der ostdeutschen Länder für diese Zwecke wie auch kreditähnliche Leistungen (Darlehen der bundeseigenen Förderbanken und Sonderabschreibungen) nicht berücksichtigt.
Artikel Lesen
Ostdeutsches Textil- und Bekleidungsgewerbe: Trotz verhaltener Tariflohnsteigerung hoher Lohnkostendruck
Hans-Ulrich Brautzsch
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 3,
1998
Abstract
Der Beitrag untersucht die Entwicklung von Produktion, Beschäftigung, Tarif- und Effektiv-löhnen im ostdeutschen Textil- und Bekleidungsgewerbe, wobei die westdeutsche Branche als Vergleichsmaßstab herangezogen wird. Trotz der relativ geringen Tariflohnangleichung an den westdeutschen Vergleichswert überstiegen die Personalkosten im ostdeutschen Textil- und Bekleidungsgewerbe 1996 noch immer die Bruttowertschöpfung. Die begrenzten Mög-lichkeiten der Produktionsausdehnung sowie die hohe Lohnkostenbelastung lassen erwarten, dass die Unternehmen ihren Personalbestand weiter zurückführen werden.
Artikel Lesen
Tarifpolitik: Nicht vorzeitig forcieren! - ein Kommentar
Rüdiger Pohl
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
1998
Abstract
In den aktuellen Prognosen wird für 1998 ein konjunktureller Aufschwung vorhergesagt, freilich noch einer ohne viel Kraft; jedenfalls läßt er am Arbeitsmarkt vorerst keine durchgreifende Besserung erwarten. In den Konjunkturprognosen wird unterstellt, daß die Tarifpolitik auch 1998 “moderat” bleiben wird. Das heißt: die Bruttolohn- und -gehaltssumme je Beschäftigten steigt nur etwa im Ausmaß des Preisauftriebs. Da die Produktivität stärker als die Löhne zunimmt, kommt es dann ein weiteres Mal zu einer Verringerung der Lohnstückkosten. Diese tarifpolitische Vorgabe ist bei Gewerkschaften und Arbeitnehmern unbeliebt. Einige Gewerkschaften kündigen an, daß sie 1998 wieder verstärkt auf die Anhebung der Einkommen der Beschäftigten zielen („Ende der Bescheidenheit“). Überdies läge in deutlich höheren Löhnen sogar eine Chance zur Stärkung der Massenkaufkraft und damit zur Verstärkung des konjunkturellen Auftriebs.
Artikel Lesen
Aktuelle Trends - Nebeneinander von Expansion und Schrumpfung in der ostdeutschen Wirtschaft setzt sich 1998 fort
Udo Ludwig
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
1998
Abstract
Im Sog des Exportbooms expandiert die Industrieproduktion in Ostdeutschland seit Mitte 1997 kräftig. Klammert man den Saison- und Kalendereinfluß auf die Produktionsdaten aus, so sind die Zuwächse besonders bei Investitionsgütern hoch. Deutlich dahinter zurück bleibt die von ihrem Ausmaß her bedeutsamere Produktion von Vorleistungsgütern, deren Wachstum in den baunahen Bereichen von der rückläufigen Baunachfrage gedämpft wird. Infolge der verhaltenen Konsumnachfrage nimmt auch die Produktion von Verbrauchsgütern nur unterdurchschnittlich zu. Der Aufschwung der Industrie wird 1998 anhalten, da vor allem die Rahmenbedingungen für die Exportkonjunktur günstig bleiben und die Auftragseingänge aufwärts gerichtet sind. Zudem zeigen die Geschäftserwartungen der Unternehmen nach oben.
Artikel Lesen
Determinanten der Produktivitätslücke in Ostdeutschland - Ergebnisse einer Tagung am IWH - Teil I
Joachim Ragnitz, Anita Wölfl, Jacqueline Rothfels
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
1998
Abstract
In dieser Artikelserie werden die Ergebnisse einer interdisziplinären Tagung beim IWH im November 1997 zu den Determinanten der Produktivitätslücke zusammengefasst. Behandelt werden in diesem ersten Teil die Themen Kapitalstock und Produktivität (Vortrag von Bernd Görzig, DIW), Technikausstattung und Technologiemanagement (Gunter Lay, Carsten Dreher, ISIFhG), Arbeitsorientierung und Betriebsorganisation (Rudi Schmidt, Universität Jena), Führungskräfte in ostdeutschen Betrieben (Rainhart Lang, TU Chemnitz).
Artikel Lesen
IWH-Industrieumfrage im November 2000
Bärbel Laschke
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 16,
2000
Abstract
Laut IWH-Umfrage vom November 2000 unter rund 300 ostdeutschen Industrieunternehmen hat sich das gute Geschäftsklima trotz hoher Ölpreise sowie der Vorbereitung neuer Regelungen zur Teilzeitarbeit nur wenig eingetrübt. Die Einschätzung der aktuellen Lage hat zwar im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage nachgegeben, die Geschäftsaussichten für die nächsten 6 Monate werden jedoch optimistischer beurteilt. Obwohl die Geschäfte in allen fachlichen Hauptgruppen mit Ausnahme des Gebrauchsgütergewerbes etwas weniger günstig verlaufen sind als noch im September, beurteilt sie nach wie vor mehr als die Hälfte der Unternehmen positiv. Die Eintrübung kommt in erster Linie von baunahen Branchen wie der ‚Verarbeitung von Steinen und Erden’ und der ‚Herstellung von Metallerzeugnissen’.
Artikel Lesen
Erhöhte Investitionszulage für ostdeutsche Grenzregionen – wenig problemadäquat zur Vorbereitung auf die EU-Osterweiterung – ein Kommentar
Gerhard Heimpold
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 16,
2000
Abstract
Vor kurzem informierte das Bundesministerium der Finanzen darüber, dass die strukturschwachen Grenzgebiete in Ostdeutschland eine erhöhte Investitionszulage erhalten sollen. Dies sei mit dem für Wettbewerbsfragen zuständigen EU-Kommissar besprochen worden. Ziel sei es, in den peripheren Regionen, die an die Beitrittsländer grenzen, die Folgen der EU-Osterweiterung regional abzufedern.
Artikel Lesen
IWH-Bauumfrage im September 2000
Brigitte Loose
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 15,
2000
Abstract
Laut IWH-Umfrage unter mehr als 300 ostdeutschen Bauunternehmen bleibt das Geschäftsklima im Oktober 2000 ungebrochen schlecht. Erstmals seit Beginn der Befragung im Jahr 1993 werden sowohl das aktuelle Baugeschäft als auch die Aussichten das gesamte Jahr über vorwiegend pessimistisch beurteilt. Die Geschäftslage unterschreitet per saldo um nahezu 30 Punkte ihr Vorjahresniveau und liefert damit den niedrigsten Herbstwert seit 1993. Nur 43 % der Befragten schätzen die aktuelle Geschäftslage mit „gut“ oder „eher gut“ ein. 45 % der Unternehmen stufen das aktuelle Baugeschäft mit „eher schlecht“ und 12 % sogar mit ausgesprochen „schlecht“ ein.
Artikel Lesen