Konjunktur aktuell: Export und privater Konsum schwach – Deutschland wartet auf den Aufschwung
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2023
Abstract
Die Weltwirtschaft verliert zum Ende des Jahres 2023 weiter an Schwung. Der durch den weltweiten Inflationsschub ausgelöste restriktive Schwenk der Geldpolitik drückt über höhere Finanzierungskosten vielerorts die Güternachfrage. Im nächsten Jahr dürfte die Weltwirtschaft wieder etwas anziehen. Die deutsche Wirtschaft ist nach Ende der Pandemie nicht wieder auf ihren alten Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Verarbeitenden Gewerbe hat an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, und die Weltnachfrage nach Industriegütern ist zurzeit schwach. Zudem ist die Inflation immer noch hoch, und die Realeinkommen sind längere Zeit über zurückgegangen. Die geldpolitische Straffung hat die Finanzierungsbedingungen verschlechtert, was besonders die Bauwirtschaft belastet. Das Bruttoinlandsprodukt wird 2023 wohl um 0,3% sinken und im kommenden Jahr um 0,5% expandieren.
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IWH-Transferstrategie
Einzelveröffentlichungen,
2023
Abstract
Gemäß seiner Satzungszwecke verfolgt das IWH auf Basis exzellenter wirtschaftswissenschaftlicher Forschung mit seiner Transferstrategie das Ziel, den Wissenstransfer und den Dialog mit Partnern außerhalb des Wissenschaftsbereichs zu intensivieren, um damit zu besser informierter Entscheidungsfindung in der Gesellschaft beizutragen. Das IWH versteht Wissenstransfer als beiderseitigen Austausch von Informationen. Auf der einen Seite stellt das IWH seinen Transferpartnern wissenschaftliche Expertise zur Verfügung. Auf der anderen Seite findet Transfer auch in der umgekehrten Richtung statt: Das IWH nimmt Anregungen zu Fragen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz von den Transferpartnern in seine Forschungsagenda auf.
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Political Ideology and International Capital Allocation
Elisabeth Kempf, Mancy Luo, Larissa Schäfer, Margarita Tsoutsoura
Journal of Financial Economics,
Vol. 148 (2),
2023
Abstract
Does investors’ political ideology shape international capital allocation? We provide evidence from two settings—syndicated corporate loans and equity mutual funds—to show ideological alignment with foreign governments affects the cross-border capital allocation by U.S. institutional investors. Ideological alignment on both economic and social issues plays a role. Our empirical strategy ensures direct economic effects of foreign elections or government ties between countries are not driving the result. Ideological distance between countries also explains variation in bilateral investment. Combined, our findings imply ideological alignment is an important, omitted factor in models of international capital allocation.
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Kommentar: Subventionen für Halbleiter?
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 1,
2023
Abstract
Mit dem „European Chips Act“ will die EU mehr als 40 Mrd. Euro ausgeben, um bei systemwichtigen Technologien unabhängiger von China zu werden und im Subventionswettlauf mit den USA nicht zurückzufallen. Doch sowohl das geostrategische Argument als auch die Effizienz und Nachhaltigkeit der Subventionen sind fragwürdig.
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20.12.2022 • 31/2022
Konjunktur aktuell: Keine tiefe Rezession trotz Energiekrise und Zinsanstieg
Die hohen Energiepreise und die Verschlechterung des Finanzierungsumfelds belasten die deutsche Konjunktur. Allerdings dürfte die Schwächephase über den Winter moderat ausfallen, auch weil die Energiepreisbremsen die privaten Einkommen stützen. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 aufgrund der Erholung von der Pandemie in den ersten drei Quartalen um 1,8% zugenommen haben, den Winter über aber leicht sinken und im Jahr 2023 insgesamt stagnieren dürfte (Ostdeutschland: 1,8% und 0,2%). Die Inflation geht nach 7,8% im Jahr 2022 auf 6,5% im Jahr 2023 zurück.
Oliver Holtemöller
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Konjunktur aktuell: Keine tiefe Rezession trotz Energiekrise und Zinsanstieg
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2022
Abstract
Der Ausblick auf die internationale Konjunktur 2023 ist verschattet: Die Energieversorgung Europas ist ungewiss, die Leitzinsen steigen weiter, der Pandemieausbruch in China führt zu Produktionsausfällen. Belastungen für die deutsche Wirtschaft kommen von hohen Energiepreisen und einem verschlechterten Finanzierungsumfeld. Bislang ist die Konjunktur robust, die Produktion hat bis in den Herbst hinein expandiert. Ab dem Frühjahr wird sie gestützt durch die weitere Entspannung der Lieferketten und eine Belebung der Weltwirtschaft. Das BIP dürfte 2022 in den ersten drei Quartalen um 1,8% zugenommen haben, den Winter über leicht sinken und 2023 insgesamt stagnieren (Ostdeutschland: 1,8% und 0,2%). Die Inflation geht nach 7,8% im Jahr 2022 auf 6,5% im Jahr 2023 zurück.
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Physical Climate Change and the Sovereign Risk of Emerging Economies
Hannes Böhm
Journal of Economic Structures,
Vol. 11,
2022
Abstract
I show that rising temperatures can detrimentally affect the sovereign creditworthiness of emerging economies. To this end, I collect long-term monthly temperature data of 54 emerging markets. I calculate a country’s temperature deviation from its historical average, which approximates present-day climate change trends. Running regressions from 1994m1 to 2018m12, I find that higher temperature anomalies lower sovereign bond performances (i.e., increase sovereign risk) significantly for countries that are warmer on average and have lower seasonality. The estimated magnitudes suggest that affected countries likely face significant increases in their sovereign borrowing costs if temperatures continue to rise due to climate change. However, results indicate that stronger institutions can make a country more resilient towards temperature shocks, which holds independent of a country’s climate.
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Surges and Instability: The Maturity Shortening Channel
Xiang Li, Dan Su
Journal of International Economics,
Vol. 139 (November),
2022
Abstract
Capital inflow surges destabilize the economy through a maturity shortening mechanism. The underlying reason is that firms have incentives to redeem their debt on demand to accommodate the potential liquidity needs of global investors, which makes international borrowing endogenously fragile. Based on a theoretical model and empirical evidence at both the firm and macro levels, our main findings are twofold. First, a significant association exists between surges and shortened corporate debt maturity, especially for firms with foreign bank relationships and higher redeployability. Second, the probability of a crisis following surges with a flattened yield curve is significantly higher than that following surges without one. Our study suggests that debt maturity is the key to understand the financial instability consequences of capital inflow bonanzas.
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Capital Markets Union: Database of Directives and Regulations
Moritz Emlein, Eleonora Sfrappini, Lena Tonzer, Cristina Zgherea
IWH Technical Reports,
Nr. 2,
2022
Abstract
In 2015, the European Commission adopted the Capital Markets Union (CMU) action plan. The plan aims to deepen financial integration and harmonize international standards for investments within the European Union (EU) and it outlines several actions to be implemented in order to address twelve key priority areas. We assemble a database of the legislative acts that implement the CMU. The dataset includes a list of directives and regulations at the EU level with information on publication, entry into force, and transposition dates as well as brief descriptions. This information might be useful in empirical analyses assessing the effectiveness of components of the CMU.
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08.09.2022 • 22/2022
Konjunktur aktuell: Energiekrise in Deutschland
Das Versiegen der Gaslieferungen aus Russland und die Preisanstiege für Gas und Strom führen zu massiven Realeinkommensverlusten und zu einer Rezession in Europa und in Deutschland. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostiziert, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,1% zunehmen und im Jahr 2023 um 1,4% sinken wird. Die Verbraucherpreise steigen im Jahr 2022 um 7,9% und im Jahr 2023 um 9,5%.
Oliver Holtemöller
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