Hohe Außenhandelsdynamik der mittel- und osteuropäischen Reformländer; Deutschland behauptet seine Marktanteile
Klaus Werner
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 2,
1996
Abstract
Im Jahr 1995 weiteten die Reformländer Mittel- und Osteuropas ihre Aus- und Einfuhren auf US-Dollar-Basis jeweils um mehr als 20 vH aus. Die Einbeziehung der Region in die gesamteuropäische Arbeitsteilung verstärkte sich. Durch den starken Importsog verursacht, nahmen die Handelsbilanzdefizite vor allem in Ostmitteleuropa erneut zu, worin ein steigender Bedarf an externer Finanzierung des Wirtschaftswachstums zum Ausdruck kommt. Strukturelle Verbesserungen im mittel- und osteuropäischen Außenhandel sind kaum auszumachen. Der Anteil von Erzeugnissen des Grundstoff- und Produktionsgütergewerbes an den Gesamtexporten ist abermals gestiegen, während bei den Importen die für die Modernisierung der Produktion erforderlichen Investitionsgüter eine noch zu geringe Rolle spielten. Deutschland blieb weiterhin der wichtigste Handelspartner der Reformländer. 1996 wird der Außenhandel Mittel und Osteuropas weiter wachsen, wenn auch langsamer als im Vorjahr.
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Außenhandel der neuen Bundesländer 1995 weiter mit hoher Dynamik
Ingrid Haschke
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 5,
1996
Abstract
Nachdem sich bereits 1994 eine Trendwende im ostdeutschen Außenhandel abgezeichnet hatte, setzte sich diese Aufwärtsentwicklung, wie eine erste Schätzung zeigt, auch 1995 mit hoher Dynamik fort. Der regionale Schwerpunkt des Handels hat sich weiter von Ost nach West verlagert. Den höchsten Anteil am Warenaustausch stellen gleichartige Gütergruppen. was darauf hindeutet, daß der ostdeutsche Außenhandel vor allem durch intrasektorale Arbeitsteilung gekennzeichnet ist.
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Wettbewerbsfortschritte der CEFTA-Länder im Handel mit der Europäischen Union
Klaus Werner
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 7,
1995
Abstract
Der Außenhandel der CEFTA-Länder mit der Europäischen Union hat sich in den letzten Jahren beträchtlich vergrößert. Das hohe Wachstum der Importe der EU aus diesen Ländern beruhte dabei zu etwa 80 vH auf der Ausnutzung von Kostenvorteilen. Mit einem Anteil zwischen 96,2 vH (Ungarn) und 98,4 vH (Polen) überwiegen jedoch weiterhin Erzeugnisse, die mit niedrigem oder mittlerem Technologieniveau hergestellt werden und zugleich häufig rohstoff- und arbeitsintensiv sind.
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Hat die deutsche Wirtschaft bei einer Ost-Erweiterung der EU einen Standortvorteil?
Hubert Gabrisch
Wirtschaft im Wandel,
1994
Abstract
Deutschland wird aufgrund seiner geographischen Lage ein Standortvorteil gegenüber anderen EU-Ländern, insbesondere den west- und südwesteuropäischen Mitgliedern, nachgesagt, falls es zu einer Ost-Erweiterung der EU käme. Zieht ein Land aber stärker als andere Mitgliedsländer ökonomische Vorteile aus einer Ost-Erweiterung, so wird sich zwangsläufig auch seine politische Position in der Gemeinschaft verbessern. Diese Furcht könnte neben der Gefährdung sensibler Industrien der Gemeinschaft und hohen Transfers aus EU-Fonds ein Motiv für den Widerstand einiger Mitgliedsländer gegen eine Ost-Erweiterung der EU sein. Die These eines deutschen Standortvorteils wird auf den ersten Blick durch die Entwicklung des Außenhandels der früheren RGW-Länder gestützt. Danach ist Deutschland zum wichtigsten Partner aufgestiegen. 1992 entfielen 27 vH der Exporte der mittel- und osteuropäischen Reformländer auf Deutschland, nach nur 13 vH im Jahre 1989. Bei den Importen waren es 22 vH gegenüber 16 vH (Tabelle 1). Dies hat weniger mit Handelserleichterungen seitens der EU zunächst in Form von Handels- und Kooperationsabkommen und später (ab 1.3.1992) von den sog. Interimsabkommen zu tun, sondern mit der ReOrientierung dieser Länder auf ihre natürlichen Handelspartner nach der Auflösung des RGW.
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