Wettbewerbsmanipulationen in Online-Auktionen
Christian Schmeißer
PhD Thesis, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2012
Abstract
In Online-Auktionen ist der wettbewerbliche Bietprozess verschiedenen Manipulationsformen ausgesetzt, die typischerweise schwierig zu entdecken sind. Die Arbeit liefert einen Beitrag zur Entwicklung von Identifizierungsverfahren dieser Wettbewerbsmanipulationen und zeigt, wie weit sie in Online-Auktionen verbreitet sind. Das Konzept der entwickelten Identifizierungsverfahren besteht aus der Kombination geeigneter Indizien, die auf Basis statistischer Tests aggregiert werden. Die Überprüfung der Eignung der Indizien und der Identifizierungsverfahren erfolgt mit Hilfe spezifischer Simulationsmodelle. Dabei werden idealtypische Auktionsmärkte generiert, auf denen Wettbewerbsmanipulationen kontrolliert eingesetzt werden. Im Rahmen einer empirischen Analyse werden die Verfahren auf reale Auktionsdaten angewendet. Das Ergebnis zeigt unterschiedliche Verbreitungshäufigkeiten der verschiedenen Manipulationsformen in der Praxis. Hierbei tritt vor allem das Shilling hervor, welches das Bieten von Verkäufern in eigenen Auktionen umfasst. Das Resultat lässt vermuten, dass mehr als jeder fünfte professionelle Verkäufer Shilling-Gebote einsetzt.
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Ökonomisches Wachstum in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung: Eine empirische Perspektive
Maike Irrek
Hochschulschrift, Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2015
Abstract
Der schleppende Konvergenzprozess zwischen Ost- und Westdeutschland und der fortdauernde Produktivitätsrückstand der ostdeutschen Wirtschaft sind die Motivation einer Vielzahl an Studien und Analysen. Öffentliches Sachkapital und Humankapital spielen dabei eine wichtige Rolle. Es liegen jedoch keine passenden Zeitreihen vor, mit deren Hilfe die in der Literatur diskutierten Thesen in empirischen Untersuchungen überprüft werden könnten. Daher werden in der vorliegenden Dissertation das öffentliche und private Sachkapital sowie das Humankapital für Ost-und Westdeutschland geschätzt. Erst mit diesen Daten sind zudem genauere Schätzungen der Totalen Faktorproduktivität in beiden Regionen möglich.
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Post-transition Regions as Locations for Foreign Direct Investment of Multinational Enterprises
Andrea Gauselmann
Hochschulschrift, Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2014
Abstract
Multinationale Unternehmen investieren im Ausland, um von standortspezifischen Vorteilen zu profitieren und ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbesser. Gleichzeitig tragen sie zu einer Steigerung der Produktivität und einem wirtschaftlichen Aufholprozess am ausländischen Standort bei. Sie fungieren in diesem Sinne als Treiber für technologische und wirtschaftliche Entwicklung. Das Ziel der Dissertation ist es, einen Beitrag zur aktuellen Forschung zu leisten, indem untersucht wird, durch welche Determinanten ausländische Investoren bei der Standortwahl in den europäischen Post-Transformationsregionen beeinflusst werden, welche Motive sie bei ihrer Investition verfolgen, wie sie die Qualität der Standortfaktoren vor Ort beurteilen und unter welchen Bedingungen ein Austausch von Wissen und Technologie zwischen den ausländischen Tochterunternehmen und den Akteuren der einheimischen Wirtschaft stattfindet.
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Modelling Macroeconomic Risk: The Genesis of the European Debt Crisis
Gregor von Schweinitz
Hochschulschrift, Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2013
Abstract
Diverging European sovereign bond yields after 2008 are the most visible sign of the European debt crisis. This dissertation examines in a first step, to which extent the development of yields is driven by credit and liquidity risk, and how it is influenced by general uncertainty on financial markets. It can be shown that yields are driven to a significant degree by a flight towards bonds of high liquidity in times of high market uncertainty. In a second step, high yields are interpreted as a sign of an existing crisis in the respective country. Using the signals approach, the early-warning capabilities of four different proposals for the design of the scoreboard as part of the “Macroeconomic Imbalances Procedure” (introduced in December 2011 by the European Commission) are tested, advocating a scoreboard including a variety of many different indicators. In a third step, the methodology of the signals approach is extended to include also results on significance.
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Internationalisation Theory and Technological Accumulation - An Investigation of Multinational Affiliates in East Germany
Björn Jindra
PhD Thesis, University of Sussex,
2010
Abstract
This dissertation applies the theory of technology accumulation to explain the internationalisation of foreign and West German multinational enterprises (MNEs) into East Germany. This theory shifts the focus from technology transfer to the international diffusion of innovation within the MNE. It rejects the position that all MNEs offer the same technological opportunities to host economies. Yet, most of the existing empirical research on postcommunist transition economies including East Germany applies the traditional technology transfer perspective. Therefore, this dissertation provides a complementary and novel approach. We assume a dynamic interaction between existing location specific technological capabilities within the host country, MNEs’ location choice, their internationalisation of research and development (R&D) and innovation, and the potential for technological spillover effects from MNEs to the host economy. The dissertation exploits information from the IWH FDI micro database on the full population of MNEs that entered East German manufacturing until 2005 and corresponding survey data. Microeconometric estimation results generate a number of novel findings: We can show that existing location specific technological capabilities affect MNEs’ general location choice within East Germany. They are not powerful enough to attract MNEs’ technological activities. Instead, the location of MNEs’ innovation requires the joint presence of technological and industry specialisation within regions, whereas foreign R&D benefits from technological specialisation in combination with a diversified industry structure. Moreover, the location of technological activity differs depending upon the underlying motive for internationalisation. Our findings suggest that the potential for technological externalities from affiliates to local firms is subject to centrally and locally driven technological heterogeneity of MNEs. Existing location specific technological capabilities do not affect the spillover potential. This hints a limited dynamic interaction of ownership and locational advantages in firms’ internationalisation. We derive implications for the technology accumulation theory as well as for various fields of science and technology policy.
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Das Städtesystem der Russischen Föderation aus Sicht der Neuen Ökonomischen Geographie
Albrecht Kauffmann
Potsdamer Schriften zur Raumwirtschaft, Bd. 2,
2010
Abstract
Der Anstieg der Energiepreise kann zu einer länger anhaltenden Verteuerung von Gütertransporten führen. Welche Auswirkungen haben steigende Transportkosten auf die Entwicklung von Städtesystemen? Ein solcher Transportkostenanstieg hat in der Russischen Föderation nach der Preisliberalisierung 1992 real, d.h. in Relation zu den Preisen anderer Gütergruppen stattgefunden. Gleichzeitig stellt die Bevölkerungsstatistik der Russischen Föderation Daten bereit, mit deren Hilfe Hypothesen zur Entwicklung von Städtesystemen unter dem Einfluss steigender Transportkosten geprüft werden können. Diese Daten werden in der vorliegenden Arbeit umfassend ausgewertet. Den theoretischen Hintergrund liefert die Modellierung eines Städtesystems mit linearer Raumstruktur im Rahmen der Neuen Ökonomischen Geographie. Damit wird ein Werkzeug geschaffen, das auch auf weiträumige Städtesysteme mit ausgeprägter Bandstruktur angewendet werden kann. Die hier erstmals erfolgte ausführliche Erläuterung des zu Grunde liegenden Theorieansatzes versteht sich als Ergänzung der Standardlehrbücher der Raumwirtschaftstheorie. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung bestätigen die Prognose des Modells, dass in großflächigen Ländern bzw. Regionen mit Ähnlichkeit zur unterstellten Raumstruktur ein Anstieg der Transportkosten Konzentrationstendenzen in den Zentren befördert, während die peripheren Regionen zunehmend abgekoppelt werden.
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Innovation Networks in the German Laser Industry
Muhamed Kudic
PhD Thesis, Universität Hohenheim,
2012
Abstract
Technological innovation is fundamental to firm performance and economic prosperity. The aim of this book is to contribute to an in-depth understanding of collective innovation processes by analyzing publicly funded R&D cooperation and innovation networks in the German laser industry. Standing in a neo-Schumpeterian tradition, it employs interdisciplinary analytical concepts and draws upon a unique longitudinal dataset from the laser industry that covers more than two decades of observations. In brief, the book makes a valuable contribution by exploring how and why firm-specific R&D cooperation activities and network positions, large-scale network patterns, and evolutionary network change processes affect the innovative performance of laser source manufacturers in Germany.
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Macroeconometric Analysis of Monetary Policy, Sovereign Risk and Commodity Prices
Stefan Gießler
PhD Thesis, Hochschulschrift der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2020
Abstract
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Langfristwirkung von Technologie- und Gründerzentren – Eine empirische Untersuchung von ausgezogenen Unternehmen an ausgewählten Standorten in den Neuen Bundesländern
Michael Schwartz
Wirtschaftspolitik in Forschung und Praxis, Bd. 47,
2009
Abstract
Technologie- und Gründerzentren (TGZ) sind das weltweit meistgenutzte Instrument zur Unterstützung junger innovativer Unternehmen. Allein in Deutschland existieren über 400 dieser Einrichtungen. Nahezu jede größere Stadt verfügt über eines dieser Zentren. Ziel der TGZ ist es, durch spezifische Förderstrukturen nachhaltiges Wachstum und das langfristige Überleben von innovativen Jungunternehmen über die Förderdauer hinaus zu sichern. Doch können TGZ diese Aufgabe tatsächlich erfüllen? Um dieser Frage nachzugehen, ist es zwingend erforderlich, die vormals geförderten, aber bereits ausgezogenen Unternehmen einer umfassenden Analyse ihrer seit dem Wegfall der Förderung vollzogenen Entwicklung zu unterziehen. Bislang allerdings haben insbesondere eingeschränkte Datenverfügbarkeiten diesbezügliche Forschungsvorhaben weitgehend unterbunden. Die entscheidende Frage “Was passiert mit den Unternehmen nach Beendigung der Förderung?“ ist bislang kaum beantwortet!
Die empirischen Analysen des Verfassers konzentrieren sich dabei auf die Überlebensprozesse, die Wachstumsdynamik sowie die Einbindung in Netzwerkstrukturen ehemaliger Förderempfänger aus fünf TGZ in den Neuen Bundesländern. Insgesamt 410 vormals geförderte Unternehmen wurden identifiziert und deren Entwicklungspfade analysiert. Aufgrund der sehr detaillierten Datenbasis war es dabei erstmalig auch möglich, bereits geschlossene Unternehmen in den Analysen zu berücksichtigen. Es werden beispielsweise folgende Fragen beantwortet: Sind die Unternehmen mehrheitlich auch außerhalb der schützenden Umgebung der TGZ lebensfähig? Bewirkt der Wegfall der Förderung eine sofortige Gefährdung der Überlebensfähigkeit? Welche Beschäftigungswirkung entfalten die Unternehmen? Zeigen sich nach dem Auszug aus den TGZ Wachstumskrisen? Welche Elemente der Förderung wirken positiv auf den Unternehmenserfolg? Ist es gelungen, die geförderten Unternehmen in Netzwerke und Wertschöpfungsketten einzubinden? Sind die ausgezogenen Unternehmen standorttreu?
Aus den reichhaltigen empirischen Ergebnissen lässt sich eine Vielzahl an Implikationen für eine effektivere Ausgestaltung des Förderspektrums der TGZ ableiten. Vor allem werden Empfehlungen an politische Entscheidungsträger und weitere Interessensgruppen, welche sich mit der Errichtung und dem Betrieb von Technologie- und Gründerzentren – nicht nur in den Neuen Bundesländern – beschäftigen, gegeben.
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Regionale Migration in Abhängigkeit von Humankapital und sektoraler Struktur. Eine empirische Analyse am Beispiel von Deutschland und Polen
Alexander Kubis
IWH-Sonderhefte,
Nr. 2,
2010
Abstract
Die vorliegende Promotionsschrift von Dipl.-Volkswirt Alexander Kubis über deutsch-polnische Migrationsmuster und die Möglichkeiten, künftiges Wanderungsverhalten regional differenziert zu prognostizieren, ordnet sich in die Tradition der Arbeiten des IWH ein, die sich mit der Interdependenz transformationsökonomischer Entwicklungen und der europäischen Integration befassen. Die Verzahnung beider Aspekte ist bei Wanderungen besonders explizit, weil der Umbau von staatlich gelenkten Planwirtschaften zu Marktwirtschaften regional und sektoral mit unterdurchschnittlichen Geschwindigkeiten ablief, weshalb eine erhebliche Dynamik in den Veränderungen dessen, was man als Chancenverteilung im Raum bezeichnen möchte, konstatiert werden kann – und genau auf diese reagiert Migration. Insbesondere vor dem Hintergrund ursprünglicher Zuwanderungsbeschränkungen und eines nunmehr tatsächlich vorhandenen, aber auch im Bewusstsein präsent werdenden erhöhten Fachkräftebedarfs gewinnt die Analyse regionaler und sektoraler Bestimmungsgründe der Migration eine herausragende Bedeutung.
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