Dr. Hans-Ulrich Brautzsch

Aktuelle Position

seit 1/93

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Makroökonomik

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

Forschungsschwerpunkte

  • Diagnose und Prognose der Entwicklung des Arbeitsmarkts in Deutschland und in Ostdeutschland
  • Input-Output-Analyse
  • makroökonometrisches Modell

Hans-Ulrich Brautzsch ist seit 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen insbesondere die Diagnose und Prognose der Arbeitsmarktentwicklung.

Hans-Ulrich Brautzsch studierte an der Hochschule für Ökonomie Berlin und promovierte dort im Jahr 1984.

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Dr. Hans-Ulrich Brautzsch
Mitglied - Abteilung Makroökonomik
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Publikationen

Neueste Publikationen

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Mindestlohnbeschäftigte: Dienstleister für den privaten Konsum oder Teilhaber am Exporterfolg? Ergebnisse einer Input-Output-Analyse

Hans-Ulrich Brautzsch Birgit Schultz

in: Wirtschaftsdienst, im Erscheinen

Abstract

Im Jahr 2014 waren mehr als 38 Mio. Personen in Deutschland als Arbeitnehmer beschäftigt. Sie produzierten vor allem Güter für den Konsum, für Investitionen in Ausrüstungen und Bauten sowie den Export, aber auch Vorleistungsgüter, die als Bestandteil der Wertschöpfungsketten indirekt in deren Entstehung eingingen. Hier ist wirtschafts- und lohnpolitisch interessant, in welchen quantitativen Verhältnissen der Einsatz der Beschäftigten in der Vorleistungsgüterproduktion zur Endverwendung im Wirtschaftskreislauf steht. Dieses Interesse richtet sich nicht nur auf die Personenzahl, sondern im Besonderen auch auf deren Entlohnung. Ein Augenmerk liegt dabei bei den Beschäftigten, deren Löhne 2014 dem Mindestlohn 2015 (8,50 Euro) entsprachen.

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Klimaschutz und Kohleausstieg: Politische Strategien und Maßnahmen bis 2030 und darüber hinaus

Pao-Yu Oei Casimir Lorenz Sophie Schmalz Hanna Brauers Philipp Herpich Christian von Hirschhausen Claudia Kemfert Barbara Dröschel Jan Hildebrand Juri Horst Uwe Klann Patrick Matschoss Michael Porzig Irina Rau Bernhard Wern Hans-Ulrich Brautzsch Gerhard Heimpold Katja Heinisch Oliver Holtemöller Christoph Schult Hauke Hermann Dirk Heyen Katja Schumacher Cornelia Ziehm

in: Pao-Yu Oei et al., Klimaschutz und Kohleausstieg: Politische Strategien und Maßnahmen bis 2030 und darüber hinaus. Abschlussbericht. Climate Change 27/2019. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt, 2019

Abstract

Die vorliegende Studie untersucht die ökonomischen Auswirkungen eines durch die Klimaziele der Bundesregierung induzierten Kohleausstiegs in Deutschland. Der Fokus liegt hierbei auf der Braunkohlenwirtschaft – insbesondere in den Braunkohleregionen. Diese werden in einem ersten Schritt räumlich abgegrenzt und beschrieben. Für die weitere Untersuchung bilden energiewirtschaftliche Modellierungen die Grundlage. Diese liefern Ausstiegspfade für die Kohlenutzung, welche sich in den gewählten Kriterien (spezifische Emissionen oder Kraftwerksalter) für die Abschaltungsreihenfolge der Kraftwerke unterscheiden. Darauf aufbauend werden mit Hilfe eines Input-Output-Modells und eines regionalwirtschaftlichen Modells die ökonomischen Effekte des Kohleausstiegs sowohl in den Braunkohleregionen als auch im übrigen Deutschland untersucht. Die Modelle zeigen, dass bei einem frühzeitigen Ausstieg die negativen Effekte des Strukturwandels früher zu Tage treten. Dafür können in diesem Fall jedoch Erholungseffekte laut regionalwirtschaftlichem Modell stärker den negativen Effekten entgegenwirken. Die Studie untersucht die wirtschaftlichen Chancen in den Braunkohleregionen. Diese bestehen im Grundsatz in einem breiten Spektrum wirtschaftlicher Aktivitäten. Die durchgeführten, exemplarischen Untersuchungen zeigen für alle Braunkohleregionen bedeutende Beschäftigungspotenziale auf. Bereits die aufgezeigten potenziellen Arbeitsplätze in den Bereichen Erneuerbare Energien und Gebäudesanierung können dem Stellenabbau im Zuge des untersuchten Strukturwandels durch den Kohleausstieg entgegenwirken. Abschließend werden flankierende politische Instrumente beschrieben, die die Regionen bei dem bevorstehenden Strukturwandel nutzen und unterstützen können.

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Aktuelle Trends: Durchschnittsalter der Bevölkerung: Deutliches Ost-West-Gefälle

Hans-Ulrich Brautzsch

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2019

Abstract

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung[1] hat in Deutschland kontinuierlich zugenommen. In Ostdeutschland ist es zwischen Ende 1990 und Ende 2017 von 37,9 auf 46,3 Jahre gestiegen.[2] In Westdeutschland nahm das Durchschnittsalter von 39,6 auf 44,1 Jahre zu. Die Zunahme des Durchschnittsalters war damit in Westdeutschland mit 4,5 Jahren nur etwa halb so hoch wie in Ostdeutschland (8,4 Jahre). Beeinflusst wurde diese Entwicklung in Ostdeutschland durch das hohe Geburtendefizit sowie die Wanderungsverluste.

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Referierte Publikationen

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Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns im Handwerk in Sachsen-Anhalt

Hans-Ulrich Brautzsch Birgit Schultz

in: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Nr. 2, 2018

Abstract

This paper examines the effects of the minimum wage introduction in Germany in 2015 on the skilled crafts sector in Saxony-Anhalt. Using novel survey data on the skilled crafts sector in Saxony-Anhalt, we examine three questions: (1) How many employees are affected by the minimum wage introduction in the skilled crafts sector in Saxony-Anhalt? (2) What are the effects of the minimum wage introduction? (3) How did firms react to wage increase? We find that about 8 % of all employees in the skilled crafts sector in Saxony-Anhalt are directly affected by the minimum wage introduction. A difference-in-difference estimation reveals no significant employment effects of the minimum wage introduction. We test for alternative adjustment strategies and observe a significant increase of output prices.

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Mapping Potentials for Input-Output Based Innovation Flows in Industrial Clusters – An Application to Germany

Mirko Titze Matthias Brachert Hans-Ulrich Brautzsch

in: Economic Systems Research, Nr. 4, 2016

Abstract

Our paper pursues two aims: first, it presents an approach based on input–output innovation flow matrices to study intersectoral innovation flows within industrial clusters. Second, we apply this approach to the identification of structural weaknesses in East Germany relative to the western part of the country. The case of East Germany forms an interesting subject because while its convergence process after unification began promisingly in the first half of the 1990s, convergence has since slowed down. The existing gap can now be traced mainly to structural weaknesses in the East German economy, such as the absence of strong industrial cluster structures. With this in mind, we investigate whether East Germany does in fact reveal the abovementioned structural weaknesses. Does East Germany possess fewer industrial clusters? Are they less connected? Does East Germany lack specific clusters that are also important for the non-clustered part of the economy?

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Can R&D Subsidies Counteract the Economic Crisis? – Macroeconomic Effects in Germany

Hans-Ulrich Brautzsch Jutta Günther Brigitte Loose Udo Ludwig Nicole Nulsch

in: Research Policy, Nr. 3, 2015

Abstract

During the economic crisis of 2008 and 2009, governments in Europe stabilized their economies by means of fiscal policy. After decades of absence, deficit spending was used to counteract the heavy decline in demand. In Germany, public spending went partially into R&D subsidies in favor of small and medium sized enterprises. Applying the standard open input–output model, the paper analyzes the macroeconomic effects of R&D subsidies on employment and production in the business cycle. Findings in the form of backward multipliers suggest that R&D subsidies have stimulated a substantial leverage effect. Almost two thirds of the costs of R&D projects are covered by the enterprises themselves. Overall, a subsidized R&D program results in a production, value added and employment effect that amounts to at least twice the initial financing. Overall, the R&D program counteracts the decline of GDP by 0.5% in the year 2009. In the year 2010 the effects are already procyclical since the German economy recovered quickly. Compared to the strongly discussed alternative uses of subsidies for private consumption, R&D spending is more effective.

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Arbeitspapiere

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Potential International Employment Effects of a Hard Brexit

Hans-Ulrich Brautzsch Oliver Holtemöller

in: IWH-Diskussionspapiere, Nr. 4, 2019

Abstract

We use the World Input Output Database (WIOD) to estimate the potential employment effects of a hard Brexit in 43 countries. In line with other studies we assume that imports from the European Union (EU) to the UK will decline by 25% after a hard Brexit. The absolute effects are largest in big EU countries which have close trade relationships with the UK like Germany and France. However, there are also large countries outside the EU which are heavily affected via global value chains like China, for example. The relative effects (in percent of total employment) are largest in Malta and Ireland. UK employment will also be affected via intermediate input production. Within Germany, the motor vehicle industry and in particular the “Autostadt” Wolfsburg are most affected.

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The Minimum Wage Effects on Skilled Crafts Sector in Saxony-Anhalt

Hans-Ulrich Brautzsch Birgit Schultz

in: IWH-Diskussionspapiere, Nr. 31, 2017

Abstract

This paper examines the effects of the minimum wage introduction in Germany in 2015 on the skilled crafts sector in Saxony-Anhalt. Using novel survey data on the skilled crafts sector in Saxony-Anhalt, we examine three questions: (1) How many employees are affected by the minimum wage introduction in the skilled crafts sector in Saxony- Anhalt? (2) What are the effects of the minimum wage introduction? (3) How have firms reacted to wage increase? We find that about 8% of all employees in the skilled crafts sector in Saxony-Anhalt are directly affected by the minimum wage introduction. A difference-in-difference estimation reveals no significant employment effects of the minimum wage introduction. We test for alternative adjustment strategies and observe a significant increase of output prices.

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„Arbeitsplatzausstattung“ und „Arbeitsplatzlücke“ nach Geschlechtern in Ost- und Westdeutschland

Hans-Ulrich Brautzsch Johann Fuchs Cornelia Lang

in: IWH-Diskussionspapiere, Nr. 9, 2006

Abstract

In dem vorliegenden Aufsatz werden (a) Umfang und Struktur der vorhandenen Arbeitsplätze nach Geschlechtern in Ost- und Westdeutschland, (b) das geschlechtsspezifische Ausmaß der „Arbeitplatzlücke“ in beiden Großregionen sowie (c) die Ursachen für die – gemessen an Westdeutschland – höhere „Arbeitsplatzlücke“ in Ostdeutschland auf der Grundlage von Daten der Regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen und der Bundesgentur für Arbeit untersucht. Die Analyse zeigt, dass im Jahr 2003 die „Arbeitsplatzausstattung“ je 1000 Erwerbsfähigen in Ostdeutschland fast genau so hoch war wie in Westdeutschland. Bei den Frauen lag sie sogar über dem westdeutschen Vergleichswert. Dennoch ist die Diskrepanz zwischen dem Arbeitsangebot und der Nachfrage bei den ostdeutschen Frauen und Männern erheblich größer. Dies ist zum einen auf strukturelle Ursachen und zum anderen auf die höhere Erwerbsneigung der ostdeutschen Frauen zurückzuführen, die insbesonde durch das tradierte Verhaltensmuster nach Erwerbsarbeit sowie die geringeren Haushalteinkommen in Ostdeutschland bedingt ist.

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