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Aktuelle Trends - Schulentlassene ohne Hauptschulabschluss: Anteil weiter gestiegen

Die Zahl und der Anteil von Jugendlichen, die die Schule verlassen, ohne mindestens einen Hauptschulabschluss erreicht zu haben, sind in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Ihr Anteil lag am Ende des Schuljahres 1999/2000 bei 8,3% der deutschen Schüler. Bezieht man die ausländischen Schulabgänger ein, die noch häufiger einen Hauptschulabschluss verfehlen (im Jahr 2000 bundesweit 19,9%), so ergibt sich, dass derzeit fast jeder zehnte Jugendliche (9,2%) aus dem Schulsystem ohne einen qualifizierenden Abschluss ausscheidet. Im Sommer 2000 betraf das 86 601 Jungen und Mädchen. 42% von ihnen kommen aus Sonderschulen für Lernbehinderte und Geistigbehinderte, ca. 30 000 aus Hauptschulen.

16. Januar 2002

Autoren Cornelia Lang

Außerdem in diesem Heft

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Deutsches Stabilitätsprogramm 2001 - ein Kommentar

Kristina vanDeuverden

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2002

Abstract

Mitte Dezember 2001 hat die Bundesregierung ihr aktualisiertes Stabilitätsprogramm vorgelegt. Im Jahr 2002 erwartet die Regierung eine Defizitquote von 2% und im Jahr 2003 von 1% des nominalen Bruttoinlandsprodukts. Nahezu zeitgleich hat das IWH eine Projektion für die Jahre 2002 und 2003 abgeschlossen. Nach ihr liegt die Defizitquote für das Jahr 2002 bei 3%, für das Jahr 2003 bei 2,5%. Wie kommt es zu diesen Unterschieden?

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Fiskalische Kosten von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - ein Fallbeispiel

Birgit Schultz

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2002

Abstract

Die Teilnahme an einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) verschlechtert bekanntermaßen die Beschäftigungschancen im regulären Arbeitsmarkt im Vergleich zur Nichtteilnahme. Dadurch kommt es nicht nur während der Durchführung der Maßnahme zu höheren fiskalischen Kosten im Vergleich zur Arbeitslosigkeit, sondern auch im Anschluss daran sind mehr öffentliche Mittel notwendig, um die im Durchschnitt verlängerte Arbeitslosigkeit zu finanzieren. In diesem Kontext konnten für ein Fallbeispiel Mehrkosten in Höhe von etwa 26 500 Euro ermittelt werden. Davon sind allein mehr als 60% Nachfolgekosten der Maßnahmenteilnahme. Sollte hingegen eine Maßnahme aus fiskalischer Sicht kostenneutral sein, so müsste sie die Arbeitslosigkeit im Fallbeispiel um 9,2 Monate verkürzen. Dies dürfte jedoch schwer zu erreichen sein, da während der ABM-Teilnahme kaum Übergänge in eine reguläre Beschäftigung zu beobachten sind, jedoch im Referenzszenario der Nichtteilnahme die Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung in diesem Zeitraum relativ hoch sind. Eine strengere Ausrichtung auf Zielgruppen könnte hierbei möglicherweise Abhilfe schaffen.

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IWH-Bauumfrage im Dezember 2001: Skepsis der Unternehmen bleibt groß

Brigitte Loose

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2002

Abstract

Laut IWH-Umfrage unter 300 ostdeutschen Bauunternehmen hat der Indikator für das Geschäftsklima im ostdeutschen Baugewerbe im Dezember 2001 einen neuen Tiefstand erreicht. Saisonüblich gaben sowohl die Bewertungen zur Geschäftslage als auch zu den Geschäftsaussichten gegenüber der vorangegangenen Befragung im Oktober stark nach. Sie fielen erneut – wenn auch knapp – unter den ohnehin schon tiefen Stand vom Vorjahr.

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Jahresausblick 2002: Warten auf die konjunkturelle Wende

Arbeitskreis Konjunktur

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2002

Abstract

Mit dem Jahresausblick für 2002 wird die ausführliche Konjunkturprognose von Mitte 2001 für das Jahr 2002 aktualisiert. Zu Beginn des Jahres 2002 gibt es nach sechs Quartalen Abschwung noch keine klaren Anzeichen für eine baldige Belebung der Konjunktur in Deutschland. Es fehlen Impulse aus dem Inland wie Ausland für eine schnelle Umkehr der abwärts gerichteten konjunkturellen Grundtendenz. In der Prognose wird davon ausgegangen, dass sich die US-Wirtschaft spätestens im Frühjahr aus der Rezession löst und Impulse auf die Weltwirtschaft aussendet. Dann wird sich auch in Deutschland und in der Eurozone insgesamt die Produktion beleben und in der zweiten Jahreshälfte an Schwung gewinnen. Der Anstieg der Exporte wird auf die Inlandsnachfrage ausstrahlen. Die Kräftigung der Konjunktur wird erst mit der üblichen Verzögerung am Arbeitsmarkt ankommen. Die expansiv ausgerichtete Geldpolitik wird ihre Wirkung voll entfalten. Die Finanzpolitik wird restriktiv wirken, da sie den Konsolidierungskurs verschärft.

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Weiterhin hohes Risikopotenzial für Finanzkrisen in mehreren mittel- und osteuropäischen Ländern

Axel Brüggemann Thomas Linne

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 1, 2002

Abstract

Seit Mitte der neunziger Jahre brachen in den Ländern Mittel- und Osteuropas mehrere Finanzkrisen aus. Darunter waren mit Bulgarien, Rumänien und der Tschechischen Republik auch Länder, mit denen die EU Beitrittsverhandlungen führt. Die Krisenprävention ist nicht zuletzt wegen der Wachstumsverluste für die betroffenen Länder und der ökonomischen Ansteckungseffekte für die westeuropäischen Länder bedeutsam. Deshalb kommt einem Frühwarnsystem zur rechtzeitigen Erkennung von Krisenpotenzialen in den zukünftigen Mitgliedsländer eine hohe Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund führt das IWH regelmäßig Untersuchungen des Risikopotenzials für Finanzkrisen für ausgewählte mittel- und osteuropäischen Länder sowie für die Türkei und Russland durch.

Seit Anfang 1999 lassen sich in den meisten Ländern dieser Region zwei unterschiedliche Phasen des Risikopotenzials unterscheiden. Im Zuge der Russlandkrise im August 1998 war in den mittel- und osteuropäischen Ländern aufgrund der Ansteckungs- und Übertragungseffekte durchgängig eine Zunahme des Risikopotenzials zu beobachten. Nach dem Auslaufen dieser Effekte reduzierte sich die Anfälligkeit in den meisten Ländern deutlich. Seit Mitte 2000 führte ein schwächeres außenwirtschaftliches Umfeld in der Mehrzahl der Länder zu einem erneuten Anstieg des Gefährdungspotenzials, der dringenden wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf signalisiert.

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