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Jahresbauumfrage des IWH 2002: Schrumpfung am ostdeutschen Bau verschlechtert Lage am Arbeitsmarkt weiter

Im Zuge der Anpassung an ein langfristig tragbares Niveau schrumpften die Bauinvestitionen in Ostdeutschland von 1996 bis 2001 um weit mehr als ein Drittel, davon allein im Jahr 2001 um reichlich ein Zehntel. Eine ähnliche Entwicklung hat sich bei der Beschäftigung vollzogen. Die Bruttowertschöpfung ging mit etwas mehr als zwei Fünfteln sogar noch deutlicher zurück, was auf Produktivitätsverluste hindeutet. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Bauunternehmen ihre wirtschaftliche Lage am aktuellen Rand sehen und welche Erwartungen und Pläne sie für das laufende Jahr haben.

06. Februar 2002

Autoren Brigitte Loose

Außerdem in diesem Heft

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Aktuelle Trends: Körperschaftsteueraufkommen erstmals negativ

Kristina vanDeuverden

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 2, 2002

Abstract

Nachdem das Körperschaftsteueraufkommen im Jahr 2000 noch 23,1 Mrd. Euro betrug, stürzte es im vergangenen Jahr auf -0,4 Mrd. Euro ab. Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik zeigt diese Steuer damit ein negatives Ergebnis.

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EU-Osterweiterung: Auswirkungen auf die neuen Länder

Joachim Ragnitz

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 2, 2002

Abstract

In den nächsten Jahren wird voraussichtlich eine ganze Reihe von mittel- und osteuropäischen Ländern der EU beitreten. Während in der wirtschaftswissenschaftlichen Diskussion die Vorteile einer stärkeren Marktintegration für alle beteiligten Länder betont werden, verbinden sich mit der EU-Osterweiterung in der öffentlichen Diskussion eine Reihe von Ängsten, vor allem in den neuen Bundesländern. Befürchtet wird insbesondere eine hohe Zuwanderung von Arbeitskräften, die zu einer Verdrängung heimischer Arbeitnehmer führen könnte, eine verstärkte Konkurrenz auf den Gütermärkten durch preis- und kostengünstige Anbieter aus den MOE-Ländern, und eine zunehmende Verlagerung von Produktionsstätten aus Deutschland in jene Länder. Im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen die zu erwartenden Auswirkungen der EU-Osterweiterung für Ostdeutschland.17 Es wird argumentiert, dass die Wirtschaft der neuen Länder von negativen Effekten der Erweiterung nur in abgeschwächtem Maße betroffen sein wird: Die Handelsintegration ist weitgehend abgeschlossen, die Zuwanderung wird sich vor allem auf die Ballungszentren Westdeutschlands richten, und Direktinvestitionen sind häufig komplementär zu Investitionen im Inland, verdrängen also heimische Produktion nicht. Problematisch ist allerdings, dass man in Ostdeutschland kaum vorbereitet ist, die Chancen der Erweiterung zu nutzen.

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EU-Osterweiterung: Sinkende Akzeptanz eines Beitritts in Bewerberländern

Werner Gnoth Martina Kämpfe

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 2, 2002

Abstract

Der geplante Beitritt zur EU wird von der Bevölkerung einiger mittel- und osteuropäischer Länder mit zunehmender Skepsis beurteilt. Ursächlich dafür ist die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung in einigen Ländern (z. B. Estland, Slowenien und Polen), die Wachstumsraten über dem EUDurchschnitt erzielten. Auch der Verlauf der Beitrittsverhandlungen hat Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung. Zu den strittigen Fragen zählen insbesondere die Gewährung von Übergangsregelungen bei der Übernahme des Gemeinschaftsrechts, die Einbeziehung in die Struktur- und Agrarfonds der EU nach einem Beitritt, aber auch der Schutz von Einzelmärkten in den Beitrittsländern und den derzeitigen Unionsmitgliedern. Die geringe Akzeptanz des Beitritts in einigen Ländern ist problematisch für die Ratifikation der Verträge, die nach dem Abschluss der Verhandlungen erfolgen muss. Sollten negative Ergebnisse in Volksabstimmungen den Beitritt einzelner Länder verhindern, wäre dies mit nachteiligen Folgen nicht nur für die betreffenden Länder, sondern auch für die

Europäische Union verbunden.

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Ost-West-Migration in Deutschland kaum durch gesamtwirtschaftliche Entwicklung erklärbar

Christian Dreger Hans-Ulrich Brautzsch

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 2, 2002

Abstract

Im Beitrag werden die Wanderungsströme zwischen Ost- und Westdeutschland auf der Ebene der Bundesländer untersucht. Dazu werden panelökonometrische Verfahren eingesetzt. Die Analyse zeigt, dass sich die Ströme nur unzureichend durch makroökonomische Faktoren erklären lassen. Die Ursachen dürften demnach im individuenspezifischen Bereich zu finden sein.

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IWH-Industrieumfrage im Januar 2002 : In der ostdeutschen Industrie kühlt sich das Geschäftsklima weiterhin ab

Bärbel Laschke

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 2, 2002

Abstract

Laut IWH-Umfrage unter rd. 300 ostdeutschen Industrieunternehmen hat sich das Geschäftsklima im Januar 2002 weiterhin abgekühlt. Die geschäftliche Lage wird schlechter als im November 2001 beurteilt, die Aussichten werden allerdings nicht mehr so ungünstig gesehen. Beide Urteile spiegeln auch Saisoneinflüsse wider. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fallen die Bewertungen deutlich schlechter aus. Die Konjunkturschwäche in der ostdeutschen Industrie hält damit an.

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