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Wachsende deutsche Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa und deren Unterstützung durch den deutschen Staat

Deutschland gehört bereits seit mehr als zwanzig Jahren zu den Nettoexporteuren von Direktinvestitionen. In jüngster Zeit geht ein zunehmend größerer Teil dieses Kapitalexports in die Reformstaaten Mittel- und Osteuropas. Diese Direktinvestitionen unterliegen einer beträchtlichen Förderung durch die Bundesrepublik Deutschland. Zwar war die damit verfolgte Politik zu Beginn der Transformation Mittel- und Osteuropas gerechtfertigt. Mittlerweile scheint jedoch die Grundlage hierfür großenteils weggefallen zu sein. Das Instrumentarium zur Förderung von Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa zeichnet sich durch eine große Intransparenz aus. Auch drohen Mitnahmeeffekte.

16. Oktober 1997

Autoren Thomas Meißner

Außerdem in diesem Heft

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Aktuelle Trends - Nachteil Ostdeutschlands in den Lohnstückkosten gegenüber den dem früheren Bundesgebiet - ein Irrtum der Statistik?

Udo Ludwig

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 14, 1997

Abstract

Die Lohnstückkosten in Ostdeutschland liegen seit der Vereinigung deutlich über dem westdeutschen Niveau. Der Nachteil Ostdeutschlands wurde bisher mit rund 30 Prozent ausgewiesen und hatte sich in den vergangenen vier Jahren vermeintlich kaum verändert. Bislang weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat das Statistische Bundesamt neue Angaben im Rahmen seiner Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) vorgelegt. Danach fällt der ostdeutsche Überhang bei den Lohnstückkosten insbesondere seit 1993 geringer aus, und – was nicht weniger wichtig ist – er wurde von Jahr zu Jahr reduziert. Im Jahre 1996 lag der Lohnstückkostennachteil nach dem neuen Rechenstand „nur“ noch bei knapp 23 Prozent.

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IWH-Industrieumfrage: Ostdeutsche Industrie geht optimistisch in den Herbst

Doris Gladisch

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 14, 1997

Abstract

Das geschäftliche Klima in der ostdeutschen Industrie hat sich nach der Eintrübung im Sommer zum September hin wieder deutlich aufgehellt. Das ergab die neueste Umfrage des IWH unter 300 Industrieunternehmen. Mit einem Skalenwert von 42 Punkten lag der Saldo aus positiven und negativen Urteilen zur Geschäftslage um 9 Punkte über dem Niveau im Juli. Er übertraf damit den Vorjahresstand um 27 Punkte. Das ist ein deutliches Zeichen für die Fortsetzung der seit dem Frühjahr anhaltenden Aufwärtsbewegung.

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Liberalisierung von Versorgungsindustrien: Erfahrungen aus Großbritannien

Ilka Lewington

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 14, 1997

Abstract

Anhand von praktischen Beispielen des britischen Telekommunikations-, Gas-,

Strom-, Wasser- und Eisenbahnwesens wird über die Einführung des Wettbewerbs berichtet. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen auf Preise und Kosten sowie die Funktionweise der Regulierungsbehörde. Für Deutschland werden Schlussfolgerungen gezogen.

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Zum Konjunkturverbund in Westeuropa

Michael Seifert

in: Wirtschaft im Wandel, Nr. 14, 1997

Abstract

Mit der für 1999 vorgesehenen dritten Stufe auf dem Weg zur Europäischen Währungsunion wird

die Geldpolitik aus der nationalen Zuständigkeit herausgelöst und auf die gemeinsame Europäische Zentralbank übertragen. Mit den dann für alle an der Währungsunion teilnehmenden Länder identischen monetären Rahmenbedingungen (z.B. einheitlicher

Diskontsatz) verknüpft sich die Erwartung, daß sich die konjunkturellen Verläufe annähern

und eine zunehmend gleichgerichtete Entwicklung zeigen werden. Am Beispiel der vier

größten westeuropäischen Volkswirtschaften zeigt sich rückblickend, daß eine solche Annäherung

erst beobachtet werden kann, nachdem die Länder innerhalb des Europäischen Währungssystems in ihrer Geldpolitik zu einem stabilitätsorientierten Kurs übergegangen waren. Zu Beginn der 90er Jahre wurde dieser Prozeß durch die infolge der deutschen Vereinigung wieder unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Prioritäten unterbrochen. Diese Erfahrungen deuten darauf hin, daß eine nicht abgestimmte Wirtschaftspolitik – vor allem beim Auftreten symmetrischer Schocks – die Stabilität der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion

gefährden kann, wenn divergierende nationale wirtschaftspolitische Zielvorstellungen

die auf Stabilität verpflichtete europäische Geldpolitik konterkarieren.

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