The Political Determinants of Government Bond Holdings
Stefan Eichler, Timo Plaga
Journal of International Money and Finance,
Vol. 73 (5),
2017
Abstract
This paper analyzes the link between political factors and sovereign bond holdings of US investors in 60 countries over the 2003–2013 period. We find that, in general, US investors hold more bonds in countries with few political constraints on the government. Moreover, US investors respond to increased uncertainty around major elections by reducing government bond holdings. These effects are particularly significant in democratic regimes and countries with sound institutions, which enable effective implementation of fiscal consolidation measures or economic reforms. In countries characterized by high current default risk or a sovereign default history, US investors show a tendency towards favoring higher political constraints as this makes sovereign default more difficult for the government. Political instability, characterized by the fluctuation in political veto players, reduces US investment in government bonds. This effect is more pronounced in countries with low sovereign solvency.
Artikel Lesen
24.04.2017 • 22/2017
Höhere Kapitalforderungen: Am Ende leiden die Unternehmen
61 europäische Banken sollten bis 2012 ihre Kapitaldecke erhöhen, um ausreichend Puffer für zukünftige Krisen aufzubauen. Wie die Studie der Forschergruppe um Reint E. Gropp vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zeigt, setzten die Banken diese Forderung auch in die Tat um – allerdings nicht, indem sie sich frisches Kapital beschafften, sondern indem sie ihr Kreditangebot verringerten. Die Folge: geringeres Bilanz-, Investitions- und Umsatzwachstum von Unternehmen, die größere Kredite von diesen Banken hielten.
Reint E. Gropp
Lesen
Konjunktur aktuell: Beschäftigungsboom in Deutschland – aber gesamtwirtschaftlich keine Überhitzung
Oliver Holtemöller, Hans-Ulrich Brautzsch, Andrej Drygalla, Katja Heinisch, Martina Kämpfe, Konstantin Kiesel, Axel Lindner, Brigitte Loose, Jan-Christopher Scherer, Birgit Schultz, Matthias Wieschemeyer, Götz Zeddies
Konjunktur aktuell,
Nr. 1,
2017
Abstract
Die deutsche Wirtschaft ist in recht guter Verfassung. So hält der Beschäftigungsaufbau an, und der private Konsum legt aufgrund steigender Realeinkommen robust zu. Die Ausrüstungsinvestitionen werden allerdings weiterhin nur verhalten ausgeweitet. Insgesamt expandiert die Nachfrage in etwa so schnell wie das Produktionspotenzial, und die Auslastung ist normal. Im Jahr 2017 dürfte die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts mit 1,3% nicht aufgrund einer schwächeren Konjunktur, sondern vor allem wegen einer geringeren Anzahl an Arbeitstagen niedriger als im Vorjahr ausfallen.
Artikel Lesen
Konjunktur aktuell: Deutsche Wirtschaft weiter von Konsum und Bau beflügelt
Konjunktur aktuell,
Nr. 4,
2016
Abstract
Die deutsche Konjunktur bleibt aufgrund der starken Binnennachfrage recht kräftig. Im Jahr 2017 wird die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts nach der neuen IWH-Prognose 1,3% betragen. Sie fällt damit etwa einen halben Prozentpunkt geringer aus als im Jahr 2016, dies liegt an einer geringeren Anzahl an Arbeitstagen und an einem negativen Wachstumsbeitrag des Außenhandels. Die Verbraucherpreisinflation bleibt mit 1,3% mäßig. Die Arbeitslosigkeit nimmt wohl etwas zu, dazu trägt bei, dass die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt langwierig ist.
Artikel Lesen
Kommentar: Wen die Götter bestrafen wollen, dessen Gebete erhören sie
Reint E. Gropp
Wirtschaft im Wandel,
Nr. 4,
2016
Abstract
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in ihrer Ratssitzung am 8. September dieses Jahres entschieden, die Zinsen auf absehbare Zeit auf dem gegenwärtigen niedrigen Niveau zu halten, und hält sich offen, das Anleihekaufprogramm über den März 2017 hinaus zu verlängern. Sie kauft weiterhin monatlich Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Wert von 80 Milliarden Euro, ist aber auch noch zu weiterem Handeln bereit – alles andere wäre auch ein falsches Signal gewesen. Eine Verlängerung des Ankaufprogramms nicht in Aussicht zu stellen – und damit implizit auch ein Ende der Niedrigzinsphase in Betracht zu ziehen –, dies hätten die Märkte als Signal zum Ausstieg aus der aktuellen Geldpolitik gedeutet. Das wiederum hätte sich umgehend auf Zinsen und Vermögenswerte ausgewirkt und wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt hochproblematisch. Denn noch immer liegt die Inflationsrate deutlich unter dem Zielwert der EZB von 2%.
Artikel Lesen
Konjunktur aktuell: Konjunktur in Deutschland bleibt trotz sinkender Stimmung robust
Konjunktur aktuell,
Nr. 3,
2016
Abstract
In Deutschland sind die Konjunkturaussichten weiter recht günstig. Stimmungsindikatoren deuten zwar auf ein etwas schwächeres Jahresende hin, die Binnenkonjunktur ist aber weiter aufwärtsgerichtet. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2016 insgesamt um 1,9% zulegen. Für das Jahr 2017 wird dann mit 1,2% eine niedrigere jahresdurchschnittliche Wachstumsrate erwartet. Maßgeblich dafür sind vor allem schwächere Exporte und stärkere Importe. Die Arbeitslosigkeit dürfte im Zuge der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt etwas steigen. Die Verbraucherpreisinflation bleibt weiterhin moderat. Die öffentlichen Haushalte werden wohl im Jahr 2016 ebenso wie im Jahr 2017 – auch in konjunkturbereinigter Rechnung – Überschüsse erwirtschaften.
Artikel Lesen
Much Ado About Nothing: Sovereign Ratings and Government Bond Yields in the OECD
Makram El-Shagi
IWH Discussion Papers,
Nr. 22,
2016
Abstract
In this paper, we propose a new method to assess the impact of sovereign ratings on sovereign bond yields. We estimate the impulse response of the interest rate, following a change in the rating. Since ratings are ordinal and moreover extremely persistent, it proves difficult to estimate those impulse response functions using a VAR modeling ratings, yields and other macroeconomic indicators. However, given the highly stochastic nature of the precise timing of ratings, we can treat most rating adjustments as shocks. We thus no longer rely on a VAR for shock identification, making the estimation of the corresponding IRFs well suited for so called local projections – that is estimating impulse response functions through a series of separate direct forecasts over different horizons. Yet, the rare occurrence of ratings makes impulse response functions estimated through that procedure highly sensitive to individual observations, resulting in implausibly volatile impulse responses. We propose an augmentation to restrict jointly estimated local projections in a way that produces economically plausible impulse response functions.
Artikel Lesen
21.06.2016 • 25/2016
Bundesverfassungsgericht entscheidet richtig zu Draghis Anleihekäufen
Ich begrüße die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Der Gerichtshof hat der Europäischen Zentralbank (EZB) erlaubt, in einer Krise kurzfristige Staatsanleihen der Euro-Länder im Sekundärmarkt zu kaufen. Ich bin erleichtert, dass das Gericht erkannt hat, dass das Programm durch die ausstehende Menge an kurzfristigen Staatsanleihen begrenzt ist und ein ESM-Programm (ESM: Europäischer Stabilitätsmechanismus) vorhanden sein muss.
Reint E. Gropp
Lesen
20.06.2016 • 24/2016
Möglicher Brexit beunruhigt die Finanzmärkte
Am 23. Juni entscheiden die Briten in einem Referendum über die Frage, ob ihr Land in der Europäischen Union bleiben soll oder nicht.
Reint E. Gropp
Lesen
The Political Determinants of Government Bond Holdings
Stefan Eichler, Timo Plaga
Abstract
This paper analyzes the link between political factors and sovereign bond holdings of US investors in 60 countries over the 2003-2013 period. We find that, in general, US investors hold more bonds in countries with few political constraints on the government. Moreover, US investors respond to increased uncertainty around major elections by reducing government bond holdings. These effects are particularly significant in democratic regimes and countries with sound institutions, which enable effective implementation of fiscal consolidation measures or economic reforms. In countries characterized by high current default risk or a sovereign default history, US investors show a tendency towards favoring higher political constraints as this makes sovereign default more difficult for the government. Political instability, characterized by the fluctuation in political veto players, reduces US investment in government bonds. This effect is more pronounced in countries with low sovereign solvency.
Artikel Lesen